Computacenter beurteilt Collaboration-Lösung

Stärken und Schwächen von Cisco Spark

| Autor / Redakteur: Marc Herzmann / Andreas Donner

Das Cisco Spark Board kann als Whiteboard, Videolösung, Videokonferenzsystem, Beamer- oder Leinwandersatz dienen.
Das Cisco Spark Board kann als Whiteboard, Videolösung, Videokonferenzsystem, Beamer- oder Leinwandersatz dienen. (Bild: Cisco)

Cisco hat die neue Version seiner Collaboration-Lösung Cisco Spark veröffentlicht und gleichzeitig das Cisco Spark Board eingeführt, ein cloudbasiertes digitales Whiteboard mit 55 oder 70 Zoll Bildschirmdiagonale, HD-Kameras sowie intelligenten Mikrofonen und Lautsprechern.

Gerade das Cisco Spark Board hat bei den ersten Testkunden von Computacenter für echte Begeisterung gesorgt. Es lässt sich mithilfe des webbasierten Cloud-Collaboration-Management-Portals in wenigen Minuten weitgehend automatisch einrichten. Anschließend stehen alle Funktionen cloudbasiert bereit. Vor allem für kleine Unternehmen und Start-ups ist das eine ideale Lösung. Denn sie müssen keine eigene Infrastruktur aufbauen und können trotzdem mit der ganzen Welt zusammenarbeiten.

Aber auch für mittelständische und große Unternehmen mit vielen Standorten oder zahlreichen externen Partnern eignet sich diese Lösung. Damit lassen sich vor allem kreative Aufgaben, Forschung und Entwicklung oder teamübergreifende Projekte deutlich schneller erledigen. Das Spark Board dient dabei als klassisches Whiteboard, Videolösung, Videokonferenzsystem, Beamer- oder Leinwandersatz.

Einen echten Mehrwert gegenüber anderen Lösungen bietet die automatische Speicherung der Inhalte. Während bislang die erarbeiteten Dokumente mit dem Schließen des Meetings verloren waren, sofern sie die Teilnehmer nicht vorher extra gesichert hatten, stehen sie mit Cisco Spark beim nächsten Meeting automatisch wieder zur Verfügung. Der Trick liegt in der persönlichen Anmeldung und den individuellen virtuellen Arbeitsräumen für Mitarbeiter und Teams, den Spark Spaces. Zudem können im Whiteboard-Modus von Cisco Spark mehrere Benutzer gleichzeitig zeichnen oder Dokumente bearbeiten – und das über verschiedene Standorte und sogar Unternehmensgrenzen hinweg.

Beeindruckend sind außerdem die Videokonferenzen mit 4K-Auflösung und Speaker Tracking, also dem automatischen Einblenden des jeweiligen Sprechers. Die Möglichkeit zur Integration in andere Cisco-Lösungen ist selbstverständlich, über den WebEx-Cloud-Service arbeitet Cisco Spark aber auch mit Konferenzlösungen von Microsoft oder Polycom zusammen. Dies gilt ebenfalls für Spark-Konferenzen ohne Cisco Spark Board, also über PC, Notebook oder Telepresence.

Stärken von Cisco Spark

Die rein softwarebasierte Collaboration-Lösung Cisco Spark integriert dabei Chat-, Konferenz-, Video- und Telefoniefunktionen geräte- und plattformunabhängig. Das Ziel der neuen Version ist laut Cisco, Meetings effizienter und flexibler zu machen, um neue digitale Prozesse noch besser durchzuführen. Tatsächlich bietet die Lösung dafür zahlreiche praktische Zusatzfunktionen und eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche.

Meetings lassen sich nun in einem Spark Space planen und per Klick auf die entsprechende URL starten. Während des Meetings werden die Namen der Teilnehmer angezeigt und es stehen Funktionen wie Stumm- oder Lautschalten bereit. Cisco Spark Proximity ermöglicht eine automatische Verbindung der auf einem Mobilgerät installierten App mit einem Cisco-Spark-Raumsystem, sobald der Nutzer den Raum betritt.

In der Praxis besonders interessant dürfte die Möglichkeit für Erweiterungen und Anpassungen von Cisco Spark über offene Schnittstellen und Bots sein. Einige stehen bereits im Cisco Spark Depot bereit, z.B. Box, Dropbox, Google Drive, OneDrive, Salesforce Alerts, Twitter oder verschiedene Übersetzungstools und Wörterbücher.

Auch der CFO dürfte sich über die neue Version freuen. Denn das Lizenzmodell ermöglicht nun ein dynamisches Wählen von Cloud- und On-Premise-Lizenzen. Zudem bietet Cisco mit Spark Flex Plan eine abonnementbasierte Finanzierung von Geräten und Spark Boards an.

Mögliche Hürden

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Wo liegen also die Schwächen? Eine Hürde für viele traditionelle kleine und mittelständische Unternehmen dürfte wohl sein, dass es sich bei Cisco Spark um eine reine Cloud-Lösung handelt. Die Geräte lassen sich zwar im Netzwerk installieren und mit vorhandenen Cisco-Technologien verbinden, doch wer die Collaboration-Funktionen nutzen will, braucht den Cloud-Service von Cisco.

Mögliche Sicherheitsbedenken räumt Cisco über eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aus. Auch das Management über die einheitliche Oberfläche ist so einfach, dass es Unternehmen selbst durchführen oder an IT-Dienstleister auslagern können.

Fazit

Die neue Version von Cisco Spark bietet viele praktische Funktionen und ist der nächste logische Schritt bei Collaboration-Lösungen. Sie füllt eine Marktnische, für die es noch kein wirklich vergleichbares Produkt gibt. Entsprechend waren erste Kunden unabhängig von Unternehmensgröße und Branche echt begeistert.

Marc Herzmann.
Marc Herzmann. (Bild: Computacenter)

Die Lösung ermöglicht eine flexible, reibungslose, weltweite Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg, bietet einfache Nutzerführung und Verwaltung und vermeidet Medienbrüche, etwa durch E-Mail-Abstimmung für Konferenzen. Wer sich also mit einem cloudbasierten Service anfreunden kann, erhält mit Cisco Spark eine richtig gute Lösung.

Über den Autor

Marc Herzmann ist Cisco Unified Communication Leader bei Computacenter.

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