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15 Schulen auf flexibler Plattform und per Richtfunk vernetzt

Stadt Heinsberg: Alle Schulen am Netz

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Zentrale Server mit Richtfunk angebunden

Nachdem die Stadt Heinsberg für die mit der regio iT gemeinsam erarbeitete Gesamtlösung mit H+H Schulbox, VMware View und Rangee Thin Clients im November 2010 den Auftrag vergeben hatte, begannen die Aachener IT-Dienstleister im zweiten Quartal 2011 mit der Implementierung. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Anbindung der Schulen an die im Rathaus der Stadt Heinsberg untergebrachten Server dar. Gemietete Leitungen hätten bei insgesamt 17 Schulstandorten eine sehr hohe monatliche Belastung bedeutet.

Da die Stadt aber bereits seit rund sieben Jahren positive Erfahrungen mit einer Richtfunkstrecke zwischen Rathaus und Feuerwehr gesammelt hatte, entschied man sich auch beim Schulprojekt für diese Technologie. Mithilfe der Mikrowellentechnik funken Antennen auf dem Rathaus zu entsprechenden Gegenstellen an den einzelnen Schulgebäuden und überbrücken dabei Entfernungen von bis zu fünf Kilometern. Einzige Voraussetzung: Sichtkontakt zwischen den Endpunkten.

Um die in Tälern gelegenen Schulstandort zu erreichen, wurden daher am Wasserturm, dem höchsten Gebäude in der Umgebung, zusätzliche Antennen installiert. Die Bandbreite liegt aktuell zwischen 50 und 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und ließe sich sogar auf bis zu 800 MBit/s erhöhen. „Die Gesamtkosten für die Richtfunk-Anlagen liegt etwa auf dem Niveau der Mietkosten für Leitungen für nur zwei Jahre“, beschreibt Bernd Beckers die enorme Kostenersparnis. „Und das bei einer deutlich höheren Bandbreite.“ Die Schulgebäude selbst wurden allesamt mit Glasfaser- und Kupferleitungen verkabelt und sind somit ebenfalls auf dem aktuellen Stand der Technik.

Perspektiven für die Schüler

Die Einführung der neuen Lösung auf Basis der H+H Schulbox ist bei den fünf weiterführenden Schulen der Stadt Heinsberg bereits abgeschlossen. Die Installation der H+H Schulbox verlief weitgehend reibungslos. „Natürlich mussten wir die Software an einige Besonderheiten der VMware-Umgebung anpassen“, weiß Mario Velte zu berichten. „Aber auch hier hat uns H+H schnell und unbürokratisch geholfen“, so Velte weiter. Diskutiert wird zur Zeit die Einführung der Schulbox an den Grundschulen, da H+H die Schulbox allen Grundschulen bundesweit kostenfrei zur Verfügung stellt – ohne Funktions- oder Lizenzeinschränkungen.

Nach Abschluss des Projekts sollen alle Heinsberger Schulen an die Server im Rathaus angeschlossen sein und von den Vorteilen der H+H Schulbox profitieren. Insgesamt werden dann über 3.300 Schüler an rund 450 Endgeräten den Computer als wichtiges Lerninstrument nutzen können. Für die nahe Zukunft sind weitere moderne Lernplattformen angedacht. So werden derzeit etwa Tablet-PCs als Unterrichtsinstrument diskutiert. „Endlich haben wir auch Schulungsräume in Klassenstärke an den Schulen“, freut sich Bernd Beckers. „Jetzt müssen sich die Schüler nicht mehr zu zweit oder zu dritt einen PC teilen.“

Die Eckpunkte des Projekts finden Sie auf der nächsten Seite.

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