Damovo-Umfrage zur Einführung von Social Media in Unternehmen

Social Media setzt richtige Kommunikationskultur und IT-Infrastruktur voraus

03.06.2011 | Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Bei der Einführung von Social-Media-Plattformen müssen Kommunikationskultur und Kommunikations-Infrastruktur berücksichtigt werden; Bild: Damovo
Bei der Einführung von Social-Media-Plattformen müssen Kommunikationskultur und Kommunikations-Infrastruktur berücksichtigt werden; Bild: Damovo

Damovo, Integrations- und Servicepartner für UCC-Lösungen, hat im April auf der Berliner Social-Media-Konferenz re:publica 200 Experten zum Thema „Social Media in Unternehmen“ befragt. 59 Prozent waren der Meinung, dass sowohl die Kommunikationskultur als auch die IT- bzw. Kommunikationsinfrastruktur bei der Planung, Umsetzung und der aktiven Nutzung von Social-Media-Plattformen eine herausragende Rolle spielt.

Bei der Auswahl der passenden Social-Media-Plattformen müsse unter anderem die Art, wie in Unternehmen kommuniziert werde, auf den Prüfstand. „Die Pflege und Förderung einer offenen Kommunikationskultur ist dabei ein entscheidender Aspekt“, sagt Carl Mühlner, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Damovo in Düsseldorf. „Dazu gehört, dass Unternehmen den intensiven Kontakt mit Kunden suchen, um zu erfahren, wie zufrieden sie mit Produkten und Services sind oder wie sie das Image des Unternehmens einschätzen. Dieser ständige Dialog nach innen und außen ist eines der zentralen Merkmale einer modernen Kommunikationskultur.“ Die Pflege einer offenen Kommunikation und die Akzeptanz geeigneter Social-Media-Kanäle würden untrennbar zusammengehören.

Hürden bei der Einführung

Erfolgreich sei die Einführung von Social Media damit aber noch lange nicht, denn es gebe eine Reihe weiterer Hindernisse. Die Befragten nannten: mangelnde Vorbildfunktion beim Einsatz durch das Top-Management (40 Prozent), fehlende Richtlinien bei der Nutzung (41 Prozent), mangelnde Kommunikation des tatsächlichen Nutzens an die Belegschaft (50 Prozent) und die allgemeine Angst der Belegschaft vor Neuem (53 Prozent). Die Position eines zentralen Verantwortlichen, der auch die organisatorischen Veränderungen im Unternehmen steuert, die durch Social Media entstehen, erscheine daher notwendig. Dies befürworteten 42 Prozent der Befragten.

Anpassung der Infrastruktur

Tatsächlich gehe es bei der erfolgreiche Einführung von Social Media in Unternehmen nicht nur um so genannte Soft Skills, sondern auch um infrastrukturelle Veränderungen. 59 Prozent der befragten Experten nannten als wichtige Voraussetzung die Anpassung der Kommunikationsinfrastruktur. Mit Social-Media-Kanälen könnten etwa Sicherheitsbedrohungen durch spezifische Viren, Malware oder sonstige Betrugsversuche entstehen. Es gebe auch Anwendungen, deren Funktionsweise intransparent sei, sodass beispielsweise nicht nachvollziehbar sei, welche Daten sie übertragen würden. Es erscheine sinnvoll, solche Applikationen vom Betrieb auszuschließen. Die IT-Sicherheit müsse also auf den Prüfstand. Auch könne der Bedarf nach erweiterten Bandbreiten entstehen, wenn etwa das Medium Video intensiv genutzt werde. Ebenso erfordere die gewünschte Einbindung bestimmter Plattformen in bestehende Unternehmensanwendungen zusätzliche Entwicklungsleistung, die abgestimmt werden müsse. „Social Media geschieht nicht nur einfach in einem Browserfenster“, warnt Mühlner. „Unerlässlich für die Integration in den unternehmensweiten Betrieb ist die genaue Überprüfung und Anpassung der bestehenden IT“.

Weitere Ergebnisse der Umfrage:

  • 88 Prozent bzw. 74 Prozent der Befragten sehen in Facebook bzw. Twitter die wichtigsten Social-Media-Kanäle für den direkten Kundendialog.
  • 57 Prozent betrachten den unternehmenseigenen Blog als geeignetes Mittel für die externe Kommunikation.
  • Für 77 Prozent der Befragten ermöglichen Social-Media-Plattformen vor allem einen direkten und schnelleren Zielgruppendialog.

„Die Erwartungen der Kunden an die Unternehmen haben sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Das Kommunikationsverhalten und die Erfahrungen mit dem Internet und den sozialen Medien übertragen sie auch auf den Dialog mit Unternehmen. Darauf müssen sich die Unternehmen mit einer geänderten Kommunikationskultur und der Nutzung neuer Kanäle, intern und extern, einstellen“, erklärt Carl Mühlner. „Für eine erfolgreiche Einführung von Social-Media-Plattformen ist eine Bestandsaufnahme der kulturellen Gegebenheiten und der IT unabdingbar. Nur wenn die Akzeptanz und die technischen Fundamente stimmen, lassen sich die Potenziale der sozialen Medien ausschöpfen.“

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