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NEC-Richtfunk-Systeme zeigen globale Ausstrahlung Richtfunknetze präsentieren sich als kostengünstiges Breitband

| Redakteur: Ulrike Ostler

Richtfunk liefert eine Verfügbarkeit der Funkverbindung von über 99 Prozent, so NEC. Der Hersteller von Funktechnik reklamiert für sich, mit 27,5 Prozent Marktanteil der Weltmarktführer zu sein. Seinen Angaben zufolge wird die Technik verstärkt für die Übertragung von Daten und Sprache genutzt. Auch deshalb bringt das Unternehmen derzeit All-IP-Lösungen heraus, die bis zu 800 Megabit übertragen können.

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NEC beansprucht, Weltmarktführer bei Richtfunksystemen zu sein, Bild: NEC
NEC beansprucht, Weltmarktführer bei Richtfunksystemen zu sein, Bild: NEC
( Archiv: Vogel Business Media )

Schon wer in Wikipedia nachschlägt, wird gewahr, dass bis zum Beginn der 90er Jahre in Deutschland fast ausschließlich Richtfunk für die Übertragung von Informationen über große Entfernungen, 100 bis 120 Kilometer, eingesetzt wurde. Die Deutsche Bundespost, Monopolist im Fernmeldebereich, baute in den 50er und 60er Jahren ein engmaschiges Netz von Fernmeldetürmen, über die Verbindungen zwischen einzelnen Vermittlungseinrichtungen hergestellt wurden.

Dabei entstanden neben dem Telefonnetz auch Richtfunkstrecken zur Verbreitung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme. Dies umfasste sowohl Verbindungen aus den Studios zu den über das Land verteilten Sendeanlagen, als auch zwischen den Funkhäusern, zum Beispiel zum Programmaustausch.

Glasfaserverbindungen jedoch setzten dieser Bedeutung ein Ende. Doch in den aufkommenden Mobilfunknetzen fanden sich zugleich neue Einsatzgebiete. Denn hier wird Richtfunk häufig, quasi als Backbone zur Anbindung einzelner Mobilfunkbasisstationen an übergeordnete Einheiten eingesetzt.

Vorteile gebündelter Wellen

Zwar sind Richtfunkstrecken anfälliger für Störungen, etwa durch starken Regen, aber auch schneller entstörbar als Mietleitungen, wenn beispielsweise Verstärker ausfällt, der sich unter der Erde befindet. Dadurch ergibt sich insgesamt eine höhere Verfügbarkeit.

Zumeist liegen die Trägerfrequenzen im Mikrowellenbereich zwischen 1 und 40 Gigahertz. Seine Bezeichnung hat der Richtfunk durch die Antennen, die eine hohe Richtwirkung aufweisen. Da Hindernisse die Sendeleistung beeinträchtigen, werden die Richtantennen auf erhöhten Standorten montiert.

Sie bündeln die zu übertragenden Daten stark, deshalb können große Distanzen bei geringer Sendeleistung überbrückt werden. Relaisstellen erlauben aber auch größere Entfernungen ohne direkte Sichtverbindung.

Außerdem ist eine Mehrfach-Nutzung des Frequenzspektrums möglich, da eine Frequenz nur in einer schmalen, räumlichen Gasse zwischen Sender und Empfänger und einer gewissen Entfernung in Senderichtung hinter dem Empfänger belegt ist.

weiter mit: Mobilfunk und Daten-Highway

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