Betriebssystem und Anwendungen für den Raspberry Pi
Mit dem Raspberry Pi lassen sich Videos in HDTV-Qualität auf Monitor oder TV präsentieren
(Bild: elements14)
Betriebssysteme für den Raspberry Pi bietet etwa die Raspberry Pi Foundation auf raspberrypi.org. Ihr favorisiertes Betriebssystem ist Raspbian wheezy. Desweiteren präsentiert die Site kostenpflichtige VC1- und MPEG-2-Codecs. Im Raspberry Pi Wiki von elinux.org finden Interessierte ebenfalls Links zu Betriebssystemen und Anwendungen.
Auch das RazDroid-Projekt, also die Portierung von Android 4.0 auf den Raspberry Pi, scheint sich der Fertigstellung zu nähern: Der Raspberry läuft, allerdings sehr langsam. Das Problem liegt an der Unterstützung von AudioFlinger, dem Audio-Subsystem von Android. Derzeit kursieren im Internet Portierungen von Android 2.3 auf den Raspberry Pi, allerdings unterstützt diese Variante keine Hardware-Beschleunigung; Filme werden nicht flüssig wiedergegeben.
Steuerungen mittels Gertboard und PiFace Digital
Duo: Das Gertboard (links) macht aus dem Raspberry Pi eine Steuer- Mess- und Regeleinheit
(Bild: RaspberryPi.org)
Gertboard (rund 34 Euro) und PiFace Digital (rund 30 Euro) sind Erweiterungskarten für den Raspberry Pi. Gertboard nutzt die General Purpose Input/Output Pins (GPIO) der Raspberry-Pi-Platine zum Anschluss für komplexere physikalische Geräte. Der Raspberry Pi wird so zum Steuerungs-, Regelungs- und Messgerät. PiFace Digital richtet sich insbesondere an Jugendliche.
Über Schraubverbindungen angeschlossene Geräte wie Motoren und Magnetspulen lassen sich steuern und einfache Sensoren und Schalter auslesen. Beide Kits sind über Farnell erhältlich. Zahlreiche weitere Boards für den Raspberry samt Beschreibung hat elinux.org zusammengetragen.
Kommunikation und Hausautomation
Wer die drahtlose Kommunikation bevorzugt, kann via USB-Wireless-DongleWiPi von Farnell (IEEE 802.11b/g/n; 2,4 GHz, rund 19 Euro) eine drahtlose Verbindung zwischen dem Raspberry und einem Netzwerk herstellen. Daten auf einen VGA-Monitor überträgt der HDMI-VGA-Adapter PiView von Farnell (rund 37 Euro). Er ermöglicht über den HDMI-Ausgang des Raspberry Pi eine direkte Verbindung zu einem VGA-Monitor.
FTDI hat das serielle UART-Konverterkabel TTL-232R-RPi (USB zu TTL; rund 20 Euro) für den Datenaustausch zwischen PC und Raspberry Pi auf den Markt gebracht. Es unterstützt Datenraten bis 3 MBit/s bei TTL-Pegeln von 3,3 V und verarbeitet alle USB-Signal- und Protokollanforderungen. Desweiteren bietet FTDI ein RPi-HUB-USB-Interface-Modul (etwa 45 Euro) mit vier USB-2.0-Anschlüssen an.
Z-Wave Aufsteckmodul: selbstständig kostengünstige und leistungsstarke Hausautomationslösungen entwickeln
(Z-Wave)
Das Mitglied der Z-Wave-AllianzZ-Wave.me hat das Kit RaZberry (rund 60 Euro) entwickelt. Aufgesteckt auf den seriellen Anschluss des Raspberry Pi lassen sich so via Z-Wave-Funkprotokoll und der Firmware Z-Way Hausautomationslösungen entwickeln. Da der Raspberry Pi so als Z-Wave-Gateway dient, und Z-Wave ein offener Funkstandard zum Schalten und Steuern von Z-Wave-Smart-Home-Komponenten ist, eröffnet es Nutzern den Zugriff auf das riesige Portfolio an Z-Wave-Hausautomationslösungen und kann so zudem die eingeschränkte Kompatibilität einzelner Marken umgehen.
Die Fangemeinde des Raspberry Pi ist groß, und Interessierte finden im Internet zahlreiche Projekte. Eines davon ist der mobile Pi-to-Go von Nathan Morgan: Nathan Morgan stattete die Raspberry-Pi-Platine mit einem Einparkhilfe-LCD für Autos aus, einer Mini-Tastatur samt Mauspad, WiFi- und Bluetooth-Dongles und einer 64 GB SSD. Strom bezieht der mobile Raspberry Pi aus einem Batteriepack. Der Clou des Projekts ist das mittels 3D-Drucker gefertigte Gehäuse. Auf seiner Site hat Nathan Morgan detaillierte Informationen für einen Nachbau sowie einen Link zu den 3D-Druckdateien für das Gehäuse zusammengestellt.
Iridis Pi: Supercomputer bestehend aus 64 Raspberry Pi und Lego-Steinen, erbaut von Professor Simon Cox von der Universität Southampton und seinem Team
(Bild: Glenn Harris)
Wer mehr Rechenleistung benötigt, sollte einen Blick auf den Iridis-Pi werfen. Professor Simon Cox von der Universität Southampton hat im Iridis-Pi 64 Raspberry Pi kombiniert; das Gehäuse besteht aus Lego-Steinen. Weitere Projekte finden Interessierte u.a. auf den Raspberry-Pi-Community-Sites von Farnell element14 und Designspark von RS Components sowie dem deutschen Raspberry-Pi-Forum und der Site Linux und Ich.
Weitere Artikel zu Raspberry Pi finden Sie auf unserem Schwesterportal ELEKTRONIKPRAXIS:
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