Huawei baut 5G Vertical Industry Accelerator

München wird Teststandort für 5G-Technologien

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Huawei geht davon aus, dass die ersten 5G-Netze ab 2020 marktreif sein werden.
Huawei geht davon aus, dass die ersten 5G-Netze ab 2020 marktreif sein werden. (Bild: scandinaviastock – Forolia.com)

Huawei baut in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsregierung, der Stadt München, der Technischen Universität München (TUM) sowie M-net den 5G Vertical Industry Accelerator (5G VIA), eine große innerstädtische Testumgebung für verschiedene Anwendungsbereiche von 5G.

Huawei plant bis 2018 rund 600 Mio. US-Dollar in die Entwicklung innovativer 5G-Technologien zu investieren. Das Münchener 5G VIA Testbed sei ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie. Bislang habe sich die weltweite Forschungsarbeit zu 5G größtenteils auf die Entwicklung generischer Konzepte für die 5G-Kommunikation konzentriert. Das 5G VIA Testbed ermögliche das Testen der entwickelten Algorithmen nicht mehr nur in Labs, sondern in einer realen Umgebung und unter spezifischen Szenarien für die vertikalen Märkte der digitalen Gesellschaft über das Jahr 2020 hinaus. Das Testbed werde mithilfe der Bayerischen Staatsregierung, der Stadt München, der TU München sowie M-net umgesetzt.

Die Bayerische Staatsregierung begrüßt den Ausbau der Testbed-Infrastruktur. Huawei werde am Standort München Spitzenforschung betreiben und sein Forschungs- und Entwicklungszentrum ständig ausbauen. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Das 5G Testbed ist für die künftige Entwicklung wichtig. Insbesondere Anwendungen im Rahmen von Industrie 4.0 brauchen eine leistungsfähige mobile Kommunikation.“

Die ersten Versuche seien im Dezember 2014 auf dem Campus von Huaweis Europäischem Forchungszentrum (ERC – European Research Center) in München durchgeführt worden. Schwerpunktmäßig habe man einige der Hauptmerkmale der neuen Wellenformen für die Luftschnittstelle bei 5G gezeigt, z.B. eine flexibel fragmentierte Frequenznutzung und eine geringere Latenzzeit. Diese würden vielfältige 5G-Anwendungsszenarien unterstützen und somit ein serviceorientiertes 5G-Funknetz ermöglichen. So werde die 5G-Technologie beispielsweise im Bereich E-Health eine wichtige Rolle in der zunehmenden Virtualisierung des Gesundheitssystems und der Stärkung der Eigenverantwortung von Patienten und Ärzten spielen. Im Kontext der jüngsten gesetzgeberischen Initiativen in Deutschland bezüglich E-Health und dem boomenden (medizinischen) Internet der Dinge planen Huawei und die TU München gemeinsame Projekte am Klinikum rechts der Isar, um den digitalen Fortschritt auch im Gesundheitswesen zu forcieren.

Das Münchener 5G VIA Testbed sei Teil der umfassenden 5G-Forschungs- und Innovationsaktivitäten von Huawei in Europa. Das Huawei ERC beteilige sich als Mitglied des europäischen Forschungskonsortiums METIS an der Entwicklung der zentralen technischen Komponenten der 5G-Mobilfunkschnittstelle. Darüber hinaus sei das Forschungszentrum aktiver Teilnehmer der EU-finanzierten Programme Horizon 2020 und Advanced 5G Infrastructure Public-Private Partnership Programme (5GPPP), in dessen Rahmen es mit großen Unternehmen aus zahlreichen vertikalen Industrien zusammenarbeitet. Das Münchner 5G VIA Testbed soll den Partnern – z.B. großen Unternehmen, KMU, Universitäten und öffentlichen Stellen – als globale Innovationsplattform dienen, um gemeinsam die Entwicklung der 5G-Technologien voranzutreiben.

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