Schulübergreifendes IT-Konzept im Landkreis Dachau

Mit Terminalserver-Technologie zu besserer Wissensvermittlung

| Autor / Redakteur: Alexander Vierschrodt / Andreas Donner

Die Realschule Markt Indersdorf im Landkreis Dachau
Die Realschule Markt Indersdorf im Landkreis Dachau (Bild: H+H Software)

Der Landkreis Dachau will an seinen Schulen optimale Lernumgebungen mit abgestimmten Lernmethoden, Lernmitteln und Lernräumen zur Verfügung stellen. Doch so heterogen die Schullandschaft des Landkreises ist, so unterschiedlich gestaltete sich bisher auch die Versorgung der einzelnen Institutionen mit Informationstechnologie.

Bereits im Jahr 2010 fasste der Landkreis Dachau mit seinen staatlichen Realschulen in Dachau und Odelzhausen, den Gymnasien in Dachau und Markt Indersdorf sowie dem Sonderpädagogischen Förderzentrum und der staatlichen Berufsschule in Dachau den Entschluss, dieser Herausforderung entschlossen entgegenzutreten und an seinen sieben Schulen mit insgesamt über 6.700 Schülerinnen und Schülern eine ausgereifte IT-Ausstattung zur Verfügung zu stellen.

Der für dieses Projekt ins Leben gerufene Arbeitskreis setzte sich einerseits zum Ziel, die bisher schwächer ausgestatteten Schulen auf ein hohes IT-Niveau zu bringen, andererseits sollte eine Homogenisierung der Ausstattung zu einer Senkung der Gesamtkosten führen. Bei der Erstellung der Konzeptentwürfe wurde klar, dass dies kein leichtes Unterfangen werden würde: So hatten mehrere Schulen bereits erfolgreich laufende Umgebungen installiert. Diese umfassten neben den üblichen Standardanwendungen auch konzeptionelle Entscheidungen wie Sicherheitslösungen und oftmals auch eine pädagogische Oberfläche, die den Lehrern den EDV-gestützten Unterricht erleichterte. Hier galt es, Überzeugungsarbeit für ein einheitliches Konzept zu leisten.

Arbeitskreis der Schulen findet schnell Konsens

Nach wenigen Arbeitskreis-Sitzungen fand bereits ein reger Austausch zwischen den teilnehmenden Systembetreuern statt, der zu einem äußerst konstruktiven Dialog führte.

Schnell einigte man sich auf Eckpunkte, um das Projekt voranzutreiben. Unter anderem fiel dabei die Entscheidung in den teilnehmenden Schulen auf Terminalserver-Technik zu setzen. Für den Landkreis ergaben sich daraus direkte Vorteile: Einerseits wird hierdurch eine effiziente Fernwartung möglich, was die lokalen Systembetreuer stark entlastet, andererseits können wesentlich günstigere Endgeräte, wie z.B. Thin Clients eingesetzt werden, was nicht nur nachhaltig zur Reduzierung der IT-Kosten beiträgt, sondern auch zu erheblichen Einsparungen bei den Energiekosten führt.

Pädagogische Oberfläche als Schlüsselbaustein

Im Anschluss an die grundsätzlichen Überlegungen stand die Feinarbeit an. Besonderer Wert wurde auf Wunsch der Lehrerinnen und Lehrer auf die Auswahl einer pädagogischen Oberfläche gelegt.

Ergänzendes zum Thema
 
Der Landkreis Dachau

Michél Wenning, Schulverwaltung des Landratsamtes Dachau
Michél Wenning, Schulverwaltung des Landratsamtes Dachau (Bild: H+H Software)

Hierzu Michél Wenning von der Schulverwaltung des Landratsamtes Dachau: „Uns war bewusst, dass die Auswahl der pädagogischen Oberfläche ein entscheidender Punkt in unserem Konzept ist. Nur wenn alle Schulen vom gewählten Produkt überzeugt sind, wird es auch umfassend genutzt. Müssten wir stattdessen unterschiedliche Lösungen zulassen, würde dies unsere Pläne zur Homogenisierung und Kostensenkung konterkarieren.“

Glücklicherweise lag die Lösung näher als gedacht: Innerhalb kürzester Zeit einigten sich alle Beteiligten auf die bereits bei zwei Schulen im Einsatz befindliche Lösung NetMan for Schools bzw. deren Schwesterprodukt H+H Schulbox.

„Uns war wichtig diesbezüglich einen Konsens zu erreichen. Die Schulen, die die Lösung der H+H Software bereits einsetzten, standen als Referenz zur Verfügung, sodass sich die anderen Systembetreuer dort von der Leistungsfähigkeit der Software überzeugen konnten. Das positive Feedback der betreffenden Lehrer beschleunigte die Entscheidung zusätzlich.“, so Michél Wenning weiter.

Erfolg führt zu wachsender Beteiligung am Projekt

Nicht alle Systembetreuer waren sofort überzeugt von der Idee, alle Schulen mit der neuen pädagogischen Oberfläche auszustatten. So war auch Bernhard Gruber vom Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau anfangs wenig begeistert von der Idee einer IT-Umstellung. Nach der Einführung der Lösung hat sich seine Einstellung jedoch geändert: „Wir waren der Umstellung zuerst sehr kritisch gegenüber gestanden, da wir bereits seit acht Jahren ein sehr zuverlässig laufendes Terminalserver-System im Einsatz, jedoch noch keine persönliche Erfahrung mit NetMan for Schools hatten. Mittlerweile kann ich aber sagen, dass es eine tolle Lösung mit sehr vielen Möglichkeiten ist, die sicherlich schnell bei Lehrern und Schülern die volle Akzeptanz finden wird.“

Heute beteiligen sich bereits sieben Schulen mit über 1.000 Arbeitsstationen an dem Projekt, das mittlerweile auch überregionales Interesse weckt. Neben der Vereinfachung des Supports profitiert der Landkreis damit von günstigen Rahmenverträgen, die nur durch die größere Einkaufsmenge möglich wurden und so zur Kostensenkung beitragen.

Doch auch die Schulen profitieren von diesen Kostensenkungen und der damit verbundenen Möglichkeit, neue Wege in der Schul-IT zu beschreiten. So haben die beteiligten Schulen beispielsweise die Möglichkeit, Heimarbeitsplätze mit einem speziell abgesicherten Zugang zum Schulnetz einrichten zu lassen, sodass Schulleitung und Lehrerinnen und Lehrer jederzeit auf das Schulnetz zugreifen können.

Ein weiterer Punkt, der im Rahmen des Projekts realisiert werden soll, ist die Sicherstellung der lizenzrechtlichen Compliance. Während dieses Thema bei vielen Schulsachaufwandsträgern noch sehr stiefmütterlich behandelt wird, ist man sich im Landkreis Dachau durchaus der Tragweite von Lizenzrechtsverletzungen bewusst. „Wir als Sachaufwandsträger sind verantwortlich dafür, dass an den Schulen nur korrekt lizenzierte Software eingesetzt wird und können ggf. dafür haftbar gemacht werden.“, so Michél Wenning.

Bis zu 25% geringere Kosten – schnelle Amortisierung

Der Landkreis Dachau zieht ein positives Fazit: Mit der Homogenisierung und der Konsolidierung auf einen einzigen Dienstleister konnten bereits erste Einsparungen realisiert werden. Auch wenn die Amortisierung der getätigten Investitionen noch drei bis vier Jahre dauert, rechnet man allein bei den Wartungskosten mittelfristig mit einer Kostensenkung von über 25% – bei einem deutlich verbesserten Ausstattungsstandard der Schulen.

Alexander Vierschrodt, H+H Software
Alexander Vierschrodt, H+H Software (Bild: H+H Software)

Aber auch kurzfristig konnten bereits Einsparungen realisiert werden: Durch die Umstellung auf NetMan for Schools war die Ausstattung mit neuen Endgeräten in diesem Bereich noch nicht notwendig, sodass in zwei Schulen bereits Hardware-Beschaffungen im Wert von über 30.000 € für andere Medientechnik eingesetzt werden konnte, ohne dass es zu Leistungseinbußen kommt.

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