Unternehmens-Netzwerke werden zunehmend komplexer und vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels ist es nicht trivial, neben den täglichen Aufgaben noch ein eigenes physisches Netzwerk aufzubauen, flexibel zu skalieren, zu betreiben und abzuhärten. Mithilfe von externen Experten und Network-as-a-Service-Lösungen (NaaS), entfällt für Unternehmen jedoch die Notwendigkeit, sich selbst um die dynamische Netzentwicklung sowie den Betrieb zu kümmern.
Network as a Service (NaaS) verbindet Unternehmen mit flexiblen, skalierbaren und sicheren Netzwerklösungen – überall und jederzeit verfügbar.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Wer heute in einem Unternehmen arbeitet oder Dienstleistungen in Anspruch nimmt, sitzt nicht unbedingt im Büro. Egal ob im Homeoffice, im Zug, auf Geschäftsreise oder auf einer Konferenz – Nutzer wie Mitarbeiter müssen von überall aus Zugriff auf die Netzwerk-Services eines Unternehmens haben. Zudem gilt es, die verschiedenen Standorte effizient miteinander zu vernetzen. Das erfordert hohe Bandbreiten, eine flexible Skalierung sowie eine starke Cybersecurity über eine komplexe hybride IT- und Cloud-Infrastruktur hinweg.
IT-Verantwortliche in den Unternehmen stehen dementsprechend vor der Herausforderung, das Netzwerk zu modernisieren und stets flexibel nach den aktuellen Anforderungen weiterzuentwickeln. Doch das kostet Zeit, die an anderer Stelle fehlt, und bindet Fachkräfte, die schwer zu finden sind. Ganz zu schweigen davon, dass oftmals harte Budgetbegrenzungen die möglichen Maßnahmen massiv einschränken. Traditionelle, statische Netzwerk-Modelle sind für die wachsenden Anforderungen dieser Digitalisierung dabei nicht agil genug.
Um den eigenen dynamischen Geschäftszielen in einer zeitgleich zunehmend komplexer werdenden IT-Infrastruktur gerecht zu werden, brauchen Unternehmen Netzwerk-Services, die flexibel wachsen können und dabei gleichzeitig stabile Performance bieten. Sie sollten zudem ein hohes Maß an Standardisierung und Automatisierung aufweisen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Weitere essenzielle Faktoren sind Hochverfügbarkeit, um Service-Stopps und Produktionsunterbrechungen zu vermeiden, sowie eine wirksame Cyber-Absicherung über alle Domänen hinweg. Das Konzept von Network-as-a-Service (NaaS) bietet überzeugende Antworten auf alle diese Anforderungen.
Was ist NaaS – Network-as-a-Service?
Network-as-a-Service (NaaS) ist ein Managed Service, der Hardware, Software, Verwaltung und Betrieb der Netzwerkinfrastruktur umfasst. Netzwerkdienste werden virtuell über das Internet oder on Premises bereitgestellt. Unternehmen zahlen im Pay-per-X-Modell nur für die Ressourcen, die sie tatsächlich nutzen. Sie beziehen Konnektivität und Technologie als Dienstleistung im Abo-Modell und profitieren von ähnlicher Flexibilität und Skalierbarkeit wie bei einem Cloud Service. Trotzdem behalten die Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten: In einem browserbasierten, zentralen Dashboard sehen die Verantwortlichen alle Informationen zum Beispiel zum LAN-, WLAN- und SD-WAN-Status.
Ein typischer Anwendungsfall von NaaS ist die Vernetzung von Unternehmen mit mehreren Standorten, um sichere und effiziente Remote-Arbeit zu ermöglichen. Ebenfalls dient NaaS als Grundlage für temporäre Netzwerke wie sie bei Konzert-Veranstaltungen und Kongressen benötigt werden. Die Anschlüsse lassen sich einfach einrichten und anschließend wieder deaktivieren.
Was muss Network-as-a-Service heute noch leisten?
Doch um die Vorteile und das Potenzial von NaaS voll auszuschöpfen, braucht es einen kundenindividuellen Managed-Service-Ansatz, der zudem Flexibilität und moderne Cybersecurity-Möglichkeiten einbezieht. Externe Partner unterstützen hierbei und entlasten dabei gleichzeitig die interne IT-Abteilung.
Um die heutigen Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur zu erfüllen, diversifizieren Anbieter wie Axians fortlaufend ihr Portfolio und bieten für kundenspezifische Use Cases innerhalb des NaaS-Services weitere Services an:
1. Effiziente Zweigstellenanbindung mit SD-WAN as a Service
Viele Unternehmen haben die Herausforderung, Zweigstellen effizient an ihr Netzwerk anzubinden. SD-WAN as a Service (Software-Defined Wide Area Network) entkoppelt Netzwerkfunktionen von der darunter liegenden Infrastruktur und gestaltet das Netzwerk so flexibler, kostengünstiger und sorgt für eine verbesserte Nutzererfahrung. Mithilfe eines leistungsfähigen, durchgängig gemanagten SD-WAN werden Unternehmen unabhängig von Topologien, Anbindungen und Access-Providern. Weiterhin lässt sich die Komplexität der Datennetze deutlich reduzieren, was deren Verwaltung erleichtert. Ergänzend zum bestehenden SD-WAN-Angebot können Unternehmen im Bereich Cyber Security auch SASE as a Service beziehen. SASE wird relevant, wenn Remote-Mitarbeitende oder Partner ebenfalls auf die Server oder das Netzwerk zugreifen sollen.
2. 5G-Campusnetze für weitflächige Industrie-Areale
Auf großen Werksgeländen und beispielsweise in Bereichen mit viel Stahl verliert WLAN an Leistung. Hier sind 5G-Campusnetze ideal. Nur wenige Antennen sind nötig, um die Netzwerkabdeckung für das gesamte Gelände sicherzustellen. Mit Datenübertragungsraten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde und einer Latenz von weniger als einer Millisekunde eröffnet der neue Mobilfunkstandard gerade im industriellen Umfeld neue Möglichkeiten. Wenn eine Maschine zum Beispiel durch die Werkshalle fährt, ermöglicht die Mobilfunktechnik durchgängig eine Datenübertragung mit minimaler Latenz und optimalem Übergang zwischen den Zellen, ohne dass es zu Unterbrechungen kommt. Durch das „As a Service“-Konzept werden Unternehmen bei der Planung, der Einrichtung und der Wartung entlastet.
Stand: 08.12.2025
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3. Datenzentrum als Rückgrat für Geschäftsprozesse
Das Data Center bildet die IT-Basis für alle Geschäftsprozesse. Hier werden die Daten, also die „Kronjuwelen“ eines Unternehmens gespeichert und verwaltet. Mit Datacenter as a Service erhalten Unternehmen Zugriff auf hochverfügbare, stabile Datenzentren, die sich agil an die wechselnden Anforderungen anpassen. Mit dem flexiblen Pay-per-X-Modell profitieren dabei insbesondere Mittelständler von einer hohen Kostenkontrolle.
In drei Schritten zum standardisierten Netzwerk
Eine hohe Standardisierungs-Rate des Netzwerks ist unerlässlich, um Effizienz, Kosteneffektivität und hohe Prozesssicherheit zu gewährleisten. In Kombination mit einem individuellen Kundenansatz lassen sich dabei Flexibilität und Skalierbarkeit sichern.
Um eine NaaS-Lösung zu implementieren, die die Vorteile von Standardisierung realisiert und gleichzeitig individuell auf die Kundenbedürfnisse eingeht, braucht es drei Phasen:
1. Plan: Die Spezialisten entwickeln in Zusammenarbeit mit dem Kunden die optimale standardisierte Netzwerkumgebung – auf der Grundlage von Best Practices und den Anforderungen des Unternehmens.
2. Build: Die entwickelten Netzwerkprofile setzen die Experten in technische und funktionale Standards um. Die Basis der gesamten Netzwerkinfrastruktur erfährt ein Update. Dabei arbeiten die externen Mitarbeiter eng mit der internen IT-Abteilung zusammen. Im nächsten Schritt wird dann die alte Hardware durch neue ersetzt sowie konfiguriert und getestet. Anschließend aktiviert der externe Partner gemeinsam mit den internen IT-Verantwortlichen das neue System und übernimmt von jetzt an den Betrieb und das Management.
3. Run: Auch nach der Implementation stehen die externen Spezialisten in beratender Weise zur Verfügung. Die Techniker und Berater am Servicedesk verfügen über jahrelange Erfahrung sowie alle relevanten Zertifizierungen.
Fazit: NaaS – Die Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft
Christoph Bünnemeyer.
(Bild: Axians)
Oliver Schnau.
(Bild: Axians)
Unternehmen müssen sich von klassischen, statischen IT-Modellen verabschieden. Moderne hybride Architekturen erfordern aufgrund ihrer hohen Komplexität eine flexible und skalierbare Infrastruktur und diese lässt sich am besten mit Network-as-a-Service realisieren. Spezialisten wie Axians stellen dabei die nötige Netzwerkhardware und Software bereit, sie kümmern sich um den Betrieb und sorgen für die Hochverfügbarkeit und Sicherheit. Das Unternehmen profitiert auf diese Weise von neuester Technologie, optimaler Performance und entlastet zudem das interne IT-Team. Ähnlich wie bei einem Cloud Service können die Kunden bei NaaS Ressourcen flexibel skalieren und zahlen im Pay-per-X-Modell nutzungsbasiert nur das, was sie auch tatsächlich nutzen. So erhalten sie einen individuell auf sie zugeschnittenen Service und maximale Leistung sowie Transparenz.