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Per M2M können Heizungsanlagen sprechen Marcant stellt Funk-VPN für die Maschinenkommunikation vor

| Redakteur: Ulrike Ostler

Damit Heizungsanlagen möglichst effizient und kostengünstig arbeiten, sollten sie aus der Ferne überwacht und bedient werden können. Dieser Ansicht ist offenbar Viessmann, Hersteller von Heiztechnik-Systemen. Er setzt auf eine Datenlösung von Vodafone und Marcant. Die Marcant GmbH stellt ihr Produkt „VPN-to-machine“ nun auf dem IUK-Tag in Nordrhein-Westfalen vor.

Heizungsbauer Viessmann setzt VPN-Technik von Marcant ein, Bild: Viessmann.
Heizungsbauer Viessmann setzt VPN-Technik von Marcant ein, Bild: Viessmann.
( Archiv: Vogel Business Media )

Um Heizungsanlagen von Viessmann aus der Ferne überwachen zu können, muss vor Ort ein kompaktes GPRS-Funkmodul (GPRS = General Packet Radio Service) montiert werden. In diesem befindet sich eine Datenkarte von Vodafone, die ausschließlich für diese Anwendung nutzbar ist.

Da Endgeräte im paketvermittelten GPRS-Netz von Vodafone standardmäßig nicht von außen angesteuert werden können, setzt Viessmann eine Lösung des Applikationspartners Marcant ein. Diese erlaubt es, dass die Viessmann-Module eine feste IP-Adressen in einem eigens eingerichteten IP-VPN zugewiesen bekommen.

Somit können sie im Netz eindeutig identifiziert werden. Die Verbindungen werden verschlüsselt und Authentifizierungsverfahren sorgen für zusätzliche Sicherheit. Die Bedienung der Anwendung erfolgt über das eigens entwickelte Webportal.

Thomas Koesling, Vertriebsleiter bei Vodafone, sagt: „Dies ist ein gutes Beispiel für den Einsatz der so genannten Machine-to-Machine-Kommunikation. Diese Anwendungen werden immer wichtiger, um technische Systeme aus der Ferne zu steuern, zu überwachen oder zu regeln.“ Dadurch lasse sich zum Beispiel der Kundendienst verbessern und die Produktivität von mobilen Servicekräften erhöhen.

Vorteile des Funk-VPN für Maschinen

M2M erlaubt, mit Maschinen, Reglern und Automaten zu kommunizieren. Im Anlagen- und Maschinenbau kann der Hersteller mit VPN to Machine direkt auf die von ihm produzierten Maschinen zugreifen, selbst wenn diese bereits im Netz des Kunden installiert ist, so der Anbieter.

Zu den weiteren Vorteilen zählt Marcant Folgendes:

  • Standortunabhängige Überwachung über das Mobilfunknetz
  • Bidirektionaler Zugriff durch VPN
  • Sicherheit durch direkte Anbindung an das Vodafone-Netz (privates Netz)
  • Steuerung des Monitorings und Trackings
  • Integriertes zentrales Management möglich
  • M2M-Applikationen sind always on
  • Optimierung von Prozessabläufen
  • Gleicher Softwarestand auf allen Clients
  • Schnellere Reaktionszeiten bei Störungen und Antizipation von Störungen
  • Geringe Infrastrukturanforderung (GPRS)
  • Kostensenkungspotentiale
  • VPN-to-Machine bietet sowohl als Einzelgeräteansteuerung als auch als Mehrgeräteansteuerung zahlreiche Einsatzmöglichkeiten zur Optimierung von Prozessabläufen innerhalb eines Unternehmens.

Vorstellung des Systems:

Im Rahmen eines Innovationsforums stellt Marcant die VPN-Anwendung auf dem Tag der Informations- und Kommunikationswirtschaft Nordrhein-Westfalen vor. Die Veranstaltung findet erstmals am 16. November im „red dot design museum“ auf dem Gelände des Essener Weltkulturerbes „Zeche Zollverein“ statt. Das Motto des vom Dortmunder Forschungsinstituts für Telekommunikation (FTK e.V.) organisierten Ereignisses lautet „Information und Networking“.

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