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Performancegewinn und Anwendungskontrolle per LCOS-Update Lancom rüstet SD-WAN-Funktionen nach

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Lancom kündigt SD-WAN-Funktionen für die eigenen VPN-Router und -Gateways an. Das jetzt verfügbare Firmwareupdate auf LCOS 10.30 umfasst Application Routing und Layer-7-Applikationskontrolle; weitere Optimierungsfunktionen sollen ab Herbst folgen.

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Die Firmware-Updates sollen in Kombination mit der Lancom Management Cloud (LMC) greifen.
Die Firmware-Updates sollen in Kombination mit der Lancom Management Cloud (LMC) greifen.
(Bild: Lancom)

Mit dem jüngsten Firmwareupdate will Lancom nach eigenem Bekunden den Trend zu Software-Defined WANs (SD-WAN) adressieren. Konkret solle die nun für VPN-Router und -Gateways verfügbare Software LCOS 10.30 zusätzliche Leistungsmerkmale für hoch performante SD-WANs mitbringen, die in Kombination mit der Lancom Management Cloud (LMC) greifen.

Das beinhaltet...

  • Ein SD-WAN Application Routing, bei dem Filialen direkt per Internet auf Cloud-Anwendungen zugreifen. Die „Local Breakouts“ sollen für deutliche Performance-Gewinne sorgen und zugleich die VPN-Strecke zur Unternehmenszentrale entlasten.
  • Eine Layer-7-Applikationskontrolle, dank der Unternehmen die Nutzung lokaler Anwendungen priorisieren, limitieren oder komplett blockieren können. Damit lasse sich CRM-Anwendungen etwa Vorrang gegenüber weniger kritischen Diensten gewähren.

Ab Herbst 2019 will Lancom schrittweise weitere Optimierungsfunktionen liefern, darunter:

  • Dynamic Path Selection: Anwendungen sollen dabei über die jeweils beste und stabilste Verbindung geroutet werden. Dabei denkt der Anbieter etwa an Echtzeitanwendungen wie Telefonie oder Videokonferenzen, die bei einer DSL-Leitungsstörung zeitweise über Alternativverbindungen wie LTE umgeleitet werden.
  • SD-WAN VPN Large Scale Acceleration: Hiermit will Lancom deutlich effizientere Netzstrukturen realisieren. Sei bislang für jeden virtuellen Kontext ein eigener VPN-Tunnel nötig gewesen, sollen diese künftig innerhalb eines einzigen Tunnels virtualisiert werden. Bei einem großflächigen DSL-Ausfall oder Stromausfall im Rechenzentrum müsse damit nur noch ein VPN-Tunnel neu aufgebaut werden. Das beschleunige ein Disaster Recovery insbesondere in großen Netzen mit mehreren Tausend Standorten massiv.

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