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Netzwerktrend „Network as a Service“ KI soll NaaS auf das nächste Level bringen

Von Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner 3 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt rasant an Bedeutung und eröffnet neue Möglichkeiten in zahlreichen Bereichen unseres Lebens und Arbeitens. Besonders im Unternehmensumfeld und hier etwa im Bereich „Network as a Service“ (NaaS) zeige sich ihr enormes Potenzial. Hier sorge KI nicht nur für mehr Effizienz, sondern verstärke auch die Vorteile des NaaS-Modells erheblich, ist sich CommScope sicher.

Bei CommScope ist man sich sicher: Der Einsatz von KI wird die Verbreitung und den Einsatz von Network as a Service beflügeln.(Bild:  The Little Hut - stock.adobe.com / KI-generiert)
Bei CommScope ist man sich sicher: Der Einsatz von KI wird die Verbreitung und den Einsatz von Network as a Service beflügeln.
(Bild: The Little Hut - stock.adobe.com / KI-generiert)

Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt in vielen Bereichen unseres Privat- und Berufslebens an Bedeutung. Die Anwendungsbeispiele sind vielseitig und so langsam wird klar, wo die großen Errungenschaften liegen und wo KI nur gehypt wird.

Ein Bereich, in dem wir aktuell eine echte KI-gestützte Revolution erlebten, sei der Einsatz von Network as a Service (NaaS) in Unternehmensnetzwerken – ist man sich beim US-amerikanischen Netzwerkinfrastruktur-Anbieter CommScope sicher. KI sei hier viel mehr als nur eine weitere Funktion, genauer gesagt vervielfache es die Vorteile des NaaS-Modells und treibe die NaaS-Implementierung in einer Reihe von Branchen voran, meint Tim Dyer, VP Networking, Intelligent Cellular and Security Solutions, von CommScope.

Network as a Service (NaaS) sei im Wesentlichen ein von Dritten bereitgestelltes und verwaltetes Netzwerk. Beim NaaS-Modell überwache, verwalte und optimiere der Anbieter das Netzwerk des Unternehmens aus der Ferne über das Internet und könne sogar potentielle Hardware vor Ort ersetzen.

NaaS sorge für einen denkwürdigen Wandel, weg von einem netzwerkorientierten Ansatz hin zu einem stärkeren Fokus auf die Nutzerzufriedenheit, wobei Service Level Agreements (SLAs), die einzige Messgröße für Nutzererfahrung im Netzwerk, noch mehr an Bedeutung gewinne.

Dieses Geschäftsmodell sei im Vergleich zur Unterhaltung einer großen internen IT-Abteilung und Netzwerkhardware wirtschaftlicher und dennoch sicher, da Anbieter Sicherheitsdienste auf der Netzwerkebene integrierten. NaaS-Umgebungen seine flexibel und skalierbar – die Erweiterung von Kapazitäten sei ähnlich einfach, wie die Anpassung eines Serviceplans, so CommScope weiter.

Doch trotz all dieser Vorteile sei die Akzeptanz von NaaS noch relativ gering, was unter anderem daran liege, dass es schwierig sei, mit kleinen IT-Teams granulare Kontrolle des Netzwerks sicherzustellen und Einblicke zu gewinnen. Die Zurückhaltung nehme jedoch ab, und ABI Research schätzt, dass bis 2030 über 90 Prozent der Unternehmen mindestens 25 Prozent ihrer Netzwerkdienste über das neue nutzungsbasierte Model NaaS abwickeln werden.

KI beflügelt NaaS

Neu verfügbare KI-Integrationen böten Schnittstellen mit natürlicher Sprachverarbeitung, die IT-Teams zielgerichtet bei der Netzwerkverwaltung unterstützen könnten. Selbst Junior-IT-Mitarbeiter könnten so Ergebnisse auf Expertenniveau liefern, wenn sie von einer leistungsfähigen KI unterstützt würden. Neueste KI-Integrationen für Netzwerke könnten sogar Ansprüche erkennen und daraus die entsprechenden Anforderungen an das Netzwerk ableiten und Änderungen automatisch vornehmen.

KI-gestütztes NaaS treibe auch die Entwicklung digitaler Simulationen von Netzwerken voran. Dadurch könnten unzählige Netzwerkänderungen imitiert werden, um mögliche Effizienzsteigerungen zu entdecken. Dennoch böte KI keine Lösung, die von Anfang an perfekt funktioniere. Eigenheiten, die in generativen KI-Interaktionen auftreten können, seien ein reales Phänomen. Auch wenn sich die Technologie ständig weiterentwickle, müssten NaaS-KI-Lösungen letztlich der menschlichen Kontrolle und Beurteilung unterliegen. Aktuell könne keine KI eine menschliche Entscheidungsfindungskette ersetzen. Mit der Zeit und durch Training verbessere die KI jedoch ihre Genauigkeit und könne IT-Teams spürbar entlasten.

KI kann laut CommScope in der Netzwerkverwaltung auf zwei Arten eingesetzt werden:

  • Generative KI (GenAI): Nutzt gesammelte Daten, um Mitarbeiteranfragen in natürlicher Sprache zu beantworten. Diese Schnittstelle ist transparent, und GenAI gibt Empfehlungen ebenfalls in intuitiver Sprache an die menschlichen User weiter.
  • KI-gestütztes Remote-Monitoring und -Management (RMM): Weniger transparent, aber proaktiver bei der Abgabe von Empfehlungen. RMM entwickelt ein tiefes Verständnis der Netzwerkparameter und spürt potenzielle Probleme auf, bevor sie auftreten.

Die Einblicke, die aus diesen beiden Ansätzen – menschlich initiiert und KI-initiiert – gewonnen werden könnten, ermöglichten es auch einem IT-Team mit begrenzten Ressourcen, Netzwerkproblemen einen Schritt voraus zu sein. Teams müssten allerdings zunächst lernen, den Erkenntnissen und Empfehlungen von KI in einer NaaS-Umgebung zu vertrauen. Bei der Interaktion ginge es nicht nur darum, die Ergebnisse von KI richtig zu interpretieren, sondern auch darum, die richtigen Fragen zu stellen. Dieser Vertrauensaufbau sei ähnlich wichtig wie der Aufbau von Vertrauen zu einem wichtigen Mitarbeiter.

Richtig genutzt seien die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung durch KI-Integration in NaaS vielfältig und reichten von proaktiver RMM-Fehlerbehebung bis hin zur digitalen Simulation von Netzwerken. IT-Teams würden dank fortschrittlicher KI-Toolkits zukünftig wesentlich produktiver arbeiten können, so CommScope.

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