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IP-PBX-Varianten

Generell stellt Kerio Operator Verbindungen zum öffentlichen Telefonnetz über SIP-Trunks, T1/E1- oder Euro-ISDN-Anschlüsse her. Kerio unterstützt dabei mehrere PSTN-Verbindungen gleichzeitig, sodass Unternehmen leicht von ihren herkömmlichen Telefonsystemen zu Kerio Operator migrieren können.
Allerdings gibt es für die unterschiedlichen Ansprüche verschiedene Varianten des Produkts. Das Produkt ist als Software-Appliance mit einem vom Hersteller gehärteten Linux sowie als virtuelle Appliance für VMware erhältlich. Dies ermöglicht den Einsatz des Produkts auf Standard-PC-Hardware.

Weiterhin ist die IP-TK-Anlage als Hardware-Appliance unter der Bezeichnung „Kerio Operator Box“ in ausgewählten Ländern und in zwei Ausführungen verfügbar: Das Einstiegsmodell „1210“ unterstützt bis zu 40 gleichzeitige Anrufe und verfügt über vier Gigabyte Speicher für Voice-Mails. Das Stand-alone-Produkt besitzt die Maße 172 x 195 x 44 Millimeter und eine Leistungsaufnahme von 60 Watt.

„Kerio Operator Box 3210“ hingegen ist mit 19 Zoll ein einbaufähiges Gerät. Es findet somit in einem Rack auf einer Höheneinheit Platz und ermöglicht 150 gleichzeitige Anrufe. Zudem kann die Anlage mit einer Digium-Karte TE122 T1/E1 oder Digium B410 Euro-ISDN bestellt werden.
Warum Hardware?
Nutzen Kunden die reine Softwarevariante und SIP-Trunk, beispielsweise von Vodafone oder Sipgate, können sie die VoIP-Verbindungen ebenfalls um ISDN- und T1- Anschlüsse erweitern.
Fax-Funktionen fehlen in der IP-PBX von Kerio. Allerdings lassen sich Fax-Geräte an die Anlage anschließen.
Für Kerio ist die VoIP-Anlage nicht nur eine Erweiterung der Produktpalette. Es ist auch das erste Mal, dass der Hersteller ein Produkt direkt als Hardware auf den Markt bringt. „Das ist für uns ein großer Schritt“, sagt Vertriebschef Stubbe.
Die Anforderung für die Erstellung eines solchen Produkts hätten die Vertriebspartner geliefert – rund 700 Händler und Distributoren laut Kerio.
Die Markteinführung neuer Hardware ist insofern bemerkenswert, als der Trend in Richtung reiner Software, Service und Virtualisierung zeigt. Doch die Virtualisierung von Telefonie sei „nicht so leicht“, sagt Stubbe. Zum Beispiel sorgten Latenzen immer wieder für Probleme.
Allerdings ist die IP-PBX nicht das allererste Gerät aus dem Hause Kerio. Seit dem vergangenen Dezember verkauft der Hersteller auch die „Kerio Control Box“, ein UTM-Produkt, in zwei Hardware-Modellen, für 20 und für 40 Nutzer.
Preise und Verfügbarkeit
Die Preise für Kerio Operator beginnen bei 480 Euro für eine Fünf-Nutzer-Server-Lizenz. Die Kerio Operator Box 1210 mit einer 20-Nutzer-Lizenz ist für 1.600 Euro erhältlich. 3210er Box ist für 40 Nutzer zu 2.400 Euro zu bekommen. Zusätzliche Benutzerlizenzen kosten den Fachhandel 19 pro Nutzer und sind als Erweiterungspakete für je 5 Nutzer erhältlich.
Wer Kerio Operator in Augenschein nehmen will, kann das Produkt zur CeBIT 2011, die vom 1. bis 5. März in Hannover stattfindet, auf dem Stand A20 von Brainworks in Halle 2 begutachten.
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