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Automatisierung, Analyse, KI und Cloud Juniper setzt auf Mist, Contrail Insights und KI

| Autor / Redakteur: M.A. Sylvia Lösel / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Analyse- und Managementplattformen sind aus dem Netzwerkbetrieb nicht mehr wegzudenken. Dank KI und Cloud stehen vielfältige neue Möglichkeiten zur Überwachung und Problembehebung zur Verfügung. Juniper hat sein Portfolio nun um die KI-Funktionen von Mist erweitert.

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Das „selbstfahrende“ Netzwerk soll Realität werden, wenn es nach Juniper geht.
Das „selbstfahrende“ Netzwerk soll Realität werden, wenn es nach Juniper geht.
(Bild: kinwun - stock.adobe.com)

Die Übernahme des WLAN- und KI-Experten Mist Anfang des Jahres führt bei Juniper nun zu einigen Neuerungen auf der Produktseite. Denn mit intelligenten Tools will der Hersteller am wachsenden Cloud-Markt ordentlich partizipieren. IDC prognostiziert ein Anwachsen der Cloud-Ausgaben von 229 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf 500 Milliarden in 2023.

KI vereinfacht Netzwerkbetrieb

Dank der KI-Engine sowie der Microservices-Cloud von Mist wird das Netzwerk zunehmend autonom. Juniper hat nun mit Wired Assurance Service und Marvis Actions zwei neue Komponenten auf den Markt gebracht, die die Entwicklung in diese Richtung vorantreiben – sowohl für kabelgebundene als auch für drahtlose Netzwerke.

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Mist Systems

Mist Systems, ein Juniper Networks Unternehmen, hat sich auf KI-gesteuerte IT spezialisiert. Das Mist Learning WLAN macht Wi-Fi vorhersehbar, zuverlässig und messbar, indem es zeitraubende manuelle IT-Aufgaben durch proaktive Automatisierung ersetzt. Darüber hinaus bringt Mist Enterprise-Class Wi-Fi, BLE und IoT zusammen. Damit lassen sich personalisierte, ortsbezogene drahtlose Dienste bereitstellen, ohne batteriebetriebene Beacons zu benötigen. Alle Vorgänge werden über die Cloud-Architektur von Mist verwaltet.

„Der Schlüssel zum Erfolg im heutigen Netzwerkbetrieb – gemessen an reduzierten Betriebskosten, gesteigerter Mitarbeiterproduktivität, zuverlässiger Netzwerkleistung, einheitlichem kabelgebundenem und kabellosem Management – besteht darin, Fortschritte in die Management-Technologien zu integrieren. Mist und Juniper wenden für ihre skalierbare Cloud-basierte Plattform fortschrittliche KI-, Machine Learning-, Automatisierungs- und sogar natürliche Sprachfähigkeiten an. Die bedeutet, dass das Self-Driving Network endlich da ist,“ gibt Craig Mathias, Principal der Farpoint Group eine Einschätzung ab.

Der neue Cloud-Abo-Dienst mit dem sperrigen Namen Mist Wired Assurance Service transportiert die Messdaten der Junos Switches in die Cloud und dort zur KI-Engine, die diese analysiert. Das hilft im Bedarfsfall die Reparaturzeiten kurz zu halten, die Abläufe zu vereinfachen und für eine bessere Transparenz zu sorgen. Weitere Vorteile für die IT-Verantwortlichen sind:

  • anpassbare Servicelevel hinsichtlich der Leistungsmessung von IoT-Endpunkten
  • Anomalie-Erkennung und Benachrichtigung der Administratoren bei Auffälligkeiten
  • sprachgesteuerte Fragestellungen
  • automatisierte Gegenmaßnahmen nach Identifizierung von Fehlerursachen

Für mehr Übersicht sorgt das neue Dashboard der KI-Engine Marvis, auf dem Analysen und empfohlene Maßnahmen bei Problemen im Netzwerk angezeigt werden. Auch Switches von Drittanbietern können dort eingebunden werden.

Contrail Insights

Für Private-Cloud-Rechenzentren bietet Juniper nun mit Contrail Insights ebenfalls ein Dashboard an, das die Vorgänge in der Netzwerk- und Server-Landschaft sowie der Workloads darstellt. Zu den neuen Funktionen gehören:

  • Historische und Echtzeitdaten mit Blick auf das gesamte Rechenzentrum und Lokalisierung von Problemen
  • Fehlersuche und -analyse: Reduktion von Netzwerküberlastungen und Ressourcenkonflikten
  • Overlay- und Underlay-Korrelation: durch Abbildung der virtuellen Workload-Infrastruktur kann bis auf die physische Ebene Ursachenforschung betrieben werden

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Über den Autor

M.A. Sylvia Lösel

M.A. Sylvia Lösel

Chef vom Dienst (Online), Redakteur/Editor