Baden-Württemberg fördert Projekt für Strahlungsminimierung

Insel Mainau testet WLAN-Alternative

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Bei der optischen Freistrahlkommunikation kommen Datensignale direkt aus der Deckenlampe. Als Rückkanal kann beispielsweise eine Infrarotverbindung dienen.
Bei der optischen Freistrahlkommunikation kommen Datensignale direkt aus der Deckenlampe. Als Rückkanal kann beispielsweise eine Infrarotverbindung dienen. (Bild: HHI)

Unter realen Bedingungen will das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) jetzt die optische WLAN-Alternative Visible Light Communication testen. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Dass drahtlose Netze nicht zwingend mit Funk arbeiten müssen, hatte das HHI bereits 2013 demonstriert. Jetzt wollen die Forscher das Konzept der optischen Freistrahlkommunikation (Visible Light Communication, VLC) weiter unter realen Bedingungen auf der Insel Mainau erproben.

Dafür soll ein vorhandener Konferenzraum schrittweise mit der Technik ausgerüstet werden. Gefördert werde das Vorhaben vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Die Idee für das Projekt stammt von der Initiative BodenseeMobilfunk, die sich dem Thema „Strahlungsminimierung“ verschrieben hat.

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17.04.13 - Mit sichtbarem Licht aus Deckenlampen oder Straßenlaternen will das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) bis zu drei Gbit/s übertragen. Auf der Fiber Optics Expo 2013 wurde das System jetzt vorgeführt. lesen

Als Sendeeinheiten fungieren bei VLC handelsübliche LEDs, auf deren Licht ein Datensignal aufmoduliert wird. Pro Lichtfarbe sind Bandbreiten bis zu einem Gbit/s möglich; das Flackern der Leuchtdioden soll für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sein.

Fraunhofer HHI-Projektleiter Dr. Anagnostis Paraskevopoulos kommentiert: „Die VLC-Technologie ist ein sehr interessanter Alternativansatz für die Vermeidung der zunehmenden Strahlungsbelastung, ohne auf den drahtlosen Austausch von hohen Datenmengen verzichten zu müssen. Für das Fraunhofer HHI ist die Erprobung der Technologie in einer realen Umgebung von großer Bedeutung. Die damit gewonnenen Erkenntnisse können sowohl zu einer zielorientierten Parameteroptimierung führen, wie auch die Vorentwicklung vorantreiben, um zusammen mit potenziellen Industriepartnern, beispielsweise aus der Beleuchtungsindustrie, innovative Produkte zu entwickeln.“

Details zum Projekt und der zugrunde liegenden Technik gibt es direkt beim Fraunhofer HHI.

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