IP-Insider-Workshop: Nagios für Einsteiger

In wenigen Schritten zum Nagios-Server für die Netzwerküberwachung

09.09.2011 | Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Mit ein wenig Grundwissen lassen sich auch im komplexen Nagios schnell Ergebnisse erzielen
Mit ein wenig Grundwissen lassen sich auch im komplexen Nagios schnell Ergebnisse erzielen

Mit Nagios können Administratoren zum größten Teil kostenlos und höchst effizient Server, Computer und andere Netzwerkgeräte überwachen und Fehler vorzeitig entdecken. Die Open-Source-Lösung basiert auf Linux, kann aber problemlos auch Windows-Server überwachen. IP-Insider zeigt, wie ein Nagios-Netzwerküberwachungsserver eingerichtet wird.

Die Verwaltung von Nagios baut hauptsächlich auf einem Webinterface, sowie auf ein wenig Konfiguration in der Linux-Shell auf. Auf der Seite der Entwickler stehen die Installationsdateien sowie zahlreiche Webcasts und Whitepapers zur Einrichtung zur Verfügung.

Zusätzlich bieten die Entwickler auch vorkonfigurierte virtuelle Maschinen an, die in VMware Workstation, Player und ESX eingebunden werden können. Nach dem Start der virtuellen Maschine steht bereits ein vollwertiges Nagios-System zur Verfügung, welches schnell in jedes Netzwerk integrierbar ist. Am schnellsten erreichen Administratoren die Downloadseiten über diesen Link.

Von hier muss nur die virtuelle Maschine heruntergeladen, das Archiv entpackt und die virtuelle Maschine gestartet werden.

Nagios ist eine kostenlose Open-Source-Lösung, allerdings muss bei der aktuellen Version Nagios XI die Lizenzierung berücksichtigt werden. Denn die grafische Oberfläche in Nagios gehört nicht zur Open-Source-Lizenz (siehe Abbildung 1) und steht nur für bis zu 7 überwachte Geräte kostenlos zur Verfügung. Für diese Geräte können aber beliebig viele Dienste überwacht werden.

Nagios-Grundlagen

Nagios arbeitet nach dem Client-Server-Prinzip (siehe Abbildung 2). Unternehmen betreiben einen Nagios-Server der für die Überwachung zuständig ist und installieren auf den Clientcomputern den entsprechenden Agenten. Nagios kann Netzwerkgeräte auch ohne Agent überwachen, testet in diesem Fall aber nur per SNMP oder PING die Verfügbarkeit (siehe Abbildung 3).

Angebundene Computer bezeichnet Nagios als Hosts. Hosts lassen sich über deren IP-Adressen oder Servernamen an Nagios anbinden (siehe Abbildung 4). Auf den Hosts überwachen Administratoren wiederum einzelne Dienste, Services genannt (siehe Abbildung 5). Dazu verwendet Nagios Commands die im System hinterlegt sind und die die Überwachung steuern. Commands lassen sich mit etwas Erfahrung auch erweitern und selbst schreiben (siehe Abbildung 6).

Für Hosts legen Administratoren zusätzlich noch Kontaktpersonen fest, die der Nagios-Server bei fest definierten Service-Zuständen automatisch benachrichtigt. Kontakte lassen sich gruppieren, genauso wie Dienste und Hosts. Jeden überwachten Bereich auf einem Server, zum Beispiel freien Festplattenplatz, Ereignisanzeigen, CPU- und RAM-Verbrauch, bezeichnet Nagios als Dienst (Service). Auf einem Host überwacht Nagios über den installierten Agenten also mehrere Dienste (siehe Abbildung 7).

Zur besseren Überwachung lassen sich Dienste und Hosts auch in Gruppen zusammenfassen und gemeinsam überwachen. Die Filter der Weboberfläche ermöglichen auch eine Zusammenfassung aller gefundenen Fehler im Netzwerk auf allen überwachten Geräten (siehe Abbildung 8).

weiter mit: Windows-Server an Nagios anbinden

 

Nagios-Versionsübersicht

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