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Frust in den Verhandlungen mit den Telefonie-Providern
Briefwechsel mit der Telekom, mit dem Mobilfunkunternehmen Vodafone und mit dem Erdgas– und Stromanbieter EWE ließen seinen Ausführungen zufolge nicht einmal die Bereitschaft erkennen, die Situation nachhaltig zu ändern. Vodafone bekam es nicht einmal geregelt, binnen eines Jahres ein adäquates UMTS-Testgerät zur Verfügung zu stellen, verlangte dafür aber immerhin schon einmal 900 Euro. Von anderer Seite bekam die Gemeinde einen Fragebogen zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe erst einmal ein Jahr lang getestet werden sollte, wer welches Ansprüche an eine etwaige Breitbandversorgung stellen würde.
Schließlich schrieb die Gemeinde 2007/2008 die Breitbandversorgung, möglichst per Glasfaser in jedes Haus, aus. Insgesamt meldeten sich sieben Anbieter, doch davon blieben letztlich nur drei ernsthafte Angebote übrig. EWEtel, Telekom und die Firma Sacoin, deren Repräsentanten Ringe erst am letzten Tag der Ausschreibung kennen lernte.

„Warum habt Ihr Euch an der Ausschreibung nicht beteiligt?“ – „Es ist ja noch bis morgen Zeit“, beschreibt der Bürgermeister von Oerel die erste Kontaktaufnahme.
Tatsächlich ging das Angebot rechtzeitig ein und stellte sich schon recht bald als das einzig akzeptable heraus, so Ringe. Das von EWE hält er nicht einmal für erwähnenswert. Die Telekom habe zwar ein Angebot unterbreitet, doch sah das Konzept ganz anders aus, als die Anforderungen der Ausschreibung erwarten ließen.
Das Unternehmen bot an, die Kupferleitung gegen eine andere auszutauschen. Das mitgelieferte Argument besagte laut Ringe: „Glasfaser – das braucht ihr nicht.“ Zudem sollte sich die Gemeinde an dem Ausbau mit 250.000 bis 280.000 Euro beteiligen.
„Doch was kann DSL heute bieten?“, fragt Ringe. „2.000, 6.000 oder maximal 16.000 Kilobit pro Sekunde – und dann nicht einmal für jeden. Außerdem sind diese Möglichkeiten in zwei, drei Jahren erneut ausgereizt und wir stünden vor demselben Problem, rechtfertigt er die Entscheidung, bei dem Glasfaservorhaben zu bleiben. „Da ist jeder Tippelschritt herausgeschmissenes Geld!“
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