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In Oerel liefert Glasfaser garantiert 50 Megabit in jedes Haus

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Neuer Ansatz

Tatsächlich traf auch Sacoin bei der Ausschreibung nicht alle Wünsche der Gemeinde. Damit konnte die Ausschreibung aufgehoben und neu verhandelt werden.

Das Problem solcher Gemeinden wie Oerel, die zu klein und damit zu uninteressant sind für Investitionen durch Telekommunikationsunternehmen, besteht darin, dass sie selbst die Infrastruktur finanzieren müssen. Zwar stellen mittlerweile alle Bundesländer, die EU und der Bund Fördergelder bereit, doch die Vergabe ist an stark einschränkende Regeln gebunden.

Das Dorf Oerel ist ein Drittel von Oerel mit insgesamt rund 2.000 Einwohnern. Barchel und Glinde gehören ebenfalls dazu. Alle drei Ortsteile wiederum gehören zur Gemeinde Geetequelle mit rund 6.500 Einwohnern. Doch während Oerel nicht eine einzige 1-Megabit-Leitung aufwies, waren Teile von Barchel mit solchen versorgt.

Damit hätte das dreiteilige Oerel nicht mehr als „unterversorgt“ und damit als förderungswürdig gegolten. Außerdem hätte die Investitionssumme 200.000 Euro überschritten und das darf ebenfalls nicht sein, um an Fördermittel zu gelangen.

Es tut sich etwas in Sachen Breitbandförderung, in der EU, Im Bund und bei den Ländern, Zusammenstellung von Gerhard Kafka (Archiv: Vogel Business Media)

Der Gemeinderat entschied sich unter anderem aus diesen Gründen, erst einmal nur die Versorgung von Oerel in Angriff zu nehmen. Damit aber musste ein sehr hoher Prozentsatz der Einwohner einen Breitbandanschluss haben wollen und einen entsprechend bindenden Vertrag unterschreiben. Anders ist die die Breitbandversorgung nicht zu finanzieren.

„Da ist es nicht mit einer Bürgerversammlung und mit Anschreibung durch die Verwaltung getan“, sagt Ringe. So gingen der Bürgermeister, Gemeinderäte und interessierte Helfer von Haus zu Haus und führten unzählige Gespräche, um zu überzeugen. „Denn wenn die Leute diese Infrastruktur nicht haben, wissen sie nicht, was ihnen fehlt.“ Die 100prozentige Zustimmung war Ringes persönlicher Ehrgeiz.

weiter mit: Vor der technischen kommt die wirtschaftliche Lösung

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