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PC-Ware virtualisiert die IT-Infrastruktur der Knappschaft Bahn-See In nur 15 Tage und bei laufendem Betrieb zur V-Alliance

Autor / Redakteur: Jörn Meyer / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

PC-Ware hat mit umfassendem Consulting aus einer Hand bei der KBS die gesamte IT-Landschaft umgekrempelt. Dabei musste der laufende Betrieb musste für die Desktop-Virtualisierung keine Sekunde unterbrochen werden. Jörg Thomas, Technischer Projektleiter der KBS, Bochum sagt, „das Projekt war so erfolgreich, dass es nun auf weitere Rentenversicherungen ausgeweitet werden soll. Außerdem planen wir für die Unterstützung von Standort-unabhängigen Mitarbeitern bereits jetzt den Einsatz ein Citrix Access Gateways als zentraler Einwahlpunkt.“

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( Archiv: Vogel Business Media )

Dezember anno 1260 bei Goslar: die Sankt Johannis Bruderschaft gründet mit der Knappschaft die heute älteste Sozialversicherung der Welt. Im Jahr 2010 kann diese Institution damit auf eine 750-jährige Geschichte zurückblicken.

Die Knappschaft-Bahn-See (KBS) bietet ihren Mitgliedern heute einen Verbund aus gesetzlicher Rentenversicherung, Rentenzusatzversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung mit einem eigenen medizinischen Netz. Aktuell führt die KBS rund 5,2 Millionen Konten für Kunden aller Sozialversicherungsbereiche.

Dazu kommt die Minijob-Zentrale, welche derzeit deutschlandweit rund sieben Millionen Minijobber und rund zwei Millionen Arbeitgeber betreut. Diese werden durch die Hauptverwaltung in Bochum sowie neun Regionaldirektionen mit rund 100 Geschäfts- und Außenstellen bundesweit betreut. Und da sich die KBS traditionell als „sozialer Pfadfinder“ versteht, gibt es auch die Geschäftsstelle „Knappschaft-Online“ im Internet.

400 Desktops. Und kein Terminal Server?

Juli anno 2008: mit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes beginnt die KBS Pflegestützpunkte als lokale Anlaufstellen einzurichten. So soll der organisatorische Aufwand beim Beantragen von Leistungen und Hilfen reduziert werden.

Damit entstanden aber auch neue Anforderungen an die IT-Infrastruktur. In den Pflegestützpunkten nutzen die Mitarbeiter die zentrale Applikation KKVS III zur Mitgliederverwaltung. Das Problem: die Anwendung ist nicht Multi-User- bzw. Multi-Prozessorfähig. Eine Bereitstellung über die klassische Terminal Server-Lösung wäre nur mit einem extrem hohen Ressourcen und Administrationsaufwand möglich gewesen.

Die Lösung: Desktop-Virtualisierung für eine zentrale Bereitstellung mit gleichzeitiger virtueller Erweiterung der vorhandenen Hardware. Dabei wurde das Konzept im Sinne einer skalierbaren und zukunftsfähigen virtuellen Infrastruktur entwickelt.

Die Effizienz-Verbindung: vom RZ bis zum PC

Sommer 2010: bei der KBS laufen nun diverse Applikationen auf bis zu 400 virtuellen Desktops – die Umgebung kann jedoch weiter skaliert werden. Hinzu kommen 260 virtuelle Terminal Server für rund 1.300 Benutzer, die im Rahmen der Minijobzentrale die neue Version der Applikation „Large Document Management System“ (LDMS) nutzen.

Am Anfang stand ein Ausschreibungsverfahren, in dem PC-Ware die KBS mit einem Gesamtkonzept auf Basis von Citrix-Produkten überzeugen konnte. Das Ergebnis ist V-Alliance in Bestform: Die XenServer-/XenDesktop-Lösung ermöglicht zusammen mit der VDA-Lizenzierung (Virtual Desktop Access) von Microsoft den Betrieb von Windows XP (später ggf. Windows 7) auf den virtuellen Desktops in den Außenstellen.

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