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Desktop-Virtualisierung aus einem Guss

Im Vergleich: VMware View und Citrix XenDesktop

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VMware View

VMware View besteht aus mehreren Komponenten. In diesem Zusammenhang spielt zunächst der Connection Server eine Rolle, der bei uns im Test in der Version 3.1.2 zum Einsatz kam. Wir führten eine Standardinstallation dieser Software auf einem Windows-Server-2003-R2-System mit Service Pack 2 aus. Dabei kam es zu keinen Problemen, das Setup läuft – wie unter Windows üblich – Wizard-gesteuert ab. Die zuständigen Mitarbeiter müssen lediglich darauf achten, dass auf dem Zielsystem die Ports 80 und 4001 frei sind, da die Installation sonst abbricht. Außerdem muss der verwendete Server Mitglied der Domäne sein.

Nach dem Abschluss des Setups konnten wir uns beim Connection Server über die URL https://{Servername}/admin einloggen. Standardmäßig haben alle Mitglieder der lokalen Administratorengruppe das Recht, auf den Server zuzugreifen. Über das Web-Interface des Connection Servers fügten wir dem System nun unseren Virtual Center Server hinzu, der seinerseits die Administration des ESX-Servers übernahm. Anschließend loggten wir uns beim Virtual Center ein und setzen eine Virtual Machine (VM) mit Windows XP Professional Service Pack 3 auf.

Auf dieser installierten wir gleich die VMware-Tools und alle zum Testzeitpunkt erhältlichen Updates und Patches von Microsoft. Außerdem gaben wir in der Windows-Firewall den Remote-Desktop-Zugriff frei und installierten all die Anwendungen, die später auf den virtuellen Desktops zur Verfügung stehen sollten. Darüber hinaus spielten wir auf dem Client-System die nächste Komponente des VMware-View-Systems ein, den View Agent, der uns in der Version 3 vorlag. Zum Schluss fuhren wir die VM herunter und wandelten sie über das Virtual Center in ein Template um. Die gleichen Arbeitsschritte fallen übrigens bei jedem Erzeugen einer Vorlage für virtuelle Desktops an.

Nach dem Anlegen der Desktop-Vorlage kann es daran gehen, virtuelle Desktops oder Desktop-Pools für die Verteilung zu definieren. Dazu mussten wir wieder die browserbasierte Administrationsoberfläche aufrufen und unter „Desktops and Pools“ den Reiter „Inventory“ selektieren. Dann zeigt das Tool auf der rechten Seite des Arbeitsbereichs das Desktops-and-Pools-Tab an.

Nach einem Klick auf „add“ erscheint hier ein Wizard, der den Anwender zunächst einmal fragt, was für eine Art von Desktop das System definieren soll. Hier gibt es zunächst einmal den „Individual Desktop“, also eine klassische Desktop-Lösung. Dazu kommen dann noch der „Manual Pool“, der „Automated Pool“ und der „Terminal Server Pool“. Manual Pool bedeutet, Vmware View legt einen Pool an Desktops an, stellt diese aber nicht automatisch bereit. Das bedeutet, mehrere Benutzer greifen auf mehrere Desktops zu, aber immer nur einer auf einmal.

Beim Automated Pool erfolgt eine automatische Bereitstellung, das heißt, die Lösung generiert die Desktops dynamisch und nach Bedarf aus dem Template (diese Option wählten wir für den Test). Beim Terminal Server Pool stellt das Produkt schließlich einen Pool von Desktopquellen bereit, die von einem Terminal Server stammen.

weiter mit: Persistant / Non-Persistant-Modus

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