Samsung als Newcomer unter den UCC-Experten Hybride TK-Anlagen jetzt, VoIP später – das ist das Samsung-Konzept
„Ubigate“ und „Officeserv“ heißen die beiden Produktlinien von Samsung, mit denen deutsche Büros und Konferenzräume kommunizieren sollen. Ubigate, ein reines VoIP-System, gibt es für den deutschen Markt allerdings erst ab dem Herbst dieses Jahres. Officeserv ist ein Hybridsystem, das demnächst einen lüfterlosen Zuwachs für rund 20 Anschlüsse bekommt.
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„Der deutsche Markt ist einfach noch nicht reif für reine VoIP-Anlagen“, sagt Ingo Edler, Sales Manager Networks, Telecom Division, Business Unit Network Products. Das sähe in anderen Ländern, vor allen in Asien anders aus.
Doch in Deutschland vertrauten die Unternehmen sehr stark auf ISDN und auch auf einzelne analoge Telefone wollten die Firmen nicht verzichten. Zudem seien häufig die Netzwerkvoraussetzungen nicht hinreichend, etwa, um auch noch die entferntesten Telefone auf dem Produktionsgelände anzuschließen.
Deshalb will Samsung hierzulande zunächst einmal seine Hybrid-Serie „Officeserve“ vermarkten. Sie unterstützt sowohl einen IP-Betrieb als auch analoge und digitale Telefonie.
Die 7000er Telefonanlagen

So handelt es sich bei der 7000er-Produktfamilie um Telefonanlagen, die von 20 bis 480 Nebenstellen unterstützen. Die Produkte verfügen über Schnittstellen zu IP-Netzen, so dass die Anlage etwa Bestandteil einer Unified-Communications- und Collaboration-Lösung werden kann. Schließlich erlaubt das System die Integration von GSM-Telefonen, Handys.
Officeserv gibt es bislang in drei Größen: „7100“ für 56 Nebenstellen und 60 Amtsleitungen, „7200“ für 128 Nebenstellen und 60 Amtsleitungen sowie „7400“ für 480 Nebenstellen und 256 Amtsleitungen. Alle drei sind modular aufgebaut und beinhalten eine WLAN-Funktion. Sie bieten Voice-Mail (bei 7100 als Option), so dass sich Anrufe wie Mails speichern, zeitversetzt abrufen und gruppieren lassen. Optional ist in alle Geräte ein Fax-Server integrierbar.
Wer will, kann in die Geräte 7200 und 7400 VPN- und Firewall-Module einbauen. Außerdem gibt es dafür Switch-Baugruppen.
Diese beiden Geräte basieren auf dem Samsung-eigenen Betriebssystem „VXware“. Das Propietäre ist jedoch ein Nachteil, wenn die Anlagen für UCC-Lösungen in den Unternehmen gebraucht werden sollen. So arbeite laut Edler sein Arbeitgeber daran, das Operating System gegen ein Linux-System auszutauschen. Die 7100er-Anlage basiert bereits auf einem Linux und auch die VoIP-Endgeräte sind mit einem Linux-Kernel ausgestattet.
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