Connected Enterprise Report 2016

Gute Kollaborations­stra­te­gien in deutschen Unternehmen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der Connected Enterprise Report 2016 gibt einen Überblick über einheitliche Kommunikations- und Kollaborationsstrategien in Unternehmen weltweit.
Der Connected Enterprise Report 2016 gibt einen Überblick über einheitliche Kommunikations- und Kollaborationsstrategien in Unternehmen weltweit. (Bild: Dimension Data)

Wie Dimension Data berichtet, haben sieben von zehn großen Unternehmen in Deutschland eine globale Kollaborationsstrategie definiert. Außerdem stehe die Bereitstellung von Kollaborationslösungen in der Cloud auf der Agenda deutscher Unternehmen weit oben.

68 Prozent der deutschen Unternehmen haben eine klar definierte und global gültige Kollaborationsstrategie gegenüber 61 Prozent im weltweiten Durchschnitt. Abweichungen von der globalen Strategie auf Geschäftsbereichsebene bzw. lokaler Ebene lassen lediglich zwölf Prozent der deutschen Unternehmen zu – verglichen mit 21 Prozent der globalen Unternehmen. Das sind erste Ergebnisse des Connected Enterprise Report 2016 von Dimension Data, der einen Überblick über die Trends und Veränderungen im Bereich einheitlicher Kommunikations- und Kollaborationsstrategien (UCC) in Unternehmen weltweit gibt. Für den Report hat Dimension Data mehr als 900 Chief Information Officer (CIOs), IT-Entscheider und Leiter von Geschäftsbereichen aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in 15 Ländern befragt, darunter 105 Entscheider in deutschen Unternehmen.

„Die Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen bei der Implementierung globaler Kollaborationslösungen die Nase vorne haben“, so Arne Kemner, Head of ITaaS & End User Computing Solutions von Dimension Data in Deutschland. „Das liegt mit Sicherheit auch daran, das deutsche Unternehmen weitaus internationaler aufgestellt sind als der weltweite Wettbewerb: 58 Prozent der Unternehmen in Deutschland unterhalten der Studie zufolge Niederlassungen im Ausland und 42 Prozent Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Partnern in mehreren Ländern. Im internationalen Durchschnitt verfügen nur 36 Prozent der befragten Unternehmen über Niederlassungen im Ausland und lediglich 28 Prozent unterhalten Geschäftsbeziehungen in mehreren Ländern. Gleichzeitig sind deutsche Unternehmen zentralistischer organisiert und arbeiten entlang globaler Kollaborationsstrategien, die weniger Strategieabweichungen hinsichtlich lokaler und abteilungsspezifischer Erfordernisse erlauben.“

Trend: Webkonferenzen und multifunktionale Videokonferenzen

Telefonie ist und bleibt der Eckpfeiler für die Zusammenarbeit in und zwischen Unternehmen. Sie ist zudem Ausgangspunkt für die Migration hin zu modernen UC-Lösungen, die Sprachübertragungs-, Instant-Messaging-, Videokonferenz- und Dokumentationsfunktionen kombinieren. Dabei werden Webkonferenzen laut der Studie im kommenden Jahr am stärksten an Bedeutung gewinnen: 57 Prozent der Befragten weltweit sehen einen steigenden Bedarf, gefolgt von multifunktionalen Videokonferenzen (45 Prozent) und sozialen Unternehmensnetzwerken (43 Prozent).

Die Bereitstellung von Kollaborationslösungen in der Cloud steht auf der Agenda deutscher Unternehmen ganz weit oben: Für fast jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) haben „As-a-service-Lösungen“ oberste Priorität – gegenüber 14 Prozent im weltweiten Durchschnitt. Derzeit werden jedoch die meisten Kollaborationslösungen in Deutschland noch auf herkömmliche Weise standortbasiert bereitgestellt. Je nach Anwendung sind dies 70 bis 80 Prozent der Lösungen, wovon ein Großteil intern und nicht von einem externen Anbieter verwaltet wird. Die restlichen 15 bis 30 Prozent werden als Hosted Service bezogen, meist in einem Einzellizenzmodell, bei dem der Anbieter den Service an die konkreten Anforderungen jedes Unternehmens anpassen kann.

„Es zeigt sich, dass deutsche Unternehmen zwar offener gegenüber cloudbasierten Bereitstellungsmodellen für soziale Anwendungen, Instant Messaging und alle Arten von Videosystemen sind, bei der Implementierung aber eher zurückhaltend agieren“, so Kemner. „Wir gehen davon aus, dass Unternehmen in Deutschland künftig ihre On-Premise-Kollaborationstechnologien verstärkt durch cloudbasierte Lösungen ersetzen werden.“

Steigerung von Produktivität und Umsatz

Wichtigste Ziele einheitlicher Kollaborationsstrategien sind der Studie zufolge die Steigerung der Produktivität (19 Prozent), die Optimierung des Vertriebs und damit die Umsatzsteigerung (14 Prozent) sowie die Beschleunigung von Entscheidungsprozessen (elf Prozent). Am wenigsten wichtig wird die Erlangung von Wettbewerbsvorteilen durch UCC-Technologien (ein Prozent) angesehen.

Insgesamt zeigt die Studie, dass die Bedeutung von Kollaborationslösungen drastisch steigt: Neun von zehn Befragten weltweit gaben an, dass UCC-Technologien die Zusammenarbeit im Team verbessern und die Entscheidungsfindung beschleunigen. Gerade Unternehmen mit mehreren Standorten und solche, die international aufgestellt sind, kommen an einer einheitlichen Kollaborationsstrategie nicht vorbei. Dabei sollten Unternehmen darauf achten, den jeweiligen Einheiten und Standorten ausreichend Handlungsspielraum einzuräumen, um deren spezifische Anforderungen erfüllen zu können. Nur so können Kollaborationslösungen auch den gewünschten Effekt erreichen.

„Bei der Einführung von UCC-Lösungen sollten Unternehmen sicherstellen, dass diese wirklich Kommunikationsbarrieren überwinden und keine neuen schaffen“, so Kemner. „Kollaborationstechnologie hilft nicht nur, die Mitarbeiter untereinander zu vernetzen, sondern ermöglicht auch eine nahtlose Zusammenarbeit mit Partnern, Mitarbeitern und anderen Personen außerhalb des Unternehmens. Wichtig ist es außerdem, den Kunden miteinzubeziehen. Durch eine intensivere Kommunikation können Unternehmen beispielsweise ihren Kundenservice deutlich verbessern.“

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