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Cisco bleibt top, HP, Juniper und BNT die hartnäckigsten Verfolger, Teil 2

Gartner vergleicht Data Center Ethernet Switches von HP und Cisco

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Das Cisco-Portfolio

Cisco bietet mit Unified Computing eine Strategiem und ein komplettes Produkt-Portfolio; Bild: Cisco (Archiv: Vogel Business Media)

Im vergangenen Jahr hat Cisco mit Rechenzentrums-Ethernet-Switches rund 5,4 Millionen Ports ausgeliefert. Dabei belief sich der Umsatz auf rund 947,1 Millionen Dollar. Das ergibt einen Marktanteil von 53,1 Prozent bei den Port-Zahlen und 47,8 Prozent beim Umsatz.

Im Wesentlichen vermarktet Cisco zwei Produktlinien für Rechenzentren: „Nexus“ und „Catalyst“. Die Nexus-Serie wurde 2008 eingeführt; der erste Switch war „Nexus 7000“. Dann folgten Nexus 5000, 4000, 2000 und 1000. Die Switches sind so konzipiert, dass sie Virtualisierung, Cloud Computing, Web-2.0-Anwendungen und Fabric-Anforderungen unterstützen können.

Nexus 7000 ist ein Chassis-basiertes Gerät, Nexus 5000 ein ToR-Switch. Die beiden haben dasselbe Betriebssystem, „Nx-OS“. Nexus 4000 ist ein Blade-Switch und Nexus 200 eine Fabric-Erweiterung. Nexus 1000V hingegen ist ein virtuelles Ethernet Modul.

Damit ist die Nexus-Produktlinie die präferierte für zukünftige Rechenzentren, wenngleich die Catalyst-Roadmap bis mindestens 2012 fortgeführt wird. Catalyst 4900 kam 2004 auf den Markt und Catalyst 6500 im Jahr 1999. Die Switches können auch für LANs verwendet werden. Das 4900er Gerät ist ein stapelbares und das 6500er ein Chassis-basiertes System.

Unterschiede und Koexistenz

Die Nexus- und Catalyst-Serien können zwar koexistieren, weisen aber auch wesentliche Unterschiede aus, die, so die Gartner-Analysten durchaus zu Mehrkosten und größerem Management –Aufwand führen können.

So haben die Produktlinien unterschiedliche Betriebssysteme.

  • Nexus unterstützt zwar 1 Gigabit, aber ist für 10-Gigabit-Netze optimiert und wird auch mit 40 Gigabit und 100 Gigabit fertig. Catalyst hingegen ist für 1 Gigabit optimiert, unterstützt aber auch 10 Gigabit und wird auch 40 Gigabit verkraften.
  • Nexus kann Virtualisierung in einem einzigen Chassis aber auch in mehrere unterstützen. Catalyst benötigt dafür mehrere Chassis.
  • Dank des NX-OS-Betriebssystem taugt Nexus vor vorne herein für konvergente Netze und Speicherung oder Unified Frabric. Das kann Catalyst nicht bieten.
  • Dafür bietet Catalyst Support für Multi Protocol Label Switching (MPLS), Layer-4 bis -7-Services und einige Legacy-Protokolle, die den Nexus-Systemen fremd sind.

Die Unterschiede haben zur Folge, dass die Cisco-Kunden sehr wahrscheinlich noch über einen längeren Zeitraum beide Produktlinie brauchen, obwohl ihr Hersteller den Wechsel zu Nexus empfiehlt. Kunden, die auf schnell von den Vorteilen einer virtualisierten und konvergenten Rechenzentrumsinfrastruktur profitieren wollen, finden in Cisco einen Vorreiter.

Das Unternehmen war hier eines der ersten, die entsprechende Features anbieten konnte und ist zum Teil noch das einzige. Insbesondere geht es den Gartner-Autoren um

  • die Netzwerk-Virtualisierung: „Virtual Device Context“ ist eine logische Virtualisierung auf dem Device-Level, die erlaubt, mehrer Instanzen auf dem Gerät zu erscheinen zu lassen als handle es sich dabei um ein- und denselben physikalischen Switch.
  • Fibre Channel over Ethernet (FCoE): Sowohl Nexis 4000 als auch 5000 können FCoE.
  • Data Center Bridging (DCB) : Nexus unterstützt Priority Flow Control mit zwei Prioritätsmöglichkeiten,. Darüber hinaus bietet die Produkt-Serie Enhanced-Transmission-Selection (ETS), und Lossless Service sowie Unterstützung des Data Center Bridging Exchange Protocol.
  • Overlay Transport Virtualization: Layer-2 Netze lassen sich auf Layer-3 Netzwerke übertragen, wenn es sich um Anwendungen innerhalb eines Rechenzentrums handelt oder um zwischen verschiedenen Rechenzentren aufgeteilte.

weiter mit: Cisco–Stärken und -Schwächen

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