Application Delivery Controller von Active bis Zeus

Gartner teilt APC-Hersteller und Produkte in Gewinner und Visionäre

02.12.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Application Delivery Controller haben sich aus dem Load-Balancing entwickelt, das die Verfügbarkeit von Websites sichern sollte. Heute optimieren sie die meisten Unternehmensanwendungen. Bild: Gartner
Application Delivery Controller haben sich aus dem Load-Balancing entwickelt, das die Verfügbarkeit von Websites sichern sollte. Heute optimieren sie die meisten Unternehmensanwendungen. Bild: Gartner

Der ADC-Markt konsolidierte sich. So steht es in der jüngsten Untersuchung „Magic Quadrant for Application Delivery Controllers“ von Gartner. Diese klärt wie immer über die Marktführer und Nischenanbieter auf. Doch sollten die Unternehmen lieber zu einem Produkt greifen, das ihren spezifischen Anforderungen entspricht, als allein den Marktführern zu vertrauen, so der Rat der Analysten. Denn: Innovation ist Trumpf.

Unternehmen, die Application Delivery Controller (ADC) nutzen, wollen damit die Zuverlässigkeit ihrer Anwendungen und die Anwender-Performanz erhöhen. Außerdem sollen die Rechenzentrums-Ressourcen besser genutzt werden und die Sicherheit der Anwendungen steigen.

So gehören ADC-Produkte inzwischen zu den Schlüsselelementen verschiedener Applikations-Landschaften aus Portalen, ERP-Anwendungen, Microsoft Outlook und Office Communications Server (OCS). Sie dienen als Kontrollpunkt für die Virtualisierung und sind häufig direkt mit Middleware wie Enterprise Service Busses (ESBs) verknüpft und fester Bestandteil einer Service orientierten Architektur (SOA). Noch vergleichsweise neu ist der Einsatz als Element der Anwendungsentwicklung.

Bislang sind hauptsächlich Appliances verbreitet; so genannte Soft ADCs gibt es erst seit Kurzem. Sie erlauben allerdings einen wesentlichen flexibleren Einsatz, wie ihn hauptsächlich die Cloud-Provider fordern, die ihre IT-Umgebung schnell skalieren oder schrumpfen müssen.

Neue und etablierte Anbieter

Die führenden Plattformen, „Advaced Platforms“, wie Gartner die Produkte nennt, lassen sich mit Hilfe von Regelwerken an die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden anpassen. Darüber hinaus verfügen sie über offene Programmierschnittstellen (APIs), die es ermöglichen, die Controller mit anderen Managment-Systemen zu verheiraten wie Application Server, Rechenzentrums-, Netzwerk Management- und Provisioning-Tools.

Im Vergleich zum Magic-Quadrant des Vorjahres zum Bereich APC sind drei Anbieter hinzugekommen: Activ Networks, Aptimize und Strangeloop. Denn laut den Gartner-Analysten Mark Fabbi und Joe Skorupa, die die Studie verfasst haben, spiegeln sie die Innovation wieder, die den APC-Markt nach wie vor antreibt.

Erhalten blieben in der Untersuchung Zeus Technology, Radware, F5 Technologies, Crescendo Networks, Citrix Systems, Cisco, Brocade, Barracuda Networks, Array Networks und A10.

Keinen Anbieter stufen die Analysten bei den „Herausforderern“ ein und nur drei schaffen es in die Kategorie Marktführer: F5 Networks, Citrix Systems und Radware.

weiter mit: ADC bei Radware

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