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Branchenweite Kooperation Führende Unternehmen gründen das Ultra Ethernet Consortium

Von Bernhard Lück Lesedauer: 2 min

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Das Ultra Ethernet Consortium (UEC) möchte eine offene, interoperable und hochleistungsfähige Architektur mit einem umfassenden Kommunikations-Stack auf Basis von Ethernet etablieren, um die wachsenden Netzwerkanforderungen durch KI und HPC erfüllen zu können.

Das Ultra Ethernet Consortium verfolgt das Ziel einer vollständig auf Ethernet basierten Kommunikations-Stack-Architektur für Hochleistungsnetzwerke.
Das Ultra Ethernet Consortium verfolgt das Ziel einer vollständig auf Ethernet basierten Kommunikations-Stack-Architektur für Hochleistungsnetzwerke.
(Bild: Ultra Ethernet Consortium)

Im Ultra Ethernet Consortium kommen führende Cloud-Service-Provider, Halbleiterhersteller und System-Provider zusammen, um eine vollständig auf Ethernet basierte Kommunikations-Stack-Architektur für Hochleistungsnetzwerke aufzubauen. Künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance-Computing-Workloads (HPC) hätten sich rasant weiterentwickelt und stellten höchste Anforderungen an Funktionalität, Leistung, Interoperabilität und Gesamtbetriebskosten. Gleichzeitig dürfe die Benutzerfreundlichkeit für Entwickler und Endanwender nicht leiden. Der Ultra-Ethernet-Solution-Stack nutze die Allgegenwärtigkeit und Flexibilität von Ethernet, um eine Vielzahl von Workloads zu bewältigen und gleichzeitig skalierbar und kostengünstig zu sein.

„Es geht hier nicht um die Neugestaltung von Ethernet“, sagt Dr. J Metz, Chair of the Ultra Ethernet Consortium. „Es geht darum, Ethernet zu optimieren, um die Effizienz für Arbeitslasten mit spezifischen Leistungsanforderungen zu verbessern. Wir untersuchen jede Schicht, von der physischen bis hin zur Softwareschicht, um den besten Weg zur Verbesserung der Effizienz und Leistung zu finden.“

Die Gründungsmitglieder sind AMD, Arista, Broadcom, Cisco, Eviden (ein Geschäftsbereich von Atos), HPE, Intel, Meta und Microsoft. Das Konsortium habe es sich zur Aufgabe gemacht, Änderungen am Kommunikations-Stack auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig die Interoperabilität von Ethernet zu erhalten und zu fördern. Als technische Ziele setzt sich das Konsortium die Entwicklung von Spezifikationen, APIs und Quellcode, welche die folgenden Bereiche definieren:

  • Protokolle, Charakteristika für das elektrische und optische Signaling, Anwendungsprogrammschnittstellen (APIs) und/oder Datenstrukturen für die Ethernet-Kommunikation.
  • Protokolle auf Verbindungsebene (Link-Level) und End-to-End-Netzwerktransportprotokolle zur Erweiterung oder zum Ersatz bestehender Verbindungs- und Transportprotokolle.
  • Überlastungs-, Telemetrie- und Signaling-Mechanismen auf Verbindungsebene und End-to-End. All diese Verfahren eignen sich für künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und HPC-Umgebungen.
  • Software-, Storage-, Management- und Security-Konzepte zur Erleichterung einer Vielzahl von Workloads und Betriebsumgebungen.

Das UEC verfolge einen systematischen Ansatz mit modularen, kompatiblen, interoperablen Schichten mit enger Integration, um eine ganzheitliche Verbesserung für anspruchsvolle Workloads zu ermöglichen. Die Gründungsunternehmen unterstützen das Konsortium mit Beiträgen in vier Arbeitsgruppen: Physical Layer, Link Layer, Transport Layer und Software Layer.

Das UEC ist ein Projekt der Joint Development Foundation, das von der Linux Foundation getragen wird. Ab dem 4. Quartal 2023 werde das UEC Bewerbungen für neue Mitglieder entgegennehmen.

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