Studie: IT treibt Wachstum und Innovationen voran

First-Mover haben Wettbewerbsvorteile

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

34 Prozent der Befragten betrachten sich als IT-Pioniere, 35 Prozent als Follower, 30 Prozent stufen sich als vorsichtig ein.
34 Prozent der Befragten betrachten sich als IT-Pioniere, 35 Prozent als Follower, 30 Prozent stufen sich als vorsichtig ein. (Bild: Verizon Enterprise Solutions)

Eine von Verizon Enterprise Solutions gesponserte Untersuchung durch Harvard Business Review (HBR) Analytic Services unter Führungskräften aus Management und Technologie hat ergeben, dass die frühe Einführung neuer Technologien die Ergebnisse von Unternehmen verbessert.

Die Ergebnisse der Untersuchung The Digital Dividend: First-Mover Advantage belegen, so der Sponsor der Studie, dass IT-Pioniere, also Unternehmen, die von den Vorzügen neuer Technologien überzeugt sind und auf den First-Mover-Vorteil setzen, eher als vergleichbare Firmen bei Umsatzwachstum und Marktposition führend sind. Bei 20 Prozent dieser Unternehmen hätte sich dies in einem Umsatzplus von über 30 Prozent niedergeschlagen. Das sei mehr als doppelt so viel wie bei Unternehmen, die als Technologie-Follower gelten (also solche, die beobachten und investieren, sobald die Vorteile nachweisbar sind) und sogar dreimal mehr als bei vorsichtigen Technologieentscheidern (die also warten, bis sich die Technologie etabliert hat).

Weltweit seien 672 Führungskräfte aus Management und Technologie gefragt worden, welchen Einfluss die von HBR Analytic Services als „Big Five“ definierten Technologien (Mobility, soziale Medien, Cloud-Computing, Advanced Analytics und M2M-Kommunikation) haben. Ziel der Studie sei es gewesen, ein besseres Verständnis zu erlangen, wie diese Werkzeuge Organisationen verändern und innovativer machen und so den Shareholder-Value steigern.

In der Studie werden drei Einstellungen gegenüber der Einführung neuer Technologen ausgewiesen: IT-Pioniere (34 Prozent der Befragten), Follower (35 Prozent) und Vorsichtige (30 Prozent). 75 Prozent sämtlicher Teilnehmer würden IT als eine Investition betrachten, die Innovation und Wachstum vorantreibt. 54 Prozent der IT-Pioniere gehen laut Studie davon aus, dass Technologie zu drastischen Änderungen an ihrem Geschäftsmodell führt, für 52 Prozent führe sie zu erheblichen Veränderungen an ihren Produkten und Serviceleistungen. Im Gegensatz dazu würden nur 29 Prozent der Follower-Kategorie und gerade einmal zehn Prozent der Kategorie Vorsichtige eine Veränderung ihrer Geschäftsmodelle durch Technologie erwarten.

Allerdings lasse die Umfrage auch erkennen, dass unter allen Befragten in erheblichem Umfang neue Technologien in unterschiedlichster Form eingeführt werden. Der Studie zufolge nutzen 73 Prozent Cloud-Computing, 61 Prozent setzen umfassend auf Mobility, 83 Prozent machen Gebrauch von sozialen Medien und Collaboration-Tools, 20 Prozent nutzen im großen Maßstab M2M.

Die Untersuchung lasse auch Hindernisse für die Einführung neuer Technologien erkennen. 34 Prozent der Teilnehmer sagten, veraltete Technologien stünden der Innovation im Weg, 44 Prozent meinten, sie benötigten mehr kulturelle Flexibilität, um neue Technologien einzuführen und um neue geschäftliche Wege zu beschreiten.

Den Forschungsergebnissen zufolge ist abteilungsübergreifende Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung, außerdem könnten sich die Abtrennung von IT vom operativen Geschäft oder Funktionssilos als enorm nachteilig für ein Unternehmen erweisen. Auf der positiven Seite sei zu berichten, dass immer mehr Menschen in Technologie-Entscheidungen einbezogen werden. 25 Prozent der Umfrageteilnehmer betrachten sich als „stark involviert“, 48 Prozent meinen, sie seien „zu einem gewissen Grad involviert“. Davon gehören 42 Prozent der obersten Führungsebene an, 30 Prozent sind leitende Manager und 14 Prozent sonstige Führungskräfte. Weniger als zehn Prozent der Teilnehmer seien in IT-Funktionen tätig, was darauf hindeutet, dass IT nunmehr fest in das gesamte Ökosystem eines Unternehmens integriert ist.

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