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Belastungsabschätzung bei 3G-Kommunikation mit dem Notebook
Das kritischste Szenario ist auch hier wieder das, wo ein Mensch an seinem Notebook sitzt und dieses dabei eine GSM- oder UMTS-Kommunikation durchläuft. Wir müssen für dieses Szenario wieder die SAR-Belastung grob abschätzen.
Dabei hilft uns eine einfache Formel, die die Leistungsflussdichte aus der Sendeleistung einer isotropischen Antenne (idealisierter theoretischer Rundstrahler) und dem Abstand zu dieser berechnet. Es ist
S = Pt / 4pi * d² [W/m²] mit
S = Leistungsflussdichte, Pt = Sendeleistung der isotropischen Antenne in Watt und d = Abstand zu dieser Antenne in m.
Nehmen wir an, dass die Sendeleistung für GSM und UMTS-Kommunikation 1 Watt und der Abstand zwischen Antenne und Mensch 0,5 m beträgt. Dann ergibt sich
S = 1 / 4pi * 0,5 * 0,5 = 1/ pi [W/m²] ~ 0,32 W/m²
Daraus ergibt sich unter Extrapolation der ICNIRP Reverenzlevel ein dosimetrischer Wert von ca. SAR = 0,07 W/kg.
Das ist ausgesprochen knapp unter dem Grenzwert für dauerhafte Ganzkörperbelastung von SAR = 0,08 W/kg aber weit unter dem maximalen SAR-Wert für gelegentliche Belastung, wie sie z.B. beim Handy-Telefonieren entsteht.
Da diese Grenzwerte mit den Richtlinien der EU-Kommission harmonieren, sind derartige Transceiver zugelassen.
Allerdings sollte man folgendes bedenken. Der „Handy“-Grenzwert bezieht sich auf eine gelegentliche Nutzung mit Nutzungsdauer 6 Minuten. Wenn man also mittels eines solchen Transceivers schnell mal seine E-Mails abholt oder nachsieht, wie die Lage auf eBay ist, ist die Nutzung nach den bisherigen Erkenntnissen hinsichtlich der RF-EMF-Belastung als relativ harmlos einzustufen.
Surft man allerdings stundenlang ununterbrochen und mit hoher Laderate mittels GSM oder UMTS im Internet, ist eher der Grenzwert für die dauerhafte Ganzkörperbelastung anzusetzen.
Im Rahmen einer verantwortlichen und vorsorgeorientierten Netzwerkplanung für Campus-Bereiche z.B. von Unternehmen, ist es in jedem Fall empfehlenswert, kommunikationsintensive Anwendungen nicht mit GPRS oder UMTS, sondern mit WLANs und, wie wir weiter unten noch diskutieren werden, WiMAX, zu unterstützen.
weiter mit: Weitere Verbesserungsmöglichkeiten durch neue WLAN-Konzepte
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