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Mehrkosten in Milliardenhöhe
Zudem kritisierte der Bundesrechnungshof die explodierenden Projektkosten. Der Bund kalkuliert inzwischen Mehrkosten von etwa 3,6 Milliarden. Dazu der Bundesrechnungshof: „Der Worst Case ist bei dem Projekt in Teilbereichen längst eingetreten.“
Bei der BDBOS sieht man das jedoch anders. So erklärte die Bundesbehörde auf Anfrage von eGovernment Computing zum Stand des Projektes: „Die genannten Kritikpunkte sind nicht berechtigt. Der aktuelle Sachstand des Projektes stellt sich wie folgt dar: Die zeitliche Abfolge des Aufbaus des BOS-Digitalfunknetzes wurde in einem zwischen BDBOS, Bund und Ländern abgestimmten Roll-out-Plan festgelegt. Dies ist die Basis für das Projektmanagement der BDBOS. Mit Berlin, Hamburg und Bremen sind die ersten des insgesamt 45 Netzabschnitte umfassenden Digitalfunknetzes aufgebaut.
Zudem wurden Teilnetzabschnitte – unter anderem in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen – aufgebaut. Der Digitalfunk BOS wird dort in einigen Regionen bereits probeweise für die Begleitung von Großveranstaltungen wie Fußballländerspiele und Volksfeste sowie für die täglichen Einsätze, parallel zur analogen Technik, eingesetzt.“
Bereits letzten Dezember sei zudem das erste von zwei Netzverwaltungszentren (NMC) in Betrieb genommen worden. Mittlerweile stehe auch das zweite NMC zur Verfügung. Mit diesen werde das BOS-Digitalfunknetz überwacht, eventuelle Fehler innerhalb kürzester Zeit behoben und Störungen verhindert – das ganze Jahr über, an 24 Stunden, 7 Tage die Woche.
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