Arbeit und Digitalisierung

Die Hälfte der Arbeitszeit wird verschwendet

| Autor / Redakteur: Ann-Marie Struck / Andreas Donner

Unnötige Telefongespräche und überlange Meetings nehmen leider einen Großteil der Arbeitszeit ein.
Unnötige Telefongespräche und überlange Meetings nehmen leider einen Großteil der Arbeitszeit ein. (Bild: StockPhotoPro - stock.adobe.com)

35 Stunden pro Woche. Das ist laut dem Bundesarbeitsministeriums die durchschnittliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmers pro Woche in Deutschland. Dabei verschwenden Mitarbeiter die Hälfte, quasi fast 18 Stunden, mit unproduktiven Aufgaben. So das Ergebnis einer Studie von Workfront.

Mindestens sieben Stunden täglich und fünf Tage die Woche verbringt ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Deutschland mit seinem Job. Dabei sollen deutsche Mitarbeiter die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit unwichtigen Aufgaben verschwenden. Laut der „State of Work“-Studie von Workfront entgehen Deutschen Unternehmen pro Mitarbeiter mehr als zwei Arbeitstage pro Woche aufgrund fehlender Produktivität. Denn Arbeitnehmer verwenden nur 45 Prozent ihrer Arbeitszeit für ihre Kernaufgaben. Die restlichen 65 Prozent werden mit überflüssigen Besprechungen und unnötiger E-Mail-Korrespondenz verbracht. Hinzu kommen fehlende Standardprozesse und mangelnde Zusammenarbeit.

In der Studie wurden 750 deutsche Arbeitnehmer befragt. Diese nannten als Hauptgrund, der sie von ihrer eigentlichen Arbeit abhält, bedeutungslose Aufgaben. Dennoch ist ein Großteil ( 85 %) stolz auf seine Arbeit und 70 Prozent sehen einen Sinn oder Erfüllung in ihrer Arbeit. Workfront zufolge ist diese innere Haltung eine gute Grundlage für Unternehmen, ihre Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Ein Abhilfe bieten hier neue Technologien.

Dennoch sollten Unternehmen strategischer bei ihren Technologieentscheidungen agieren. Obwohl europäische Unternehmen dieses Jahr rund 256 Milliarden US-Dollar für Initiativen zur Digitalen Transformation ausgeben haben, zeigten diese Bemühungen nur wenig Effekt. Einerseits fühlen sich 35 Prozent der befragten Mitarbeiter durch die Anzahl der Technologieanwendungen und -programme, die sie bei der Arbeit verwenden, überfordert, was wiederum ihre Produktivität verringert. Andererseits sind 30 Prozent der Umfrage-Teilnehmer der Meinung, dass ihr Produktivitätsverlust auf veraltete Technologien zurückzuführen ist.

Demnach wünschen sich 94 Prozent der befragten Arbeitnehmer modernere Technologien am Arbeitsplatz. Genauso viele beschweren sich über komplizierte Informationsbeschaffung und erwarten von der Informationsweitergabe in der Arbeit eine einfache Struktur, ähnlich wie mit Google. Des Weiteren sind 81 Prozent davon überzeugt, dass die Mitarbeiter der nächsten Generation mehr Arbeitsplatztechnologien erwarten. Zudem soll diese in der Handhabung einfach und in ihrer Nutzbarkeit Amazon und Instagram ähneln.

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