Die digitale Technologie ist allgegenwärtig und berührt das Leben von Milliarden Menschen. Die der Mobilfunktechnologie ermöglicht es Anwendungen heute, die die Art und Weise, wie Menschen leben und arbeiten, neu zu definieren und den Zugang zum Wirtschaftswachstum zu demokratisieren. Doch Kommunikationsdienstleister müssen hierfür ein schlankes und zukunftsfähiges Ökosystem schaffen.
Anand Santhanam, Vice President und Head of Strategy im CMT-Segment bei Infosys, skizziert die disruptive Kraft von 5G.
(Bild: Infosys)
In einem abgelegenen Dorf in Kenia wirft ein Bauer einen Blick auf die Nachrichten auf seinem Smartphone und überprüft die Sensordaten des automatischen Bewässerungssystems, das auf seinem Reisfeld installiert ist. Dann öffnet er eine digitale Handels-App, um den aktuellen Preis für seine Kartoffelernte in einem intelligenten (smart) Lagerhaus zu finden. Es ist der bisher beste Preis der Saison, also beschließt er, seine Kartoffeln zu verkaufen. Der Verkaufserlös geht automatisch auf sein mobiles Bankkonto. Über ein E-Governance-Portal nutzt er ein Online-Selbsthilfetool, um seine Anspruchsberechtigung zu prüfen und ein landwirtschaftliches Anreizprogramm zu beantragen. So oder so ähnlich könnte die Landwirtschaft auch in entlegensten Regionen künftig aussehen, wenn die Voraussetzungen dafür stimmen.
Ein digitales Netz aufbauen
Auf der Basis widerstandsfähiger digitalen Infrastruktur, zuverlässiger Konnektivität und eines kollaborativen Ansatzes lässt sich ein digitales Netz für die Gesellschaft aufbauen. Die Cloud-native 5G-Technologie stärkt dies. Da sie in Bezug auf Geschwindigkeit, Umfang und Leistungsfähigkeit mehrere Generationen voraus ist, ermöglicht 5G einen nahtlosen multidirektionalen Datenfluss zwischen mehreren Einheiten, überall und jederzeit.
Telekommunikationsunternehmen sollten die 5G-Infrastruktur mit fortschrittlichen Technologien wie Cloud-Speicher, Edge Computing, künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen (ML), dem Internet der Dinge (IoT) und prädiktiven Analysen kombinieren, um das digitale Netz der Gesellschaft zu verbessern. Dies könnte beispielsweise bei einem digitalen Ökosystem in der Landwirtschaft der Fall sein, in dem ein Landwirtschaftsbetrieb veränderte Wettermuster und Nachfrageschwankungen auf Online-Marktplätzen erkennen und entsprechend auf ertragreiche Kulturen setzen kann.
Nahtlose Ökosysteme und prädiktive Intelligenz, die das digitale Netz ermöglicht, erlauben es Unternehmen, das „Denken in Bahnen“ durch ein breiteres Feld für „digitales Denken“ zu ersetzen. Dieser Ansatz beseitigt siloartige, ressourcenintensive Systeme, die Wachstum und Innovation hemmen, indem sie Nichtlinearität unterstützen. Vielmehr fördert er nachhaltiges Wachstum durch Mitgestalten und einen wissensbasierten Ansatz zur Problemlösung.
Ein weiteres Beispiel: Versorgungsunternehmen nutzen die Cloud
In diesem Szenario nutzen Versorgungsunternehmen 5G- und Cloud-Technologien, um erneuerbare Energien und öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge schnell einzuführen. Diese durch digitale Technologien orchestrierte Energiewende unterstützt Net-Zero-Roadmaps von Unternehmen aus den Bereichen Reise, Gastgewerbe, Immobilien, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft.
Darüber hinaus erweitert die digitale Struktur die Reichweite von Netzwerkdiensten und verbessert die Funktionalität. Die niedrige End-to-End-Latenz, die exponentiell höhere Datenkapazität, die hohe Zuverlässigkeit und die kontinuierliche Verfügbarkeit von 5G unterstützen verschiedene Anwendungsfälle. Diese basieren auf umfangreichen audiovisuellen Datenströmen und Echtzeit-Analysen. Es ermöglicht Netzbetreibern und Cloud Service Providern (CSP), mit Technologieunternehmen und Industriepartnern zusammenzuarbeiten, um hochwertige Dienste anzubieten und Geschäftsmodelle neu zu gestalten.
Ein digitales Netz fördert die Mobilität
Die digitale Struktur verbindet bestehende Systeme, Menschen, Prozesse und Partner, um schlanke, digitale Abläufe zu fördern. Sie ermöglicht es 5G-Betreibern und -Dienstleistern, verschiedene Elemente zu integrieren und innovative Produkte zu entwickeln. Ein 5G-Kern unterstützt ein globales Ökosystem aus vernetzten Industrieprodukten, Anlagen, Haushaltsgeräten und persönlichen Gegenständen. In diesem Ökosystem tauschen Erfassungs-, Mess- und Überwachungsgeräte Echtzeitdaten aus, die in der Cloud gespeichert werden. Daten von angeschlossenen IoT-Geräten –beispielsweise Industriemotoren, Bewässerungssysteme, Kühlschränke und Kleidung – lassen sich von KI-/ML-Software verarbeiten und analysieren, um automatisierte Maßnahmen zu ergreifen.
Network Slicing unterstützt die 5G-Technologie nachhaltig. Die digitale Struktur ermöglicht es Telekommunikationsunternehmen, Netzwerkebenen oder dedizierte virtuelle Netzwerke zu konfigurieren, um spezifische Geschwindigkeits-, Bandbreiten- und Service Level Agreements bzw. Betriebsanforderungen von Unternehmen zu erfüllen. Hochgeschwindigkeitsverbindungen und die sichere Übertragung von Informationen zwischen Geräten innerhalb eines 5G-Netzes verbessern die Leistung von automatisierten Lösungen, die in das Internet der Dinge eingebettet sind. Dazu gehören beispielsweise die vorbeugende Wartung (Predictive Maintenance) von Anlagen, die Routenoptimierung von Lieferketten und die Geschwindigkeitsregelung von autonomen Fahrzeugen.
Stand: 08.12.2025
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Verbesserte Netzkapazitäten und eine hohe Zuverlässigkeit der Kommunikation über 5G-Netze unterstützen vielfältige Anwendungsfälle. Sie tragen aktiv dazu bei, Produktportfolios in verschiedenen Branchen zu erweitern. Sie fördern so ein nachhaltiges Wachstum der Unternehmen. Ein 5G-Netz ist in der Lage, zum Beispiel das Remote Asset Management einer autonomen Flotte im australischen Tagebau ebenso effizient steuern, wie unterirdische Anlagen in norwegischen Ölfeldern. 5G-gestützte Anlagen, einschließlich intelligenter Straßenbeleuchtung, Mülltonnen und Gebäude, sind Teil von Smart-City-Programmen in Schweden, Singapur und Südkorea. Während der Covid-19-Pandemie entwickelte Südkorea ein System, mit dem sich Kontakte rückverfolgen ließen. Die Behören konnten dadurch Personen informieren, die mit Infizierte in Kontakt waren, sie kontaktieren, testen und isolieren. Die drahtlose Kommunikation war das Rückgrat des Systems.
Kundenerlebnisse so gut wie noch nie
Ein digitales Netzwerk baut die physische Infrastruktur und die sozialen Systeme der Gesellschaft neu auf. Es verändert das Leben der Menschen durch einen höheren Komfort, Handhabbarkeit und ein besseres Nutzererlebnis. Das unsichtbare digitale Netz verbindet Menschen, Prozesse und intelligente Systeme miteinander und schafft so einen Mehrwert für digital orientierte Verbraucher und Geschäftsanwender. Unternehmen können Anwendungsfälle analysieren und bewerten, indem sie Bildanalysen und KI-Lösungen nutzen. Darüber hinaus ist 5G ein guter Stützpfeiler, um den nächsten Wandel beim Lernen, Arbeiten, Unterhalten und Einkaufen aus der Ferne zu ermöglichen.
5G in der Covid-Krisenzeit
Die Covid-19-Krise veranschaulichte die Allgegenwärtigkeit der 5G-Technologie. Telekommunikationsunternehmen mit 5G-Fähigkeiten unterstützten das Krisenmanagement im Gesundheitswesen. Pflegeheime in den USA, Großbritannien und Singapur setzten Telemedizin ein, um den Gesundheitszustand von Patienten mit Komorbiditäten zu überwachen. Mit 5G verbundene medizinische Wearables kontrollierten neben Vitalparametern auch Gewicht und Schlaf. Zuverlässige Konnektivität ermöglichte auch eine erschwingliche Gesundheitsversorgung an abgelegenen Orten. In Gebieten, in denen keine Krankenhäuser oder Pflegekräfte verfügbar waren, unterstützten Krankenwagen mit 5G-Konnektivität Spezialisten bei der Ferndiagnose und -behandlung. Mittels 5G gelenkte Drohnen lieferten medizinische Hilfsgüter und Geräte in die ländlichen Gegenden.
So ermöglicht 5G es Telekommunikationsunternehmen, mit ihren Angeboten weit über reine Konnektivitätsdienste hinauszugehen. Die Technologie schafft viel mehr ein digitales Ökosystem, um operative Exzellenz zu fördern, neue Produkte und Dienste einzuführen, den Wert von Partnerschaften zu steigern und weitere Geschäftsfelder zu erschließen.
Über den Autor
Anand Santhanam ist Vice President und Head of Strategy im CMT-Segment bei Infosys.