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Satellitenbasierte Netzwerklösung für abgelegene Standorte Colt startet Managed LEO+: 4G/5G trifft Satelliten

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Colt Technology Services erweitert sein Portfolio um Managed LEO+, einen neuen Service, der Satellitenkommunikation im Low Earth Orbit (LEO) mit 4G/5G-Mobilfunk kombiniert. Das Angebot richtet sich an Unternehmen in ländlichen oder schwer erreichbaren Regionen und biete eine alternative Netzwerkinfrastruktur mit geringer Latenz und hoher Verfügbarkeit.

Colt bietet mit Managed LEO+ jetzt auch einen Service für Satellitenverbindungen. (Bild:  Colt)
Colt bietet mit Managed LEO+ jetzt auch einen Service für Satellitenverbindungen.
(Bild: Colt)

Unternehmen, die in abgelegenen Gebieten operieren, stehen oft vor einer zentralen Herausforderung: eine zuverlässige Netzwerkanbindung. Glasfasernetze sind nicht überall verfügbar, und bestehende Mobilfunknetze bieten nicht immer die gewünschte Bandbreite oder Stabilität. Colt Technology Services adressiert dieses Problem mit Managed LEO+, einem neuen, satellitenbasierten Managed Service, der LEO-Satellitenkommunikation mit 4G/5G-Technologie kombiniert. Das Angebot soll sofort in mehr als 65 Ländern zur Verfügung stehen.

Im Gegensatz zu geostationären Satelliten, die sich in etwa 36.000 Kilometern Höhe befinden, operieren LEO-Satelliten auf einer Höhe von nur 500 bis 1.500 Kilometern. Diese niedrigere Umlaufbahn ermögliche eine deutlich geringere Latenz, wodurch Echtzeitanwendungen, VoIP-Dienste oder latenzkritische IoT-Anwendungen besser unterstützt werden als bei herkömmlichen Satellitenverbindungen.

Managed LEO+ sei vor allem für Industrieunternehmen, Produktionsstätten und Einzelhandelsstandorte in schwer zugänglichen Regionen konzipiert. Die Lösung könne entweder als Backup für bestehende Glasfaserinfrastrukturen oder als Primärverbindung in unterversorgten Gebieten dienen. Besonders relevant sei dies für Branchen, die eine hochverfügbare Netzwerkverbindung benötigen, aber aufgrund geografischer Einschränkungen keine stabile Anbindung erhalten.

Erweiterung des Netzwerkportfolios

Mit Managed LEO+ verfolgt Colt das Ziel, sein Portfolio zu erweitern und eine durchgehende Netzabdeckung über Land, Wasser und den niedrigen Erdorbit anzubieten. Das bestehende Glasfasernetz des Unternehmens umfasst nach eigenen Angaben bereits 32.000 Gebäude in 230 Städten, mehr als 50 Metropolitan Area Networks und 250 Points of Presence weltweit. Ergänzt durch LEO-Satelliten, sollen Unternehmen eine zusätzliche Option erhalten, um Netzwerkausfälle zu minimieren und ihre Infrastruktur widerstandsfähiger zu gestalten.

"Unternehmen in abgelegenen und schwer zugänglichen Gebieten werden durch einen lückenhaften, qualitativ schlechten Zugang zu ihren Unternehmensnetzwerken benachteiligt", so Annette Murphy, Chief Commercial Officer bei Colt Technology Services. "Das verlangsamt den Fortschritt, hemmt Innovationen und schließt Unternehmen von der Digitalisierung aus.“

Mit Managed LEO+ positioniert sich Colt als Anbieter einer hybriden Netzwerkinfrastruktur, die Unternehmen in unterversorgten Regionen mit sicherer, leistungsfähiger Konnektivität versorgt. Ob als Backup oder Hauptverbindung – der neue Service dürfte vor allem für Branchen mit hoher Standortflexibilität eine Alternative zu herkömmlichen Netzwerklösungen sein.

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