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Netzwerkausbau Colt baut transpazifische Verbindung zwischen Tokio und Los Angeles aus

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Colt Technology Services erweitert seine Netzwerkinfrastruktur in den Pazifik: Eine neue Backbone-Verbindung zwischen Japan und der US-Westküste soll Datenlasten durch KI abfangen und transpazifische Routen entlasten.

Colt verbindet künftig Los Angeles und Tokio über das Unterseekabelsystem „Juno“.(Bild: ©  Lamina - stock.adobe.com)
Colt verbindet künftig Los Angeles und Tokio über das Unterseekabelsystem „Juno“.
(Bild: © Lamina - stock.adobe.com)

Colt Technology Services kündigt eine Netzwerkverbindung zwischen der US-Westküste und Japan an. Grundlage ist das Unterseekabelsystem „Juno“, das Tokio und Los Angeles über rund 11.700 Kilometer verbindet und seit Mai 2025 in Betrieb ist. In Japan landet das Kabel in Minamiboso (Präfektur Chiba) und Shima (Präfektur Mie), in den USA in Grover Beach, Kalifornien.

Colt mietet Kapazitäten auf Juno und verbindet diese mit dem eigenen terrestrischen Netz in Japan und den USA. Damit entstehen direkte Verbindungen zu mehreren Rechenzentrumsstandorten in Tokio sowie Anbindungen in Los Angeles und San Jose. Als Zielkunden nennt Colt Finanzdienstleister, Neocloud-Unternehmen und Hyperscaler, die globale Workloads zwischen Asien und den USA verteilen.

Kapazitätsengpässe als Treiber

Colt begründet die Investition mit stark gestiegenem Datenverkehr auf transpazifischen Routen, der nach Unternehmensangaben unter anderem durch KI-Inferenz und verteiltes Modelltraining getrieben wird. Überlastete Trassen führen laut Colt zu Latenzen und Serviceunterbrechungen, die für zeitkritische Anwendungen, etwa im Finanzhandel oder bei verteilten KI-Inferenz-Pipelines, direkte Betriebskosten verursachen.

Die neue Route soll Unternehmen eine zweite Verbindung neben bestehenden transpazifischen Kabeln bieten. Konkrete Übertragungsraten für die Juno-Kapazitäten hat Colt für den Transpazifik-Ausbau nicht genannt.

Erweiterung der globalen Präsenz

Die Ankündigung folgt auf einen im März 2026 kommunizierten transatlantischen Ausbau: Colt hatte dabei Kapazitäten auf dem Unterseekabel „Marea“ zwischen Virginia Beach und Bilbao angekündigt sowie neue Glasfaserstrecken rund um den Rechenzentrumsknoten Ashburn, Virginia, vorgestellt. Mit dem nun angekündigten Transpazifik-Schritt dehnt Colt seine Backbone-Präsenz von Europa auf den asiatisch-amerikanischen Korridor aus.

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