Das Beste aus zwei Welten

Co-Managed SD-WAN

| Autor / Redakteur: Nav Chander / Andreas Donner

Im Co-Managed SD-WAN definiert der Nutzer, z.B. mit Silver Peaks Unity Orchestrator, Policies für Applikationen und Sicherheit. Der Provider stellt die Infrastruktur und garantiert die Einhaltung von SLAs.
Im Co-Managed SD-WAN definiert der Nutzer, z.B. mit Silver Peaks Unity Orchestrator, Policies für Applikationen und Sicherheit. Der Provider stellt die Infrastruktur und garantiert die Einhaltung von SLAs. (Bild: Silver Peak)

Wer ein SD-WAN einrichten und nutzen möchte, kann dies in Eigenregie tun oder einen Managed Services Provider (MSP) beauftragen. Man kann aber auch den Do-it-yourself-Ansatz mit einem gemanagten SD-WAN-Dienst kombinieren – ein Ansatz, der Unternehmen und MSPs Vorteile bietet.

SD-WANs sind schon längst keine „Exoten“ mehr. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC vom September 2017 wollen innerhalb der kommenden zwei Jahre 75 Prozent der Unternehmen in den USA ein SD-WAN implementieren. In Europa und Deutschland dürften sich die Zahlen in vergleichbaren Regionen befinden.

Unternehmen haben heute in erster Linie folgende Wahlmöglichkeiten: Sie implementieren und betreiben ein SD-WAN in Eigenregie, Stichwort „do it yourself“, oder sie nutzen den gemanagten SD-WAN-Service eines Managed Services Providers (MSP).

Do it yourself: Expertise im eigenen Haus

Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile. Das Do-it-yourself-Modell (DIY) kommt vor allem für Unternehmen in Frage, die über die Fachleute und das Know-how verfügen, um ein SD-WAN zu verwalten und die entsprechenden Lösungen zu testen. Das Unternehmen beschafft, installiert und managt in diesem Fall die SD-WAN-Systeme, die Software und die dazugehörigen Netzwerkkomponenten.

Der Vorteil von DIY ist, dass ein Unternehmen die Kontrolle über die SD-WAN-Lösung hat. Zu den Nachteilen zählt, dass der Nutzer die Ausrüstung selbst beschaffen und bezahlen muss. Das läuft dem Trend zuwider, Kapitalkosten (Capex) in Betriebskosten (Opex) umzuwandeln. Außerdem ist es notwendig, für die Installation und den Betrieb des SD-WANs eigene IT-Fachleute abzustellen. Auch das kostet Geld und bindet Ressourcen.

Gemanagte SD-WAN-Dienste vom Provider

Ein gemanagter SD-WAN-Dienst ist dagegen eine schlüsselfertige Lösung, die ein MSP bereitstellt. Ein solcher Dienst ermöglicht es einem Unternehmen, ein globales hybrides Wide Area Network zu nutzen. Es kombiniert konventionelle Techniken wie Multi-Protocol Label Switching (MPLS) mit Breitband-Internetverbindungen und Mobilfunk-Links. Der Nutzer hat zudem jederzeit den Überblick darüber, in welcher Qualität Applikationen an den Unternehmensstandorten zur Verfügung stehen, die über das gemanagte SD-WAN bereitgestellt werden.

Ein Pluspunkt von Managed SD-WAN-Services ist das Opex-Modell: Der Nutzer zahlt nur für die Services, nicht für die Netzwerkausrüstung. Die IT-Abteilung des Nutzers wird außerdem entlastet und kann sich um wichtigere Aufgaben kümmern, etwa um den Ausbau von digitalen Angeboten.

Das Beste aus beiden Welten: Co-Management

Doch es gibt noch einen dritten Weg: SD-WAN-Lösungen, die den Do-it-yourself-Ansatz mit einem Managed Service kombinieren. Ein solcher Co-Managed SD-WAN-Dienst erlaubt es Unternehmen, Anwendungen und Sicherheitsregeln eigenständig zu verwalten. Der MSP ist für die Netzwerkdienste, die Infrastruktur und die Einhaltung von Service Level Agreements (SLAs) zuständig. Dafür erhält er vom Kunden eine Nutzungsgebühr.

Der Nutzer wiederum legt über ein Onlinemanagementtool wie Silver Peaks Unity Orchestrator fest, welche Vorgaben (Policies) für Applikationen und Sicherheitseinstellungen gelten sollen. Diese Policies orientieren sich an den individuellen Geschäftsanforderungen des Unternehmens. Unternehmen können somit bestimmte Parameter ihres SD-WAN-Overlays anpassen. Gleichzeitig profitieren sie von den Vorteilen eines gemanagten SD-WANs, inklusive der entsprechenden SLAs.

Interesse an gemeinsam verwalteten SD-WANs wächst

IT-Führungskräfte zeigen ein wachsendes Interesse an SD-WAN-Services, die Nutzer und MSP gemeinsam verwalten. Bei einem solchen Modell haben sie beispielsweise die Möglichkeit, ohne Hilfe des Service-Providers Regeln für SaaS-Anwendungen wie Salesforce.com oder SAP for Skype festzulegen. Dazu zählen Vorgaben für die Dienstgüte (Quality of Service) und die Sicherheits-Policies. Gleichzeitig teilen sich Nutzer und MSP die Verantwortung, wenn es um die Performance von Applikationen und die Einhaltung von SLAs geht.

Nav Chander.
Nav Chander. (Bild: Silver Peak)

Auch der MSP profitiert von diesem Ansatz. Er kann beispielsweise ergänzende Services anbieten, etwa für die Analyse und Visualisierung von Daten. Hinzu kommen Beratungsleistungen für Unternehmen, welche die Performance von Applikationen steigern möchten.

Über den Autor

Nav Chander ist Senior Director Service Provider Marketing bei Silver Peak.

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