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Ethernet Aggregation und Switching
Ethernet Aggregation und Switching innerhalb des Transportnetzes reduziert die Anzahl der Router-Ports, die an den Netzkanten benötigt werden. Im schlimmsten Fall braucht man ein separates Paar von GbE-Ports (manchmal 10 GbE) für jeden Access-Knoten wie einen IP-DSL-Access Multiplexer (DSLAM), einen WirelessSwitch oder Server (der in diesem Fall ein Network Termination Equipment (NTE) darstellt).
Hier unterscheiden sich aber die Lösungen der Hersteller teilweise stark, manche integrieren die notwendigen Routing-Funktionen direkt im PONP. Diese Aussage kann man auch für den Umgang mit der Wellenlängenkapazität treffen. Es gibt Produkte, die so genanntes Sub Wavelength Grooming unterstützen. Das funktioniert grob so, dass ein Gigabit-Übertragungsstrom nicht einfach auf die Ressource abgebildet wird, sondern die Ressource nochmals in gängige Einheiten, also z.B. 155 Mbps-Ströme unterteilt wird. Ein Scheduler bildet dann die anstehenden Verkehrsmengen sozusagen bündig auf die granulierten Ströme ab.
So können Verbindungen zwischen zwei Kantenknoten im Netz mit einer jeweils minimalen Anzahl von Wellenlängen gefahren werden. Ein derartiges Verkehrsmanagement ist eine feine Sache, wenn es mit der Gesamt-Kapazität eng wird, also so bei 1 oder 2 Terabit/s. oder wenn man z.B. vertraglich gebunden ist, auf einer bestimmten Faser nur bestimmte Wellenlängen zu nutzen. Das kann ja durchaus vorkommen, wenn man die Faser teiluntervermietet.
Sub Wavelength Grooming
Ein Netz mit PONPs, die wie oben beschrieben mit Sub Wavelength Grooming ausgestattet sind, bietet folgende generelle Vorteile:
- weniger Schritte zur Bereitstellung eines Services
- genauere Ressourcen-Kontrolle
- schnellere Kapazitätszuordnung
- vereinfachte Wartung, Troubleshooting und Service Level Monitoring.
Für das Carrier Ethernet ist der PONP die optimale Konstruktion, weil er alle Elemente vereinigt, die man benötigt.
Über den Autor
Dr. Franz-Joachim Kauffels ist seit über 25 Jahren als unabhängiger Unternehmensberater, Autor und Referent im Bereich Netzwerke selbständig tätig. Mit über 15 Fachbüchern in ca. 60 Auflagen und Ausgaben, über 1.200 Fachartikeln sowie unzähligen Vorträgen ist er ein fester und oftmals unbequemer Bestandteil der deutschsprachigen Netzwerkszene, immer auf der Suche nach dem größten Nutzen neuer Technologien für die Anwender. Sein besonderes Augenmerk galt immer der soliden Grundlagenausbildung.
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