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Acht Adern, bis zu 60 Megabit pro Sekunde über 2.500 Meter Black Box ermöglicht Ethernet über Telefonleitungen

Redakteur: Ulrike Ostler

Black Box Deutschland hat seine „xDSL“-Modem-Serie mit zusätzlichen LAN-Schnittstellen sowie mit 802.1q (VLAN)-Funktion erweitert. Bei Verwendung von acht Adern sind damit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Megabit pro Sekunde über eine Distanz von 2.500 Metern möglich. Für den Kurzstreckenbereich hat der Hersteller zudem die VDSL2-Serie modernisiert.

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Das DSL-Produkt „Etherlink IV“ steht in einer 2-, 4- oder 8-adrigen Ausführung zur Verfügung. Pro Kupferpaar erreicht das Modem mit integriertem Ethernet-Switch eine Übertragungsrate von 15 Megabit pro Sekunde. Damit könne die DSL-Technik durchaus gegen die Glasfaser bestehen, meint Black Box, zumal auf diese Weise keine Investitionen in die Installation von teuren Fiberoptikverkabelungen notwendig seien.

Michael Wüst, Product Manager bei Black Box, erläutert einen weiteren Vorteil: „Mit der VLAN-Funktionalität und bis zu vier LAN-Schnittstellen ermöglichen wir unseren Kunden nun die Trennung von Netzwerk-Traffic.“

So könne durch die Einrichtung von VLANs beispielsweise auf einem achtadrigen High Performance-60 Megabit-Adernbündel Netzwerkverkehr von VoIP, IP-Video oder Web im gleichen physischen Netz, aber logisch getrennt voneinander parallel übertragen werden.

VDSL-Extender

Der VDSL2-Extender „MEG201AE“ ermöglicht Höchstgeschwindigkeit auf kürzeren Strecken. Bei Entfernungen von bis zu 350 Metern seien Übertragungsraten von 100 Megabit pro Sekunde realistisch, teilt der Hersteller mit.

„Auf vielfachen Kundenwunsch haben wir bei der neuen R2-Version den RJ11-Stecker durch eine Anschlussleiste für die Strecke ersetzt. Das macht den Anschluss noch einfacher, sicherer und besser“, so Wüst. Neue Konfigurationsmöglichkeiten (Bandprofile) ermöglichten zudem eine höhere Netto-Brutto-Effizienz als je zuvor.

Aus für Etherlink I

Ende 2010 stellt Black Box nach knapp zehn Jahren die Produktion des Etherlink I ein. Das ist die Vorvorvorgängergeneration von Etherlink IV, mit einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 2,3 Megabit pro Sekunde.

Für Bestandskunden bestehe aber durch die Interoperabilität der Etherlink-Serien kein Grund zur Sorge. Die getätigten Investitionen seien geschützt und die Zukunftssicherheit gewährleistet.

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