An diesen IT-Trends kommt kein Unternehmen vorbei

Automatisierung per KI, digitale Zwillinge und Blockchain

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

IFS-CPO Christian Pedersen: „KI, IoT und Blockchain bringen Unternehmen große Vorteile, stellen sie aber auch vor neue Herausforderungen“.
IFS-CPO Christian Pedersen: „KI, IoT und Blockchain bringen Unternehmen große Vorteile, stellen sie aber auch vor neue Herausforderungen“. (Bild: IFS)

Künstliche Intelligenz (KI) trifft auf neue IoT-Sensoren und erzeugt die nächste Automatisierungswelle, digitale Zwillinge ermöglichen die Kontrolle über zunehmend autonome Prozesse, die Blockchain wird reif für den Durchbruch – Trends, die laut IFS das IT-Jahr 2019 prägen werden.

IFS, ein global agierende Anbieter von Business-Software prognostiziert für das Jahr 2019 drei zentrale IT-Trends in der Unternehmenswelt.

1. Zusammenwachsen von KI und IoT

Viele Produkte, Maschinen und Anlagen verfügen inzwischen über eingebettete IoT-Sensoren. Die Rolle dieser Sensoren wird sich aber verändern. Sie sammeln nicht länger nur Daten und senden sie an angeschlossene Systeme, sie können zunehmend auch Informationen empfangen, mithilfe von KI-Algorithmen verarbeiten und zur Steuerung der Produkte, Maschinen oder Anlagen verwenden – ganz so, wie es bei autonomen Fahrzeugen bereits in die Tat umgesetzt wird. Dieses Zusammenwirken von IoT-Technologie und künstlicher Intelligenz wird nun auch die Unternehmenswelt erreichen und ihr eine neue Welle autonomer Geschäftsprozesse bringen. Vor allem die Bereiche Asset- und Service-Management werden 2019 die ersten einschlägigen Anwendungen dieser KI-IoT-Automatisierung liefern.

2. Digitale Zwillinge

Mit dem Zusammenwachsen von IoT und künstlicher Intelligenz geht eine neue Herausforderung für Unternehmen einher. Sie müssen die Kontrolle über immer mehr automatisierte und autonom ablaufende Prozesse behalten – und das über unterschiedliche Märkte, Geschäftseinheiten und Supply-Chain-Bereiche hinweg. Die Lösung für diese Herausforderungen sind digitale Zwillinge. Sie simulieren die realen Prozesse, Maschinen, Komponenten oder Geschäftsbereiche digital und ermöglichen dadurch ihre Überwachung. Unternehmen wie Siemens oder Philips entwickeln solche „Digital Twins“ bereits, 2019 werden viele weitere nachziehen. Das gilt vor allem für Unternehmen aus anlagenintensiven Branchen wie der Energieversorgung und für Unternehmen, die es mit schnelllebigen Aufgaben wie Logistik und Supply-Chain-Management zu tun haben.

3. Blockchain

Die Blockchain-Technologie wird von der breiten Öffentlichkeit bislang vor allem mit völlig unregulierten und zwielichtigen Kryptowährungen in Verbindung gebracht. Das hat ihre weitere Ausbreitung massiv behindert. 2019 wird es der Blockchain zunehmend gelingen, dieses Image abzuschütteln und als das wahrgenommen zu werden, was sie wirklich ist: ein grundsolides und höchst vertrauenswürdiges Instrument für die Verifizierung von Produkten. Auch wenn der umfassende Durchbruch der Blockchain eher für die Jahre 2020 und 2021 zu erwarten ist: 2019 wird ein entscheidendes Jahr sein, denn mit der veränderten Wahrnehmung in der Business-Community wird der Grundstein für den endgültigen Durchbruch gelegt. Damit einhergehend wird 2019 auch schon die Zahl der erfolgreichen Blockchain-Anwendungsfälle steigen.

„Die zunehmende Automatisierung durch Technologien wie künstliche Intelligenz, Internet of Things und Blockchain bringt Unternehmen große Vorteile, stellt sie aber auch vor neue Herausforderungen“, sagt Christian Pedersen, Chief Product Officer bei IFS. „Sie benötigen deshalb Business-Software-Lösungen, die zweierlei berücksichtigen. Sie müssen einerseits die Automatisierungstechnologien unterstützen, andererseits müssen sie aber auch dafür sorgen, dass Unternehmen nicht die Kontrolle über ihr Geschäft verlieren. Sie benötigen Lösungen, um ihr Business auch in einer automatisierten Welt nachverfolgen, überwachen und erfolgreich steuern zu können.“

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