Bezahlbare HD-Qualität im Video-Conferencing

200er System von Lifesize – tolles Produkt, guter Preis, kein Markt?

12.12.2008 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die Komponenten von LifeSize Room 200
Die Komponenten von LifeSize Room 200

„Nun hat Lifesize Communications schon das dritte Mal in seiner relativ kurzen Existenz einen neuen Preis-Leistungs-Star am Video-Conferencing-Firmament aufgehen lassen“, schreibt Analyst Andrew Davis über die 200er Serie. Das Produkt bietet eine neue Hardware-Architektur, HD-Kommunikation und kleinere Ausmaße als die Vorgängermodelle. Außerdem läuft das System leiser bei geringerer Erwärmung.

Gegründet wurde Lifezise Communications 2003, der Sitz befindet sich in Austin, Texas. Die deutschen Vertriebspartner sind AVN, Data Direct, Videonations und Vidofon. Die 200er Serie ist seit dem 15. Oktober auf dem Markt. Jetzt bezeichnet Wainhouse-Research-Analyst Davis das Produkt als „Bombshell“, als Granate.

Die Modell-Familie besteht aus dem HD-fähigen System „Lifesize Room 200“ in drei Ausführungen , die Video-Kommunikations-Lösung, „Lifesize Conference 200“, ein 1080-Telepesence-System, das laut Anbieter auf Standards basiert, und der Workgroup-Lösung „Lifesize Team 200“, für zwei Monitore, zwei Kameras und zwei Mikrophone.

AVN beschreibt auf seiner Website die drei Varianten von Lifesize Room 200 wie folgt:

Das Videokonferenzsystem liefert eine sehr gute Auflösung in High Definition 1080p mit 30 Bildern/s und einer Auflösung von HD 720 mit 60 Bildern pro Sekunde. Die Bandbreite bei der 1080p Auflösung beträgt 1,7 Megabit pro Sekunde. Mit einer Bandbreite von 1,1 Megabit pro Sekunde wird sogar eine Auflösung von 720p mit 60 Bildern pro Sekunde möglich, und 720p mit 30 Bilder pro Sekunde mit nur 768 Kilobit pro Sekunde.

Back Panel von LifeSize Team 200. Das System ist laut AVN für rund 12.000 Euro zu haben.
Back Panel von LifeSize Team 200. Das System ist laut AVN für rund 12.000 Euro zu haben.

Neben dem Codec wurde auch eine neue Kamera entwickelt, die eine native Auflösung von 1.920x1.080 Punkten bei 30 Bildern in der Sekunde liefert.

Das System beinhaltet:

  • Eine integrierte High-Definition Mehrpunkt-Unterstützung für bis zu sechs Standorte in einer Konferenz mit Transcoding
  • Standard-basiertes Full-Motion zur gemeinsamen Nutzung von Daten – Dokumente, Tabellenkalkulationen, Präsentationen, Video und andere digitale Informationen können so in einer Konferenz dargestellt werden, und das in hoher Bildwiederholrate und High Definition Auflösung.
  • Mehrere Kameraeingänge für mehr Flexibilität und mehrere Einsatzmöglichkeiten
  • Dual-Monitor-Unterstützung, mit einer Vielzahl an Möglichkeiten für Video- und Daten-Präsentation.

Das System kostet nach AVN-Angaben in etwa 16.000 Euro.

Die Bewertung

Die Bewertung des Analysten Davis ist deutlich: Während andere Anbieter als Adressaten ihrer HD- und speziell 1080p-Angebote Video-Conferencing-Eliten sehen, konzentriere sich Lifesize auf das Gros der Anwender, biete also: „High-Performance-Video-Conferencing für den Rest von uns“. Schon zuvor habe er das Unternehmen als eines eingestuft, das den Markt gründlich durchmischen könne. Die neuen Serie gebe dieser Einschätzung neue Nahrung.

„Die Video-Auflösung 1080p wurde zuerst von Cisco angeboten, dann von Tandberg, von Polycom versprochen und von Lifesize jetzt geliefert. Sie wird damit zu einem Funktionsmerkmal das für jetzige Anschaffungen entscheidend sein kann.“

Auch Bruno Berning aus der Münchner Niderlassung von AVN-Sloution bestätigt die eindrucksvolle Qualität, die das System liefert.

Allerdings gebe es auch ein paar Überlegungen, die vorab zu tätigen seien. So erfordere 1080p eine relativ hohe Bandbreite. Außerdem nutzten 60 Frames pro Sekunde nichts, wenn weder die Kamera noch die Bildschirme dafür ausgelegt seien. „LCD und Beamer müssen „FULL HD“ sein, sonst bekommen Sie nicht die 1080p Auflösung hin. Je größer der LCD ist, am besten größer als 46 Zoll, desto besser ist das Bild; ideal wären 52-Zoll-Bildschirme“, so Berning.

„Dafür dürften die meisten HD-Videokonferenzsysteme heute nicht geeignet sein, sagt Analyst Davis. Damit könnten die Systeme, die nur 720p30 bei 768 Kilobit pro Sekunde lieferten, auf absehbare Zeit die gefragtesten Systeme bleiben und der Rest unverkäuflich.

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