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Windows 10 und Windows Server 2016/2019 Windows Updates mit Gruppenrichtlinien steuern

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Bei Windows 10 und Windows Server 2016 bzw. Windows Server 2019 läuft die Installation von Updates generell anders ab, als bei früheren Versionen. Mit Gruppenrichtlinien lassen sich viele dieser Einstellungen weitgehend zentral automatisieren. In diesem Artikel zeigen wir die Möglichkeiten und Vorgehensweisen.

Die Update-Installation in Windows 10 und Windows Server 2016/2019 lässt sich mit Gruppenrichtlinien zentral steuern.
Die Update-Installation in Windows 10 und Windows Server 2016/2019 lässt sich mit Gruppenrichtlinien zentral steuern.
(Bild: gemeinfrei)

Unternehmen, die auf Windows Server 2016 oder Windows Server 2019 und Windows 10 setzen, können und sollten über die Gruppenrichtlinien einige Einstellungen der Update-Installation anpassen. Die generelle Anbindung an die Windows Server Update Services (WSUS) funktionieren in Windows 10 noch so wie bei den Vorgängern Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2. Es gibt aber einige zusätzliche Einstellungen, die Administratoren verstehen und setzen sollten.

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Achtung: Windows 10 Pro bietet nicht die gleichen Möglichkeiten in den Gruppenrichtlinien, wie Windows 10 Enterprise. In der Pro Edition lässt sich der App-Store nicht aktivieren und auch nicht die Bing-Suche in Cortana. Es gibt noch mehr Beispiele, die zeigen, dass Unternehmen auf Windows 10 Enterprise setzen sollten, wenn sie das Betriebssystem sicher betreiben wollen. Microsoft hat eine Liste veröffentlicht, welche GPO-Einstellungen nur mit Windows 10 Enterprise und Windows 10 Education (entspricht Windows 10 Enterprise) möglich sind.

Die wichtigsten Einstellungen für Windows 10-Updates und für Windows Server 2016 und Server 2019 zeigen wir in der obenstehenden Bildergalerie.

In Zukunft soll es drei verschiedene Update-Größen geben. „Full Updates“ enthalten alle Verbesserungen und Aktualisierungen, seit der letzten „Full Update“-Version. Von den neuen Express-Updates profitieren Windows 10-Rechner und aktuelle Windows-Server, auch Windows Server 2019.

WSUS und Bandbreitenbegrenzung konfigurieren

Die Anbindung von Windows 10 oder Windows Server 2016/2019 an WSUS reicht aber nicht aus, um das Update-System der beiden neuen Betriebssysteme vollständig zu steuern. Es sind noch einige Einstellungen notwendig, die per Gruppenrichtlinie oder auch in den lokalen Richtlinien umsetzbar sind. Dazu werden jeweils die aktuellsten Gruppenrichtlinienvorlagen für Windows Server 2016/2019 beziehungsweise die aktuellen Vorlagen der aktuellsten Windows 10-Version benötigt. Am schnellsten findet man diese mit einer Internetsuche nach „adxm <Windows 10-Version>“, zum Beispiel

„admx Windows 10 1809“

Besonders wichtig sind hier Einstellungen, wie das Betriebssystem seine Updates herunterladen und im internen Netzwerk bereitstellen kann. Ohne WSUS und diese Einstellungen kann das durchaus passieren, dass ein einzelner Rechner mit Windows 10 durch seine Aktualisierungen komplette Internetleitungen lahmlegen kann, vor allem wenn mehrere Rechner die Updates parallel aus dem Internet herunterladen, anstatt mit anderen Windows 10-Rechnern im Netzwerk zu kommunizieren, oder WSUS zu verwenden.

Mehr Tipps zum professionellen Einsatz von Windows Server Update Services (WSUS) finden Sie über die untenstehende Bildergalerie.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist