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Definition Was ist FQDN (Fully-Qualified Domain Name)?

Ein Fully-Qualified Domain Name gibt den vollständigen Domain-Namen eines Hosts oder einer Internetpräsenz an. Er beinhaltet alle Domain-Level inklusive Top Level Domain, eventueller Subdomains und dem Hostnamen. Der FQDN ist eindeutig und lässt sich über Ressource Records eines Nameservers den zugehörigen IPv4- oder IPv6-Adressen zuordnen. Enthält ein Domain-Name nicht alle Domain-Level, wird er als Partially-Qualified Domain Name (PQDN) bezeichnet.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Das Akronym FQDN steht für Fully-Qualified Domain Name. Es bezeichnet innerhalb des Domain Name Systems (DNS) den vollständigen Domain-Namen einer Internetpräsenz oder eines Hosts. Sämtliche Domain-Level inklusive Root-Level, Top Level Domain, eventuellen Subdomains und Hostnamen sind enthalten.

Die einzelnen Level sind mit einem Punkt voneinander getrennt und werden Label genannt. Die höchste Hierarchieebene ist der Root-Label. Er besteht in der Regel aus einem leeren Feld, weshalb ein FQDN hinter der Top Level Domain mit einem Punkt endet. Abhängig von der jeweiligen Anwendung kann dieser Punkt unter bestimmten Umständen weggelassen werden.

Ein FQDN ist eindeutig identifizierbar und lässt sich über A- oder AAAA-Records eines Nameservers den zugehörigen IPv4- oder IPv6-Adressen zuordnen. Der in einigen RFCs verwendete Oberbegriff für FQDN und IP-Adresse lautet Fully-Qualified Host Name (FQHN). Fehlen einzelne Label eines FQDNs, handelt es sich um einen so genannten Partially-Qualified Domain Name, abgekürzt PQDN.

Fully-Qualified Domain Name – Aufbau und Syntax

Ein Fully-Qualified Domain Name folgt einer vorgegebenen Syntax. Er besteht aus einzelnen Labeln, die die Hierarchie des Domain Name Systems abbilden und die verschiedenen Hierarchiestufen benennen. Die einzelnen Label sind mit einem Punkt voneinander getrennt. Beispiel für ein FQDN ist:

server1.beispiel-domäne.de.

Die höchste Stufe des voll qualifizierten Domain-Namens steht ganz rechts und ist der Root-Level, auch als Null-Label oder Root-Label bezeichnet. Dieser ist leer und durch den abschließenden Punkt repräsentiert. Unter bestimmten Umständen kann dieser weggelassen werden.

Nach dem Root-Level folgt die Top Level Domain (TLD). Im Beispiel ist das ".de". Nach der Top Level Domain folgt der Domain-Name. Ganz links steht das Label des Hostnamens, in diesem Beispiel der Hostname "server1". Zwischen dem Label des Hostnamens und dem Label des Domain-Namens können in einem Fully-Qualified Domain Name ein oder mehrere Label für Subdomains enthalten sein.

Ein einzelnes Label darf aus bis zu 63 Zeichen bestehen. Die komplette Länge eines FQDN ist auf 255 Zeichen begrenzt. Als Zeichen sind Buchstaben, Zahlen und das Sonderzeichen Bindestrich "-"erlaubt. Ein Label darf nicht mit einem Bindestrich beginnen.

Unterschied zwischen Fully-Qualified Domain Name und Partially-Qualified Domain Name (PQDN)

Im Gegensatz zu einem FQDN beinhaltet ein Partially-Qualified Domain Name nicht alle oder nur einzelne Domain-Level. Das Akronym für Partially-Qualified Domain Name lautet PQDN. Ein PQDN wird auch als relativer Domain-Name bezeichnet und ist nicht eindeutig. Er liefert innerhalb des DNS nur unvollständige beziehungsweise relative Informationen über eine Ressource. Oft besteht ein PQDN nur aus dem Hostnamen, dem ganz linken Label eines FQDNs. Im Beispiel des vorigen Kapitels stellt die alleinige Angabe von "server1" ein PQDN dar.

Verwendung eines Fully-Qualified Domain Names

Über ein FQDN ist eine Internetressource wie ein Host oder eine Internetpräsenz eindeutig benannt und erreichbar. Zur Kommunikation im Internet muss dem FQDN eine gültige IPv4- oder IPv6-Adresse zugeordnet werden können. Möglich wird dies über so genannte A- oder AAAA-Einträge (Ressource Records) eines Nameservers. Sie verbinden den Fully-Qualified Domain Name mit einer IP-Adresse und erlauben die Adressierung der IP-Pakete mit der IP-Adresse des gewünschten Ziels.

FQDNs werden für zahlreiche weitere Anwendungen genutzt. Beispielsweise kann die Ausstellung eines SSL-Zertifikats für einen Server die Angabe des FQDNs erfordern. In einem Webbrowser erfolgt die Kontaktaufnahme mit dem Webserver über die Eintragung des FQDNs in der Browser-Adresszeile. Die Angabe des abschließenden Punkts nach der Top Level Domain für den Root-Label ist in dieser Anwendung nicht notwendig.

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