Desktop as a Service ist ein Cloud-Service, der virtuelle Desktops als Leistung einer Cloud-Plattform und voll gemanagte Virtual Desktop Infrastructure bereitstellt. Der Anwender kann damit von beliebigen Orten aus über eine Netzwerkverbindung und sein lokales Endgerät auf seinen virtuellen Desktop zugreifen und mit ihm arbeiten. Die Abrechnung der bereitgestellten DaaS-Leistungen erfolgt, wie für das Cloud-Computing-Servicemodell üblich, in einem nutzungsabhängigen Abomodell.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Desktop as Service (DaaS) ist ein Cloud-Service. Er stellt dem Nutzer virtuelle Desktops inklusive Betriebssystem, Anwendungen, Daten und individuellen Einstellungen als Service einer Cloud bereit. Der Zugriff auf die Desktops erfolgt über ein privates oder öffentliches Netzwerk. Anwender können ihre Desktops ortsunabhängig von überall aus verwenden. Sie benötigen dafür eine ausreichend schnelle Netzwerkverbindung, ein lokales Endgerät mit entsprechenden Darstellungsmöglichkeiten und eine Software wie einen Webbrowser.
Die Darstellung der virtuellen Desktops wird über die Onlineverbindung auf das Endgerät des Anwenders gestreamt. Konzeptionell sind die bereitgestellten Benutzeroberflächen und die über die virtualisierten Desktops ausgeführten Anwendungen von der Endgeräteausstattung des Anwenders entkoppelt. Die Anforderungen an die lokale Hardware sind relativ gering. Als Endgeräte lassen sich zum Beispiel PCs, Laptops, Tablets oder Smartphones nutzen.
Die zur Bereitstellung der Desktops benötigte virtuelle Desktop-Infrastruktur wird in den Cloud-Rechenzentren des Anbieters betrieben und von diesem gemanagt. Der Anbieter übernimmt die komplette Wartung der notwendigen Hard- und Softwarekomponenten sowie der Speicher-, Netzwerk- und Computing-Ressourcen. Die Benutzerdaten oder Backups speichert der Cloud-Provider ebenfalls auf seiner Plattform. Am Markt existieren zahlreiche große und kleine Anbieter von Desktop as a Service. Zu den bekanntesten zählen Amazon, Microsoft, VMware und Citrix.
Übliche Abrechnungsmodelle für Desktop as a Service
Die im Rahmen eines DaaS-Angebots bereitgestellten Leistungen werden, wie für das Cloud-Computing-Servicemodell üblich, in der Regel nutzungsbasiert in einem Abonnementmodell abgerechnet. Je nach Anbieter und Produkt sind die Kosten von verschiedenen Leistungsmerkmalen und Kriterien abhängig. Die Abrechnung kann beispielsweise auf Basis der Anzahl der bereitgestellten Desktops, der Nutzungszeiten der Desktops, der Anzahl der User, der Computing-, Grafik- oder Speicherleistung der Desktops, des Betriebssystems der Desktops oder der installierten Anwendungen erfolgen.
Abgrenzung der beiden Begriffe Desktop as a Service (DaaS) und Virtual Desktop Infrastructure (VDI).
Eine Virtual Desktop Infrastructure, abgekürzt VDI, umfasst alle Hard- und Softwareressourcen und Komponenten, die für die Bereitstellung von virtuellen Desktops notwendig sind.
Aus technischer Sicht ist eine VDI die Grundlage für den Cloud-Service DaaS. In der Regel grenzen sich die beiden Begriffe VDI und DaaS hinsichtlich der Verantwortung für das Hosting und Management voneinander ab. Bei DaaS wird eine mandantenfähige VDI im Cloud-Computing-Servicemodell von einem Dritten betrieben. Ein Cloud-Anbieter hostet, managt und wartet die Virtual Desktop Infrastructure und stellt die Services dieser Infrastruktur als Dienstleistung über seine Cloud-Plattform zur Verfügung. Es handelt sich um eine von einem Cloud-Anbieter gehostete und gemanagte VDI.
Betreibt ein Unternehmen eine eigene VDI, ist es selbst für Betrieb, Verwaltung und Wartung der Infrastruktur verantwortlich. Die Hard- und Software für die VDI wird in Eigenverantwortung angeschafft und in eigenen oder angemieteten Rechenzentren betrieben. Entsprechendes Know-how zum Betrieb der virtuellen Desktop-Infrastruktur und Investitionen in Computing-, Netzwerk- und Speicherinfrastrukturen sind notwendig. Der Betrieb einer eigenen VDI kann sinnvoll sein, wenn hohe Anforderungen an die Sicherheit bestehen oder spezifische Funktionen bereitgestellt werden müssen, die über ein Standard-DaaS-Anbebot nicht zu realisieren sind.
Nutzung von DaaS mit Thin oder Fat Clients
Da das Betriebssystem und sämtliche Anwendungen der virtuellen Desktops auf der VDI des Anbieters ausgeführt und nur die Ausgaben der grafischen Benutzeroberfläche auf die Endgeräte der Anwender gestreamt werden, sind die Anforderungen an die lokalen Endgeräte niedrig. Je nach Ausstattung und Leistungsfähigkeit der lokalen Rechner lässt sich zwischen so genannten Fat und Thin Clients unterscheiden. Ein Thin Client besitzt lediglich eine Minimalausstattung. Er ist hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit und Ausstattung so dimensioniert, dass er zwar für die Darstellung der Ausgaben virtueller Desktops und die Entgegennahme der Benutzereingaben verwendet werden kann, aber sich kaum für die Ausführung eigenständiger lokaler Anwendungen eignet.
Ein Fat Client hingegen ist ein vollwertiger Rechner. Er ermöglicht den Zugang zu virtuellen Desktops, kann aber auch für lokale Anwendungen verwendet werden. Er ist mit lokaler Software und eigenen Rechen- und Speicherressourcen ausgestattet und kann Daten offline lokal verarbeiten und speichern.
Stand: 08.12.2025
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Unterschied zwischen persistenten und nicht persistenten virtuellen Desktops
Hinsichtlich der Persistenz der Benutzereinstellungen und der Daten ist eine Unterscheidung zwischen persistenten und nicht persistenten virtuellen Desktops möglich. Bei einem persistenten Desktop finden die Anwender nach dem Login ihren virtuellen Desktop so vor, wie sie ihn verlassen haben. Der Desktop merkt sich die Einstellungen des Benutzers, den Status der Anwendungen und sämtliche Daten. Persistente Desktops lassen sich individuell konfigurieren und verhalten sich wie ein eigener lokaler Arbeitsrechner. Bei einem nicht persistenten virtuellen Desktop hingegen werden die Anwendereinstellungen und Daten nach dem Abmelden des Nutzers gelöscht. Der Anwender erhält nach der Neuanmeldung einen stets auf die gleichen Grundeinstellungen zurückgesetzten, jungfräulichen Desktop.
Einsatzmöglichkeiten von Desktop as a Service
Typischer Einsatzbereich von DaaS ist die Ausstattung von mobil oder zu Hause arbeitenden Mitarbeitern mit den für die Arbeit benötigten Anwendungen. Die Mitarbeiter können von überall aus auf ihren gewohnten Arbeits-Desktop, ihre Anwendungen und Daten zugreifen. Teilweise wird DaaS auch als generelle Alternative zu lokal betriebenen Bürorechnern eingesetzt. Die Mitarbeiter erhalten an ihrem Büroarbeitsplatz eine Minimalausstattung in Form eines Thin Clients und erledigen ihre Arbeit mit einem über die Cloud bereitgestellten, zentral gemanagten virtuellen Desktop. Weitere Einsatzmöglichkeiten von DaaS sind die Ausstattung von externen Mitarbeitern oder Projektmitarbeitern mit Desktops, die Sicherstellung der Geschäftskontinuität, als Übergangsarbeitsplätze bei Umstrukturierungen oder Fusionen, die Bereitstellung von Rechnern mit verschiedenen Betriebssystemen zum Beispiel für Softwareentwickler oder Tests oder als Notfallrechner bei einem Disaster Recovery.
Vor- und Nachteile von Desktop as a Service
Als Vorteile von Desktop as a Service lassen sich nennen:
einfache, sichere und effiziente Verwaltung und Bereitstellung von Desktops
keine Investitionen und kein Aufwand für den Betrieb einer eigenen virtuellen Desktop-Infrastruktur
Entlastung der eigenen IT-Abteilung
hohe Flexibilität und einfache Skalierbarkeit entsprechend des Bedarfs an Desktops
von überall aus und mit vielen verschiedenen Endgeräten nutzbar
hohes Sicherheitsniveau der virtuellen Desktops durch zentrales Security-Management
zentrales Hosting und automatisierte Sicherung sämtlicher Daten
kein Verlust sensibler Daten bei Diebstahl oder Verlust lokaler Arbeitsgeräte dank zentraler Datenhaltung und Datenverarbeitung
transparente, nutzungsabhängige Preisgestaltung
Einsparung von Betriebs- und Energiekosten
Reduzierung von Lizenzkosten (keine Mehrfachlizenzen für einzelne Mitarbeiter)
Ausführung von Anwendungen unabhängig von der Leistungsfähigkeit und Ausstattung der lokalen Arbeitsplatzgeräte
geringere Anforderungen an die lokale Endgeräteausstattung
schnelles On- und Offboarding neuer Mitarbeiter
hohe Verfügbarkeit der virtuellen Desktops dank Hosting durch professionelle Anbieter
Neben diesen Vorteilen bringt DaaS auch einige Nachteile mit sich. Zu diesen Nachteilen zählen:
kein Zugriff auf die virtuellen Desktops ohne Netzwerkverbindung
Hosting und Datenverarbeitung bei einem externen Anbieter (Einhaltung von Datenschutzvorgaben und Compliance-Richtlinien muss sichergestellt sein)
eingeschränkte Möglichkeiten für individuelle Ausstattungen, Installationen und Konfigurationen im Vergleich zu physischen Desktops
Abhängigkeit vom DaaS-Produkt des Anbieters (Verfügbarkeit, Leistungsmerkmale, Preise)