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Covid-19 verlängert Maskenpflicht für IP-Netze Volle IPv6-Adoption noch Zukunftsmusik

| Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Aus Sicht von Heficed liegt eine vollständige IPv6-Adoption immer noch in weiter Ferne. Dementsprechend positioniert sich der Anbieter für IP-Leasing als Helfer für eine längere Übergangsphase.

Laut Google nutzt etwa ein Drittel des Internets IPv6.
Laut Google nutzt etwa ein Drittel des Internets IPv6.
(Bild: Google)

Mit seinem Marktplatz bringt Dienstleister Heficed Local Internet Registries (LIR) mit Unternehmen zusammen, denen es an IPv4-Adressen fehlt. Die einen können so ungenutzte IP-Ressourcen versilbern, die anderen benötigte IP-Adresse leasen. Und für dieses Angebot wird wohl noch länger Bedarf bestehen – davon ist zumindest Heficed-CEO Vincentas Grinius überzeugt und liefert in einer jetzt verschickten Mitteilung einige Argumente dafür.

Dabei verweist der Grinius etwa auf aktuelle Zahlen von Google. Diesen zufolge liege die Adoption des bereits 1996 live gegangenen Protokolls aktuell bei 30 Prozent. Nicht thematisiert der Heficed-CEO allerdings, dass IPv6 im Juli 2017 vom Draft zum Internet Standard erhoben wurde; ebenso wenig liest man, dass der vergleichbare Wert im Januar 2011 noch bei 0,30 Prozent lag; die IPv6-Nutzung seither also stark, zeitweise sogar exponentiell zugelegt hat.

Stattdessen nennt die Aussendung kostspielige Infrastrukturen als Hemmnis einer vollständigen IPv6-Landschaft. Nicht alle ISPs und Telkos könnten sich derlei Ausgaben leisten, mit Covid-19 seien die Budgets zusätzlich belastet; folgt man der Argumtation, sorgt der Coronavirus damit auch für eine anhaltende (Subnetz-)Maskenpflicht bei IP-Netzen. Schließlich seien aber auch zahlreiche, aktuell eingesetzte Endnutzergeräte noch immer nicht kompatibel mit IPv6.

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