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Drei VHD-Formate zur Auswahl Virtuelle Disks (VHD) – die Basis der Virtualisierung, Teil 1

| Redakteur: Ulrich Roderer

Die Bedeutung eines der wichtigen Bestandteile vieler Virtualisierungs-Angebote wird häufig unterschätzt: die virtuellen Festplatten. Wir erläutern im ersten Teil die Grundlagen und stellen im zweiten Möglichkeiten und Programme zur Bearbeitung der VHDs vor.

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Einbinden der virtuellen Platten direkt in das Windows-Betriebssystem.
Einbinden der virtuellen Platten direkt in das Windows-Betriebssystem.
( Archiv: Vogel Business Media )

Jeder, der schon einmal mit einer Virtualisierungslösung gearbeitet hat, ist wohl schon mit ihnen in Berührung gekommen: virtuelle Festplatten, die unter Windows-Systemen auch mit ihrer englischen Abkürzung VHDs (Virtual Hard Disk) bezeichnet werden. Auf den ersten Blick unterscheiden sie sich im Dateisystem eines Windows-Rechners in keiner Weise von normalen Dateien und sind nur durch die Endung .vhd als etwas Besonders kenntlich.

Die verschiedenen Hersteller bieten zudem noch andere, eigene Formate für virtuelle Festplatten an, wobei besonders das VDMK-Format (Virtual Machine Disk) vom Branchen-Primus VMWare zu erwähnen ist. Insgesamt scheinen es diese beiden Formate VHD und VDMK zu sein, auf die sich die Anbieter von Virtualisierungslösungen als kleinsten gemeinsamen Nenner für die Speichermedien in diesem Umfeld einigen werden.

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Grundsätzlich handelt es sich bei einer solchen VHD-Datei um eine Art Container, der das Abbild oder Image einer Festplatte beinhaltet. Das bedeutet, dass sich in dieser Hülle dann die entsprechenden Dateien, Verzeichnisse oder auch ganze Diskpartitionen einer physikalischen Festplatte befinden können. Diese VHD-Dateien wurden zunächst einmal dazu entwickelt, den virtuellen Maschinen (VMs) Speichermedien zur Verfügung zu stellen.

Das Format wurde von der Firma Connectix entwickelt, die als einer der ersten Anbieter mit einer Virtualisierung für Windows-PCs (Virtual PC) auf den Markt kam. Dieser Anbieter wurde später von Microsoft übernommen, als man auch in Redmond zu der Überzeugung kam, dass ein Engagement im Bereich der Virtualisierung unabdingbar wurde. Im Juni 2005 hat sich bei Microsoft dann dazu entschlossen, die Spezifikationen für dieses Format unter der sogenannten „Microsoft Open Specification Promise“ auch für andere Anbieter verfügbar zu machen.

Unterstützung und Möglichkeiten

Das Format VHD wird nicht nur von Microsoft genutzt, sondern auch andere Virtualisierungslösungen können damit umgehen oder nutzen es: So unterstützt Citrix mit seiner Xen-Lösung diese Format für Windows-Gastsysteme vollständig. Auch die freie Lösung VirtualBox (früher Sun nun Oracle) verwendet das Dateiformat und kann mit entsprechenden Container umgehen, die beispielsweise mit Hilfe einer Virtualisierungslösung von Microsoft erstellt wurden. Schließlich unterstützt auch die Desktop-Produkte von VMware dieses Format, wenn auch nur als Alternative zum hauseigenen VDMK-Format.

Aber Microsoft hat den Einsatz der VHD-Dateien weiter vorangetrieben und nutzt diese nun auch in den Standardbetriebssystemen für die verschiedensten Einsatzszenarien. Für die Anwender und vor allen Dingen für die IT-Profis in den Rechenzentren ist das ein unbestreitbarer Vorteil: Können sie doch auch dann auf die VHD-Dateien zugreifen, wenn beispielsweise gerade keine Virtualisierungs-Software zu Hand oder im Einsatz ist.

Dies gelingt dadurch, dass sowohl die Windows-7-Betriebssysteme (vollständig allerdings nur in der professionellen Varianten) als auch die Windows Server 2008 R2 dieses Format direkt unterstützen. Dadurch stehen dann mit diesen Systemen die folgenden Möglichkeiten offen:

• direktes Booten von einer VHD,

• eingebaute Unterstützung zum Einbinden (mounten) der VHD in der Datenträgerverwaltung (Bild 1) und im Kommandozeilen-Programm „diskpart.exe“,

• ein „Einhängen“ der VHD-Dateien innerhalb anderer VHD-Dateien und

• die Verwendung der VHD-Dateien für Systemabbilder, aus denen dann durch das Einbinden in das Betriebssystem auch direkt Dateien und Verzeichnisse extrahiert werden können.

Weiter: „Drei VHD-Formate“

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