Axians und GA Datentechnik plus FuM Vinci übernimmt die Fritz & Macziol Group

Autor: Sarah Gandorfer

Royal Imtech, die Konzernmutter von Fritz & Macziol (FuM), muss ihre Schulden tilgen. Deshalb hat sie den Ulmer IT-Dienstleister an Vinci verkauft. Die FuM-Geschäftsführung sieht darin Chancen, bekommt sie doch Axians Network als große Schwester.

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Noch weht die Imtech-Fahne vor dem Firmengebäude in Ulm.
Noch weht die Imtech-Fahne vor dem Firmengebäude in Ulm.
(Bild: Fritz & Macziol)

Vorige Woche Montag schätzte FuM-Geschäftsführer Oliver Schallhorn noch, dass der neue Eigner von Fritz und Macziol wohl im September oder Oktober bekannt gegeben wird. Doch es ging weitaus schneller: Gestern eröffnete der französische Mischkonzern Vinci, dass er die Imtech ICT Division gekauft hat.

Damit erwarb der Konzern auch alle Anteile des Ulmer IT-Dienstleisters Fritz & Macziol. Neben der Fritz & Macziol, Software und Computervertrieb GmbH sowie der Infoma Software Consulting GmbH umfasst die Gruppe zudem die Fritz & Macziol Asia Inc. mit Sitz in Manila, sowie die IT&T AG in Rotkreuz. Der neue Eigner setzt auf die Identität und Selbstständigkeit der einzelnen Organisationen.

Die Ulmer Gruppe wird in Deutschland an die Vinci-Tochter Vinci Energies berichten. Vinci Energies beschäftigt rund 65.000 Mitarbeiter und erzielte 2013 einen Umsatz von 536 Millionen Euro EBITDA.

Axians als Schwester

„Wir sind sehr erfreut, dass der Verkaufsprozess von Imtech ICT zu diesem ausgesprochen positiven Ergebnis geführt hat. Unter dem neuen Dach sehen wir augezeichnete Chancen, die Erfolgsgeschichte von FuM langfristig fortzuschreiben“, so die erste Einschätzung von Heribert Fritz, CEO der Fritz & Macziol Group. Ebenfalls zu Vinci Energies gehört die Axians Networks und Solutions GmbH. Diese stellt als Cisco Gold Partner eine ideale Ergänzung zum Portfolio der Ulmer dar.

Über Vinci

Vinci ist einer der weltweit agierenden Konzerne für Bau und Infrastrukturkonzessionen und erwirtschaftet mit knapp 190.000 Mitarbeiter in 100 Ländern mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz. Der Mischkonzern stützt seine Entwicklung seit jeher auf das strategische Modell eines integrierten Bau- und Konzessionsunternehmens sowie auf ein dezentrales Management-Konzept, das die Leistungskraft der einzelnen Konzernunternehmen fördert. Seit 25 Jahren ist Vinci auf dem deutschen Markt aktiv, dabei treten die einzelnen Töchter des Konzerns nach außen überwiegend unter ihren bisherigen renommierten Markennamen auf.

Vinci Energies agiert über vier Geschäftsbereiche: Industrie, Dienstleistungen, Infrastruktur und Telekommunikation. Mit 250 Business Units und 9.100 Mitarbeitern ist Vinci Energies in Deutschland mit mehreren Gesellschaften präsent, deren Gesamtumsatz lag 2013 bei 1,7 Milliarden Euro.

Der Fokus richtet sich auf Industriedienstleistungen, IT-Netzwerklösungen sowie Fire Protection Solutions bilden weitere Schwerpunkte. Zudem ist das Unternemen nach eigenen Aussagen einer der marktführenden Dienstleister für Wärme-/Kältedämmung, vorbeugenden Brandschutz und Schallschutz. Neben Axians gehören auch die Unternehmen Graniou und GA Datentechnik zu Vinci Energies Deutschland.

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 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS