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Die Abhängigkeit steigt

Wer Teile seines Rechenzentrums auslagert und auf den Anbieter eines Cloud-Computing-Dienstes baut, gibt damit auch ein wenig Kontrolle ab. Die Daten sind nicht länger lokal gespeichert und der Datentransfer wird in das Internet verlagert. Die Internet-Verbindung, die gleichbedeutend mit Zugang zu den Diensten und Lösungen ist, wird dadurch zum entscheidenden Element der Unternehmens-IT.
Mit der Wichtigkeit der ausgelagerten Anwendungen steigt die Bedeutung der Verbindung entsprechend. Der Dienstanbieter wird also indirekt zum Anbieter des Anwendungs-Zugangs. Das Unternehmen muss sich jederzeit darauf verlassen können, dass eine zuverlässige und leistungsstarke Verbindung besteht.
Auch die steigende Anzahl der Internet-Nutzer über mobile Endgeräte hat gravierende Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der Dienstanbieter – besonders in Hinblick auf die Anforderungen an Bandbreite und Netzwerke. Diese „neue“ Verfügbarkeit des Internets und somit der virtuellen Dienste sprengt die Reichweite klassischer, drahtloser Netzwerke. Darüber hinaus forcieren Geräte wie das iPhone, das Google G1 und weitere Smartphones durch einfache Handhabung und zahlreiche Anwendungen von Drittanbietern diesen Trend.
Konsequenz – neue Anforderungen an die Netzwerk-Architektur
Netzwerkanbieter müssen ihre Architektur, allgemeine Infrastruktur und Modelle für die Bereitstellung ihrer Dienste an die Anforderungen von Cloud Computing und Co. anpassen. Sie müssen die Architektur so optimieren, dass sie flexibel ist und genügend Kapazitäten bietet, um rasch auf Kundenanforderungen reagieren zu können und, um die Zeit zwischen Auftrags- und Ertragseingang zu minimieren. Das ist nur möglich, wenn die Netzwerk-Ressourcen dynamisch und mit minimalem personellem Aufwand umkonfiguriert werden können, um sich so auf neue Aufträge einzustellen.
Laut einer Studie der McKinsey Group „kann eine softwaregestützte Netzwerk-Architektur bei der Erstaufstellung von Diensten die Probezeit und Zeit der Bereitstellung um 20 Prozent reduzieren, bei einer Optimierung der Leitungen (bspw. Bandbreite, Servicetyp, Quality-of-Service) sogar um bis zu 70 Prozent“. Gewissenhafter Planung und Netzwerk-Expertise kommt bei der Implementierung einer neuen Lösung daher entscheidende Bedeutung zu.

Grundsätzlich müssen Netzwerke dynamischer und verstärkt softwaregesteuert werden.
weiter mit: Drei Punkte sind hierbei entscheidend.
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