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Absicherung von CTI-Verbindungen
Bei Computer Telephony Integration (CTI) wird zwischen Einzelplatz- und Mehrplatzlösungen unterschieden. Während die direkte Verbindung zwischen Telefon und Rechner bei Einzelplatzlösungen in der Regel aufgrund der räumlichen Nähe und der proprietären, vom restlichen Netzwerk unabhängigen Anbindung keines zusätzlichen Schutzes bedarf, besteht bei Mehrplatzlösungen eine Verbindung zwischen jedem Endgerät und einem zentralen CTI-Server, der für die Steuerung der Endgeräte verantwortlich ist.
Diese Verbindung wird oft auf Basis von CSTA realisiert. CSTA kann sowohl über ISDN als auch über TCP/IP-basierte Verbindungen transportiert werden. Je nach Anbindung des Endgerätes können verschiedene Verfahren Anwendung finden:
- Bei digitaler Anbindung können Kryptoboxen eingesetzt werden,
- IP-basiertes CSTA kann durch Verwendung von TLS oder IPsec gesichert werden.
Neben CSTA finden im Bereich der CTI-Applikationen auch viele proprietäre Protokolle Verwendung, deren Umsetzungsdetails durch vom Hersteller angebotene Treiber für TAPI-, JTAPI- und TSAPI-Schnittstellen verborgen bleiben. Der Hersteller sollte in diesen Fällen zur grundsätzlichen Möglichkeit zur Authentisierung und Verschlüsselung sowie über die konkrete Konfiguration einer sicheren Verbindung befragt werden. Im Zweifel kann auch hier die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, den gesamten Datenverkehrs zwischen Telefon und TK-Infrastruktur über ein geeignet gesichertes VPN zu tunneln.
weiter mit: Absicherung der Kommunikation zwischen TK-Applikation und IT-System
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