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Absicherung des Sprachkanals zwischen TK-Anlage und TK-Applikation
Sprachverbindungen sind bei TK-Applikationen, sei es im Rahmen von Unified Messaging, IVR oder Alarmservern, naturgemäß von großer Bedeutung. Sowohl die Sprach- als auch die Signalisierungsdaten können sensible Inhalte haben und dementsprechend schützenswert sein.

Für die genutzten Übertragungswege muss geprüft werden, ob zusätzliche Schutzmaßnamen ergriffen werden müssen. Besteht ein erhöhter Schutzbedarf oder sind Strecken über unsichere Netze zu überbrücken, ist ein Schutz der Verbindungen notwendig. Unabhängig von der zugrundeliegenden Technik sollten in diesem Fall – sofern technisch möglich – folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Medienstroms
- Verschlüsselung der Signalisierung
- Authentisierung zwischen Endgeräten und Servern des VoIP-Systems
- Authentisierung zwischen Servern
Bei analoger oder digitaler Telefonie kann bei entsprechendem Schutzbedarf auf den Einsatz von Krypto-Boxen zurückgegriffen werden.
Im Kontext IP-basierter Sprachübertragung können die genannten Maßnahmen wie folgt umgesetzt werden:
- Bei IP-basierter Sprachübertragung steht SRTP als verschlüsselte Variante des Real Time Protocol (RTP) zur Übertragung von Sprachdaten zur Verfügung. Alternativ können VPN-Techniken unter Verwendung von IPsec oder SSL genutzt werden.
- Zur Sicherung der Signalisierung per SIP kann auf TLS zurückgegriffen werden. In Ergänzung hierzu kann eine Verschlüsselung der SIP-Pakete nach S/MIME erfolgen, ei-nem Verfahren das aber in der Praxis selten zur Anwendung kommt.
- Für H.323 gilt in Bezug auf Sicherheit der Standard H.235.
- Die Endpunkte der Verschlüsselung bei Verwendung von SRTP sind in Abbildung 1 dargestellt.
weiter mit: Absicherung von CTI-Verbindungen
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