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Version 2.3 der Monitoring-Lösung Checkmk Synthetic Monitoring: Applikationen aus Nutzersicht überwachen

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Mit der Version 2.3 erweitert Checkmk das IT-Monitoring um Synthetic Monitoring. Admins und DevOps-Teams könnten nun Benutzerinteraktionen mit Anwendungen simulieren. Darüber hinaus gebe es auch mehr Möglichkeiten für Web-Service-Monitoring und Monitoring out of the box.

Per Synthetic Monitoring ermöglicht Checkmk das automatisierte Testen der Funktionsfähigkeit, Leistung und Verfügbarkeit von Applikationen.(Bild:  Checkmk)
Per Synthetic Monitoring ermöglicht Checkmk das automatisierte Testen der Funktionsfähigkeit, Leistung und Verfügbarkeit von Applikationen.
(Bild: Checkmk)

Mithilfe der neuen Funktion Synthetic Monitoring – und somit der Möglichkeit, Verfügbarkeit, Performance und Funktionsfähigkeit von Applikationen aus Nutzersicht zu überwachen – möchte Checkmk den Aufbau eines Monitoring-Stacks vorantreiben, der neben der IT-Infrastruktur auch Critical User Journeys umfasst, um Störfälle umgehend zu beheben, bevor sie sich negativ auf die Kundenzufriedenheit und den Geschäftsbetrieb auswirken. Die Bandbreite reiche von Tests für moderne Web-Applikationen über REST-APIs und Netzwerkprotokolle bis hin zu lokal betriebenen Windows-Applikationen, die weder über eine API verfügen noch im Browser laufen. Herzstück von Checkmk Synthetic Monitoring sei das auf Open Source basierende Test-Automatisierungs-Tool Robot Framework. Selbst IT-Administratoren ohne tiefes Programmierwissen könnten Tests für eine breite Palette von Anwendungsfällen erstellen, beispielsweise den Bestellprozess in einem Onlineshop oder die Ladezeit von Dokumenten in Legacy-Systemen.

Web-Service-Monitoring

Der HTTP-Check für das Verfügbarkeits- und Performance-Monitoring von Web-Services sei komplett überarbeitet worden und ermögliche nun das Monitoring von Webseiten inklusive ihrer Zertifikate. Applikationsteams würden detaillierter über Probleme benachrichtigt, etwa veraltete TLS-Versionen oder das Ablaufen des Webseiten-Zertifikats, um die Stabilität von kritischen Web-Services sicherzustellen. Zusätzlich prüfe Checkmk 2.3 nicht nur über HTTPS bereitgestellte Zertifikate, sondern alle Applikationen, die über einen TCP-Port ein Zertifikat bereitstellen, wie beispielsweise Datenbanken. Man-in-the-Middle-Angriffe würden dadurch im gesamten Netzwerk effizient und schnell erkannt.

Next-Gen-Datenbank-Monitoring

Checkmk habe das MS-SQL-Plug-in neu gestaltet, damit sich künftig alle mit MS-SQL-Abfragen kompatiblen Datenbanken überwachen lassen. Die Architektur sei leistungsfähiger und ermögliche das Monitoring sämtlicher lokaler Datenbanken sowie ein besonders tiefgehendes Monitoring von Remote-Datenbanken wie MS Azure SQL. Ferner unterstütze das Plug-in ein breiteres Spektrum von MS-SQL-Setups und die individuelle Behandlung von langlaufenden Queries.

Ressourcenfresser identifizieren

Das Dashboard-Dashlet „Topliste“ sei auf Wunsch der Community entwickelt worden, damit IT-Teams ihre größten „Sorgenkinder“ jederzeit im Blick behalten können. Das Anzeigen, etwa von besonders ressourcenhungrigen Systemen mit einer hohen CPU-Auslastung oder einem großen Festplattenverbrauch, erleichtere die Arbeit in großen Umgebungen.

Bedarfsgerechtes Visualisieren von Netzwerkverbindungen

Für tiefere Einblicke in die Netzwerktopologie und schnellere Problemlösungszeiten könne Checkmk 2.3 verschiedene Ansichten der Netzwerkverbindungen liefern. Je nach Anforderung könnten User sich alle Hosts und ihre Beziehung zueinander anzeigen lassen oder eine kombinierte Ansicht von Hosts und Schnittstellen bis hin zur Fokussierung auf Hosts und Schnittstellen mit Problemen.

Monitoring out of the box

Checkmk treibt mit Version 2.3 das Out-of-the-Box-Monitoring für unterschiedliche Workloads in hybriden und Multi-Cloud IT-Infrastrukturen voran. Neben zahlreichen kleinen Verbesserungen der mehr als 2.000 Monitoring-Plug-ins unterstütze Checkmk 2.3 jetzt u.a. das Monitoring via Redfish sowie von Nutanix-Clustern und PureStorage-FlashArrays. Darüber hinaus sollen weitere Neuerungen sowie visuelle und funktionelle Upgrades das Arbeiten mit Checkmk einfacher und das Monitoring effizienter machen. Beim Testen von konfigurierten Benachrichtigungen sei es jetzt z.B. möglich, Events direkt über die Oberfläche von Checkmk zu simulieren, damit im Ernstfall alles wie gewünscht funktioniert.

Checkmk MSP: fit für Cloud und Container

Das speziell für Managed-Service-Provider entwickelte Checkmk MSP enthalte jetzt Funktionen aus Checkmk Cloud, darunter die erweiterte Überwachung von Cloud- und Multi-Cloud-Umgebungen oder containerisierten Anwendungen. Darüber hinaus sollen die aus Checkmk Cloud integrierten Agentenfunktionen für mehr Flexibilität und Effizienz beim Monitoring von Kundeninfrastrukturen sorgen. So könnten MSPs per Push-Modus Monitoring-Daten direkt und ohne dass eine Remote-Site nötig sei, an eine zentrale Checkmk-Instanz senden. Die Autoregistrierung könne durch die automatische Aufnahme neuer Systeme in das Monitoring den Aufwand nochmals minimieren.

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