Suchen

Microsoft nennt Optionen für ein Upgrade Support für Windows- und SQL Server 2008/2008 R2 endet

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Microsoft empfiehlt Kunden, das Supportende für Windows Server 2008/2008 R2 (14.01.2020) und SQL Server 2008/2008 R2 (09.07.2019) als Anlass zu nehmen, ihre Workloads in die Cloud zu migrieren: mit ihren vorhandenen Lizenzen und kostenlosen Sicherheitsupdates für drei Jahre.

Firma zum Thema

Für Windows Server 2008/2008 R2 und SQL Server 2008/2008 R2 wird es bald keine regulären Feature- und Security-Updates mehr geben.
Für Windows Server 2008/2008 R2 und SQL Server 2008/2008 R2 wird es bald keine regulären Feature- und Security-Updates mehr geben.
(Bild: Microsoft)

Microsoft bietet Kunden, die eines der End-of-Support-Produkte nutzen, zwei Optionen für ein Upgrade an: Sie können ihre IT-Infrastruktur und SQL-Instanzen sowohl On-Premises als auch in der Cloud aktualisieren.

Option 1: Workloads auf Microsoft Azure migrieren

Unternehmen, die noch ein 2008/2008-R2-Server-Produkt nutzen, können ihre Workloads direkt auf Azure migrieren und dabei ihre bestehenden Lizenzen weiterhin nutzen. Dies habe folgende Vorteile:

  • Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur und SQL-Server in Azure migrieren, würden Zeit gewinnen. Microsoft biete für die 2008/2008-R2-Server-Produkte in der Cloud drei Jahre lang kostenlose Security-Updates an. Um diese Verlängerung nutzen zu können, sei keine Software Assurance notwendig.
  • Mit der Migration in die Cloud könnten sich Unternehmen den Installations- und Wartungsaufwand im eigenen Rechenzentrum sparen. Microsoft halte die Cloud-Dienste automatisch auf dem aktuellen Stand, sodass sich Unternehmen nicht selbst um die Wartung ihrer Systeme kümmern müssten und sie stets auf die neuesten Dienste zugreifen könnten. Microsoft biete mit Azure SQL Database Managed Instance eine Variante von Azure-SQL-Datenbank, die eine vollständig in Azure gehostete On-Premises-SQL-Server-Instanz darstelle.
  • Hohe Standards im Bereich Security und Compliance: Microsoft habe alle Sicherheitsfunktionen zum Schutz von Daten, Anwendungen und Infrastruktur in SQL Server und Windows Server in Azure integriert. Damit würden Geschäftskunden kontinuierlich bei der Umsetzung komplexer Compliance-, Sicherheits- und Datenschutzanforderungen unterstützt.
  • Hybride Szenarien für mehr Wahlfreiheit: Azure mache konsistente hybride Cloud-Szenarien von Applikationen und Daten bis hin zu Identitäts- und Infrastrukturmanagement möglich. Geschäftskunden hätten jederzeit die Wahl, ob sie ausschließlich lokale Dienste nutzen möchten oder ob Workloads vollständig oder teilweise in die Cloud verlagert werden. Lokale Windows-Server-Instanzen könnten über eine browserbasierte Admin-Benutzeroberfläche, das Windows Admin Center, an die Cloud angebunden werden.

Option 2: On-Premises-Updates erwerben oder Upgrades vornehmen

Einzelne Unternehmen möchten oder müssen weiterhin ihre Workloads im eigenen Rechenzentrum ausführen und benötigen deshalb weiterhin Updates oder Upgrades auf neue Server-Generationen. Kunden, die auf Windows- und SQL-Server 2008/2008 R2 setzen, hätten die Möglichkeit, auf eine aktuelle Server-Version upzugraden oder drei Jahre lang erweiterte Security-Updates zu erwerben.

Erste Schritte für Migration und Upgrade

Microsoft werde seine Kunden mit Know-how, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Tools beim Umstieg auf aktuelle Versionen von Windows Server und SQL Server sowie bei der Migration in Azure unterstützen, u.a. mit Diensten, die, so Microsoft, eine vollständige Bestandsaufnahme der Server und Workstreams ermöglichen. Bei Bedarf stünden hierfür auch zertifizierte Microsoft-Partner zur Verfügung. Microsoft empfiehlt die folgenden Tools für Self Assessment und die konkrete Migrationsplanung:

  • Mit dem MAP Toolkit können Unternehmen die tatsächliche Zahl der genutzten Lizenzen analysieren.
  • Azure Migrate unterstützt die Migration von lokalen virtuellen Maschinen zu Azure.
  • Der Data Migration Assistant hilft Unternehmen dabei, Datenbankanwendungen in virtuelle Maschinen oder Azure-SQL-Datenbanken zu migrieren.
  • Die anstehende (Teil-)Migration von Workloads in Azure sei ein guter Anlass, um die Total Cost of Ownership (TCO) für die IT-Infrastruktur zu ermitteln oder zu aktualisieren. Bei der Berechnung der TCO hilft der Microsoft TCO Calculator.

(ID:45692544)