2016 wird man im Geschäftsleben vorwiegend per Video kommunizieren

Studie: Videokonferenzen sind auf dem Vormarsch

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Laut Polycom-Studie werden Videokonferenzen im Jahr 2016 die bevorzugte Art der Kommunikation in Unternehmen sein.
Laut Polycom-Studie werden Videokonferenzen im Jahr 2016 die bevorzugte Art der Kommunikation in Unternehmen sein. (Bild: Polycom)

Laut einer von Polycom beauftragten Studie glauben 96 Prozent der befragten Business-Entscheider, dass Videokonferenzen dazu beitragen, Distanzen abzubauen und die Produktivität von Teams in verschiedenen Städten und Ländern zu verbessern.

Video wird sich im Geschäftsalltag mehr und mehr durchsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Global View: Business Video Conferencing Usage and Trends“. Derzeit kommunizieren noch 89 Prozent der Befragten bevorzugt per E-Mail, 64 Prozent per Telefon und 47 Prozent per Video. In drei Jahren sehen jedoch 52 Prozent der Befragten in Video das bevorzugte Kommunikations-Tool, gefolgt von E-Mail (51 Prozent) und Telefon bzw. Telefonkonferenzen (37 Prozent). Als größte Vorteile der Videokonferenz erwarten sich die Studienteilnehmer eine bessere Zusammenarbeit mit global verteilten Kollegen (54 Prozent), mehr Klarheit bei den diskutierten Themen (45 Prozent) und effizientere Meetings (44 Prozent).

Über drei Viertel der befragten Entscheider (76 Prozent) setzen Videokonferenzen bereits im Arbeitsleben ein. 56 Prozent der Videoanwender nehmen mindestens einmal pro Woche an einem Videomeeting teil. In Brasilien, Indien und Singapur schnellt dieser Wert signifikant nach oben: Dort setzen laut Studie mehr als zwei Drittel der Befragten Videokonferenzen mindestens einmal pro Woche ein. Die Studie zeigt auch, dass 83 Prozent aller Befragten und knapp 90 Prozent der Befragten zwischen 20 und 40 Jahren Consumer-Videolösungen zu Hause nutzen. Fast die Hälfte aller Befragten nimmt mindestens einmal pro Woche zu Hause an einer Videokonferenz teil.

Notebooks und Desktop-PCs sind der Studie zufolge die bevorzugten Geräte für Business-Videokonferenzen (für 75 Prozent der Befragten), gefolgt von Konferenzräumen (für 48 Prozent) und mobilen Geräten (für 42 Prozent). Auch in drei Jahren werden Notebooks und Desktop-PCs die bevorzugten Geräte für Videokonferenzen sein (für 72 Prozent), die Nutzung von mobilen Endgeräten und Konferenzräumen wird jedoch auf 55 bzw. 51 Prozent steigen.

Empfehlungen für Videokonferenzumgebungen

Die Studie enthält wichtige Erkenntnisse von Videokonferenzteilnehmern dazu, welches Verhalten ein ideales Videomeeting ausmacht und was Entscheider als störend empfinden. Die wichtigsten Kriterien für ein ideales Videomeeting sind demnach:

  • Die Möglichkeit, jeden Teilnehmer gut zu verstehen (68 Prozent),
  • Technologie, die einfach und anwenderfreundlich ist (60 Prozent),
  • Guter Blickkontakt mit den Kollegen – jeder Teilnehmer sollte gut zu sehen sein (58 Prozent).

Die Dinge, die während eines Videomeetings am meisten stören und daher vermieden werden sollten, sind laut Angabe der Befragten:

  • Klingeln eines Mobiltelefons während des Meetings (58 Prozent),
  • Teilnehmer, die sich von unpassenden Orten aus einwählen – z.B. aus öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften (52 Prozent),
  • Teilnehmer, die nebenher mit anderen Dingen beschäftigt sind oder abgelenkt wirken – z.B. durch Tippen auf der Tastatur (51 Prozent),
  • Störungen im Hintergrund, z.B. durch Kollegen, Musik oder laute Geräusche (50 Prozent).

Andere Länder, andere Sitten

Die Polycom-Studie beleuchtet die unterschiedlichen Meinungen der Nutzer in verschiedenen Ländern. Was in einem Land akzeptiert wird, kann in einem anderen Land als störend empfunden werden. Studienteilnehmer aus Singapur (26 Prozent), Polen (23 Prozent) und Indien (29 Prozent) stören sich beispielsweise daran, wenn Teilnehmer einer Videokonferenz keine Business-Kleidung tragen. In Großbritannien, Russland und den Niederlanden ist dies nur für zehn Prozent der Befragten ein Problem.

In der Region Asien-Pazifik werden Videokonferenzen häufiger für die Kommunikation zwischen Kollegen in verschiedenen Ländern (65 Prozent) als für den Austausch mit Kollegen im eigenen Land (57 Prozent) eingesetzt.

Wenn es um den Einsatz von Videokonferenzen für die Gewinnung von neuen Kunden geht, führt Indien (60 Prozent der Befragten) vor Russland (49 Prozent) und Brasilien (44 Prozent). Weltweit nutzen 38 Prozent der Befragten Video für die Neukundenakquise.

Die meisten Vorstellungsgespräche per Video gibt es in den USA (32 Prozent). An zweiter Stelle liegt die Region Asien-Pazifik mit 28 Prozent. Die meisten Befragten in der Region EMEA nutzen die Technologie, um sich mit Kollegen länderübergreifend auszutauschen. An zweiter Stelle steht hier der Einsatz von Videokonferenzen, um flexible Arbeitsumgebungen zu ermöglichen.

Berufsbedingte Unterschiede

Videokonferenzen sind über mobile Geräte praktisch für alle Mitarbeiter verfügbar. Bei der Umfrage zeigte sich, dass Anwender in verschiedenen Funktionen innerhalb eines Unternehmens Video auf unterschiedliche Art nutzen:

  • CEOs und Gründer gaben an, dass sie Videokonferenzen hauptsächlich für flexibles Arbeiten sowie Meetings zwischen Büros bzw. für lokale Meetings (jeweils 50 Prozent) nutzen, gefolgt von internationalen Meetings (46 Prozent), New Business/Sales- und Firmen- bzw. Abteilungsmeetings (jeweils 39 Prozent).
  • Marketingabteilungen nutzen Videokonferenzen am häufigsten (64 Prozent mindestens einmal pro Woche), gefolgt von IT/Engineering und der Abteilung für Betriebsanlagen (62 Prozent mindestens einmal pro Woche).
  • In den Bereichen IT/Engineering und Produktion/Logistik gaben 61 bzw. 58 Prozent der Befragten an, dass sie Video nutzen oder nutzen würden, um intern mit ihren Kollegen von Angesicht zu Angesicht zusammenzuarbeiten. Tatsächlich zeigt die Studie, dass Mitarbeiter in diesen zwei Funktionen Video Collaboration mehr für internationale als für lokale Videomeetings innerhalb des eigenen Landes nutzen.

Alle Befragten nutzen Videokonferenzen unabhängig von ihrer Rolle hauptsächlich für Meetings mit anderen Büros im Inland, gefolgt von Meetings mit anderen Büros im Ausland. Die überwältigende Mehrheit der Befragten gibt an, dass es bei der Nutzung von Videokonferenzen wichtig ist, zu versuchen, die Kulturen anderer Länder zu verstehen (97 Prozent). 89 Prozent wünschen sich die Einführung von Verhaltensregeln, damit sie geschäftliche Videokonferenzen noch besser nutzen können. Polycom bietet hierfür den Polycom Guide to Collaborating Across Borders als Leitfaden an.

Über die Studie

Die Studie „Global View: Business Video Conferencing Usage and Trends“ wurde von Redshift Research im Auftrag von Polycom durchgeführt. Vom 25. August bis zum 9. September 2013 wurden 1.205 Business-Entscheider aus EMEA (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland, Polen und Beneluxstaaten); Südamerika (Brasilien), USA und Asien-Pazifik (Indien, Singapur und Australien) befragt. Die Umfrage definierte „Business-Entscheider“ als Manager, Direktoren oder Inhaber mit Entscheidungsvollmacht im Unternehmen.

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