Application Performance Management: Kapazitätsplanung mit Weitsicht

So planen Sie IT-Kapazitäten clever und sparen dabei bares Geld

| Autor / Redakteur: Peter Mörsch / Andreas Donner

Der IT-Kapazitätsplanung muss eine Balance aus Kosten und Nutzen zugrunde liegen.
Der IT-Kapazitätsplanung muss eine Balance aus Kosten und Nutzen zugrunde liegen. (Bild: VIT)

Die Planung von IT-Kapazitäten stellt unter den heutigen Marktbedingungen eine große Herausforderung dar. Wer hier im Nebel stochert investiert viel Geld an der falschen Stelle und riskiert dennoch massive Engpässe. Abhilfe schaffen Application Performance Management und Predictive Capacity Planning.

Wie oft haben Sie schon in einem Restaurant gesessen und gedacht: Der Service hier ist aber ein bisschen lahm? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in so einem Fall das Lokal einfach verlassen ist gering, aber dass Sie Freunden raten, dort lieber nicht hinzugehen, ist ziemlich wahrscheinlich.

Natürlich wird man sagen, die Betreiber haben die Situation nicht richtig eingeschätzt und einfach zu wenig Personal eingeplant. Aber: Vielleicht sollten Sie ihnen noch eine zweite Chance geben. Vielleicht hatte die Servicekraft nur einen schlechten Tag.

Ähnlich wie den Betreibern des Restaurants geht es der IT-Abteilung in Unternehmen. Alle Beteiligten, ob Angestellte oder Kunden möchten, dass ihre Anwendungen schnell und unterbrechungsfrei funktionieren. Und der CFO möchte keine unnötig hohe Rechnung für einen mittelmäßigen Service bezahlen.

Es kommt auf eine weitsichtige Kapazitätsplanung an. Wenn im Voraus eine konkrete Planung stattfindet, deren Basis die vergangene und aktuelle IT-Kapazität ist, und auf dieser Basis die passende IT-Infrastruktur geplant wird, wäre alles leichter.

Wenn es richtig gemacht wird, kann eine erstklassige Nutzererfahrung erreicht werden. IT-Kosten werden reduziert und Ausfallrisiken werden minimiert. Wird dagegen falsch geplant, werden Stillstandzeiten und hohe Investitionskosten riskiert. Eine überdimensionierte IT-Infrastruktur sowie die Ungewissheit über die Effektivität der IT ist die Folge.

Herausforderung Kapazitätsplanung

Die Planung von IT-Kapazitäten stellt unter den heutigen Marktbedingungen eine große Herausforderung dar. Die Budgets werden immer knapper, während die Anforderungen an die IT, getrieben von innovativen, mobilen Anwendungen und Cloud-Computing, immer größer werden. Zusätzlich ist die IT in allen Bereichen komplexer geworden. Systeme aller Ebenen müssen optimal aufeinander abgestimmt werden und im Zusammenspiel eine gute Leistung erbringen.

Die vermeintlich einfachste Lösung für dieses Problem, die wahrscheinlich auch der Restaurantbetreiber wählen würde, ist eine Aufstockung der Kapazitäten. Besonders junge Unternehmen handeln hier vielleicht voreilig und begegnen den steigenden Anforderungen an die IT mit einer hochleistungsfähigen und teuren IT-Infrastruktur. Wenn aber die Umsätze nicht in gleichem Maße steigen, riskiert man Leerkapazitäten. Hinzu kommt, dass überdimensionierte Rechenzentren nicht nur hohe Investitionen bedeuten, sondern auch hohe Betriebskosten für Wartung, Lizenzen und Strom erzeugen. Und irgendwo im Hinterkopf schwebt auch noch diese Zahl von 20 Prozent, die gemeinhin als Durchschnittswert für die Ausnutzung virtueller Server-Systeme genannt wird.

Application Performance Management (APM)

Die ökonomischste Möglichkeit, um mit diesen Herausforderungen umzugehen, bietet eine Softwarelösung für das Application Performance Management (APM). Eine APM-Lösung sorgt für eine optimale Datenübertragung, ganz gleich, ob die Probleme von komplexen Anwendungen oder von den unterschiedlichen IT-Infrastrukturen der Endnutzer herrühren. Problemlösungen, die zu den jeweiligen Service Level Agreements passen, werden so möglich. Dies ist die Basis um das Risiko von hohen Investitionskosten abzuschätzen und den realen Nutzen zu ermitteln.

Softwarelösung für vorausschauende Kapazitätsplanung

Die Antwort hierauf liegt – wie so oft – in der richtigen Mischung: Die Stärke einer APM-Lösung sollte idealerweise mit einem effektiven Kostenmanagement der IT-Kapazitäten zusammenspielen. Mit einer Lösung für die vorausschauende IT-Kapazitätsplanung wie beispielsweise „Vorausschauende Zuverlässigkeit“ (Predictive Reliability) von CA Technologies können Unternehmen ihren anstehenden Kapazitätsbedarf besser einschätzen. Auf diese Weise werden Risiken minimiert und Service-Qualität sowie Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur optimal und kosteneffektiv angepasst.

Dies funktioniert folgendermaßen: APM erfasst die Endusererfahrung, visualisiert die Businesstransactions-Map und Applikationsgeschwindigkeit des jeweiligen Applikations-Motors. Wenn es zu Auffälligkeiten kommt, werden diese über APM direkt angezeigt. Im Kapazitätsmanager kann die Anzahl der User und Transaktionen aus APM, in Relation zu dem Lastaufkommen in den Infrastrukturkomponenten gesetzt werden. Damit können Simulationen gefahren werden, wie sich die Infrastruktur verhält, wenn mehr User oder Transaktionen auftreten, und wie sich dieser Aspekt mit einer verbesserten Infrastruktur darstellt.

Ein internationaler Hersteller von Lebensmitteln und Getränken hatte folgendes Problem, das erfolgreich mit der CA-APM-Anwendung gelöst werden konnte: Dem Unternehmen war nicht bewusst, dass es in der SAP-Umgebung für Produkttests Engpässe gab. Hinzu kam, dass Produkttests sehr teuer sind, dass das Unternehmen Kosten senken und die Servicequalität verbessern musste.

Der Lebensmittelhersteller integrierte die Predictive Reliability-Lösung von CA Technologies zur Frühwarnung in die Entwicklungs-, Test-, und Produktionsphase. Infolgedessen konnten die Entwicklungsteams Fehlverhalten erkennen, diskutieren und überarbeiten, um Probleme in der Produktion zu vermeiden. Der Erfolg war unmittelbar zu erkennen: Das Lebensmittelunternehmen sparte auf diese Weise Zeit und Geld und erhöhte die Nutzerzufriedenheit.

Mit Hilfe der APM-Daten aus der produktiven IT-Umgebung können präzise Analysen für die unterschiedlichsten Szenarien durchführen werden. Mit den gewonnenen Informationen optimieren Unternehmen die IT-Infrastruktur ihrer Produktion und bereiten die IT mit der richtigen System Konfiguration auf das künftige Wachstum vor.

Ein weiteres Kundenbeispiel zeigt einen zusätzlichen Vorteil auf: Ein führender Finanzdienstleister musste sich neuen Kundenbedürfnissen stellen und rund um die Uhr erreichbar sein. Gleichzeitig mussten die Kosten für die Entwicklung und den Betrieb neuer Anwendungen gesenkt werden. Modelbasierte Tests der IT-Leistung brachten hier Klarheit für alle notwendigen Veränderungen in der IT-Umgebung. In der Folge gingen die Kosten nach unten und die Leistung nach oben. Zusätzlich wuchs das Vertrauen in die IT-Infrastruktur.

Peter Mörsch
Peter Mörsch (Bild: CA)

Fazit

Mit Spekulationen lassen sich die Herausforderungen der Zukunft an die IT-Infrastruktur nicht meistern. Mit einer Lösung für das Predictive Capacity Planning dagegen können Unternehmen verlässlich planen und schnell auf Veränderungen reagieren.

Weitere Informationen von CA zu diesem Thema finden sich hier ca.com/gb/predictive und hier ca.com/de/vorausschauend.

Über den Autor

Peter Mörsch ist Senior Solution Strategist Service Provider bei CA Technologies.

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