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Windows Server 2012 – Verwaltungstools schneller starten Shortcuts, neue Suche, Registryhacks und neue Menüs

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit Windows Server 2012, dem neuen Server-Manager und dem Wegfall des Startmenüs ändert Microsoft die Möglichkeit, Verwaltungstools zu starten gravierend. Zwar können weiterhin Verknüpfungen auf dem Desktop abgelegt werden, trotzdem müssen Administratoren nun umdenken. Wir zeigen, was zu tun ist.

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In Windows Server 2012 ist das Starten der Verwaltungstools tricky. Wir zeigen, wie''s geht!
In Windows Server 2012 ist das Starten der Verwaltungstools tricky. Wir zeigen, wie''s geht!
(Bild: Joos )

Der schnellste Weg die installierten Verwaltungswerkzeuge auf einem Server zu starten führt über den Server-Manager. Was früher in der Programmgruppe Verwaltung zu finden war, ist jetzt im Tools-Menü des Server-Managers erreichbar. Hier sind aber nur die Verwaltungswerkzeuge verfügbar, deren Serverdienste auf dem entsprechenden Server installiert sind.

Abbildung 1
Abbildung 1
(Bild: Joos )

Installieren von Verwaltungstools in Windows Server 2012

Alle Verwaltungswerkzeuge lassen sich über den Installationsassistent der Serverrollen hinzufügen. Dazu klicken Administratoren auf „Verwalten\Rollen und Funktionen“ hinzufügen und wählen auf der Seite „Features auswählen“ (siehe Abbildung 1) die entsprechenden Verwaltungstools aus, die auf dem Server verfügbar sein sollen. Die wichtigsten Tools sind bei „Remoteserver-Verwaltungstools\Rollenverwaltungstools“ zu finden.

Die Remoteserver-Verwaltungs-Tools gibt es auch als Download für Windows 8. Nach der Installation können Administratoren Windows Server 2012-Serverrollen von Windows 8-Arbeitsstationen aus verwalten. Mit der Tastenkombination Windowstaste+X lassen Administratoren lokale Verwaltungswerkzeuge unten links anzeigen. Auf diesem Weg lässt sich die Systemsteuerung öffnen oder die Computer- und Datenträgerverwaltung.

Abbildung 2
Abbildung 2
(Bild: Joos )

Geben Administratoren einen Begriff im Startbildschirm (Windowstaste) ein (siehe Abbildung 2), sucht Windows Server 2012 automatisch, ohne dass ein Suchfenster geöffnet werden muss. Im rechten Bereich können Administratoren dann zwischen Apps, Einstellungen und Dateien im Suchfenster umschalten. Auf diesem Weg lassen sich alle Verwaltungstools starten.

Abbildung 3
Abbildung 3
(Bild: Joos )

Über das Kontextmenü von Apps im Startbildschirm lassen sich diese von Start lösen und sind dann in der Alle Apps-Ansicht (STRG+TAB) zu sehen (siehe Abbildung 3), aber nicht mehr im Startbildschirm. Über das Kontextmenü lassen sich Apps auch mit Adminrechten starten, als anderer Benutzer ausführen und diese bei Live-Kacheln auch verkleinern; der Ordner der App kann zudem so im Explorer geöffnet werden.

Abbildung 4
Abbildung 4
(Bild: Joos )

In Windows Server 2012 finden Administratoren daher direkt durch Eingabe des entsprechenden Tools im Startbildschirm die Verwaltungsprogramme am schnellsten (siehe Abbildung 4). Wichtige Beispiele dafür sind diskmgmt.msc (Datenträgerverwaltung), ncpa.cpl (Einstellungen der Netzwerkkarte), dsa.msc (Konsole Active Directory-Benutzer und -Computer).

Abbildung 5
Abbildung 5
(Bild: Joos )

Alle wichtigen Verwaltungsprogramme die Administratoren starten können, lassen sich in der Befehlszeile anzeigen. Dazu muss mit cd c:\Windows ins das Windows-Verzeichnis gewechselt werden. Mit dir *.msc /s lassen sich alle Programm anzeigen, die eine eigene Konsole haben. Der Befehl dir *.cpl /s zeigt Shortscuts zu Programmen aus der Systemsteuerung an, dir *.exe /s direkt ausführbare Programme (siehe Abbildung 5).

Abbildung 6
Abbildung 6
(Bild: Joos )

Das Startmenü in Windows Server 2012 zeigt mit der Tastenkombination STRG+TAB (siehe Abbildung 6) alle verfügbaren Apps an. Über das Kontextmenü einer App lässt sich diese in den Startbildschirm integrieren, vom Startbildschirm entfernen und in die Taskleiste des Desktops einbauen. Kacheln lassen sich im Startbildschirm beliebig anordnen. So können Administratoren eine optimale Übersicht für die Verwaltungsprogramme herstellen.

Abbildung 7
Abbildung 7
(Bild: Joos )

Außerdem lassen sich Kacheln im Startbildschirm per Drag&Drop anordnen und gruppieren (siehe Abbildung 7). Klicken Administratoren anschließen unten rechts auf das kleine Minuszeichen im Startbildschirm lässt sich aus der Ansicht herauszommen. Durch Rechtsklick auf eine der angelegten Gruppen im Startbildschirm lässt sich diese jetzt benennen.

Abbildung 8
Abbildung 8
(Bild: Joos )

In der normalen Ansicht des Startbildschirms (siehe Abbildung 8) sind dann nur noch die Apps zu sehen, die Administratoren eingeblendet haben. Alle anderen lassen sich ausblenden. Über die Anordnung in Gruppen lassen sich Verwaltungsprogramme wesentlich schneller finden.

Abbildung 9
Abbildung 9
(Bild: Joos )

Die Systemsteuerung starten Administratoren durch Eingabe von „System“ im Startbildschirm oder über das Verwaltungsmenü, dass sich mit Windowstaste+X öffnet (siehe Abbildung 9). Geben Administratoren im Suchfeld der Systemsteuerung ein kleines L ein (l), zeigt das Fenster alle verfügbaren Tools der Systemsteuerung an. Eine weitere Alternative ist die Erstellung einer Verknüpfung mit dem Befehl explorer.exe shell:::{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}.

Abbildung 10
Abbildung 10
(Bild: Joos )

(siehe Abbildung 10) Auf Wunsch lassen sich Verwaltungsprogramme auch in das Kontextmenü des Desktops einbinden. Dazu öffnen Administratoren im Registry-Editor den Pfad HKEY_CLASSES_ROOT\ Directory\Background\shell. Unterhalb von shell muss ein neuer Schlüssel dem Namen des Programms erstellt werden. Im Kontextmenü des Desktops ist das Programm schon zu sehen.

Abbildung 11
Abbildung 11
(Bild: Joos )

Als Nächstes erstellen Administratoren unterhalb des neuen Schlüssels für das Programm einen neuen Schlüssel mit der Bezeichnung command und klicken auf den neuen Schlüssel (siehe Abbildung 11). Als Wert für (Standard) muss der Befehl eingegeben werden, den Windows beim Anklicken des Befehls ausführen soll. Zum rückgängig machen, muss nur der entsprechende Schlüssel wieder gelöscht werden.

Abbildung 12
Abbildung 12
(Bild: Joos )

Auf dem gleichen Weg lässt sich das Kontextmenü von Computer erweitern. Dazu müssen Administratoren in der Registry zu HKCR\CLSID wechseln und nach 20D04FE0-3AEA-1069-A2D8-08002B30309D suchen. Ab hier läuft die Einrichtung identisch zur Einrichtung von Befehlen über das Kontextmenü des Desktops ab (siehe Abbildung 12).

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